Hunde machen gesund

Studien zeigen: Darum sind Hunde gut für Menschen und besonders für Kinder

Hunde halten uns körperlich und geistig gesund – das beweisen verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen. Gleiches gilt für Kinder: Sie profitieren unglaublich davon, mit einem Familienhund aufzuwachsen. Woran das liegt, erfahren Sie hier.
 
Hunde machen uns glücklich © shutterstock.com/wavebreakmedia
Hunde machen uns gesund und halten uns fit.
Verschiedene Studien beweisen letztendlich etwas, das vielen Hundehaltern schon längst bewusst ist: Hunde haben nicht nur einen hervorragenden Einfluss auf die Kindesentwicklung, sondern unterstützen unsere körperliche und geistige Gesundheit. Und das maßgeblich: Dr. Caroline Kramer, Endokrinologin der Universität Toronto, bestätigte bei CNN, dass das allgemeine Sterberisiko bei Hundebesitzern um ganze 24% reduziert sei. Mehrere Studien haben sich damit auseinandergesetzt, wie sich Hunde auf die Gesundheit ihrer Besitzer auswirken und weshalb sie gerade gut für Kinder sind.
 

Hunde sorgen für körperliche Fitness

Haben Sie einen Hund zuhause, sind Sie mit hoher Wahrscheinlich körperlich fitter als hundelose Zweibeiner. Hundehalter neigen weniger wahrscheinlich zu Übergewicht, hohem Blutdruck oder hohen Cholesterinwerten – alles Risikofaktoren für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Grund dafür soll unter anderem der aktivitätssteigernde Effekt sein, den die Haltung eines Hundes mit sich bringt: Täglich müssen Sie dem Bewegungsdrang des Tieres gerecht werden. Das hat zur Konsequenz, dass auch Sie sich körperlich betätigen müssen.

Amerikanische Wissenschaftler der Michigan State University fanden heraus, dass Hundebesitzer wesentlich öfter die empfohlene Bewegungszeit von 150 Minuten pro Woche erreichen. Durch die Bewegung können außerdem chronische Krankheiten, wie Diabetes, Krebs oder chronische Bronchitis verhindert werden. Ein weiterer positiver Effekt der täglichen Gassirunden: Das Spazieren bei jedem Wetter stärkt das Immunsystem.


Hunde halten uns körperlich fit.         © shutterstock.com/Sergey Nivens
 

Hundehalter erholen sich schneller von Krankheiten

Hundebesitzer leiden nicht nur seltener an Herzproblemen, sondern haben auch bessere Chancen, wieder gesund zu werden. Das beweist eine amerikanische Studie: Von 92 Patienten, die bereits einen Herzinfarkt erlitten hatten, überlebten nach einem Jahr 94 % der Tierhalter - bei den üblichen Probanden lediglich 72 %. Auch eine in der kardiologischen Fachzeitschrift “Circulation” veröffentlichte Studie aus Schweden zeigt, dass sich Hundebesitzer nach einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung schneller erholen. Gleiches gilt übrigens auch für andere Krankheiten: Ist ein Hundehalter krank, hält sich sein Zustand meist auf einem konstanten Niveau. Anfälle, wie bei einer Bronchitis, fallen weniger drastisch aus.


Hundehalter erholen sich schneller wieder.      © shutterstock.com/zakalinka
 

Hunde sind eine Wohltat für die Seele

Jeder, der einen Freund auf vier Pfoten bei sich hat, kann es nur bestätigen: Hunde machen glücklich. Und auch das kann wissenschaftlich bewiesen werden: Allein in der Gegenwart eines Tieres, aber vor allem wenn Sie es streicheln, schüttet Ihr Körper Oxytocin, das sogenannte “Kuschelhormon” aus. Die Endokrinologin Dr. Caroline Kramer der Universität Toronto gibt an, dass allein durch das Streicheln eines Hundes Ihr Blutdruck so stark gesenkt werden kann wie durch ein Medikament. Beim Tierkontakt werden außerdem weniger Stresshormone, wie Adrenalin oder Cortisol, ausgeschüttet. Hunde gelten außerdem als besonders effektives Mittel gegen Einsamkeit: Allein während der Gassirunden kommt man schnell ins Gespräch.


Vierbeiner schenken uns seelisches Wohlbefinden.   © shutterstock.com/Song_about_summer
 

Besonders Kinder profitieren von einem Hund

Auf Kinder haben die Vierbeiner einen ganz besonders starken Einfluss. Eine finnische Studie fand heraus, dass Kinder aus Hundehaushalten seltener krank sind als andere. Hunde unterstützen auch ihr Immunsystem: Wer von Geburt an mit einem Hund aufwächst, halbiert das Risiko, später an einer Allergie oder Asthma zu erkranken. Auch die psychische Entwicklung eines Kindes kann durch einen Hund positiv beeinflusst werden. In Frankreich fand man heraus, dass sich Kinder mit Hundeerfahrung durch eine hervorragende Sozialkompetenz auszeichnen: Sie sind besonders verantwortungsvoll und umgänglich. Außerdem reagieren sie weniger aggressiv als Kinder, die keinen Hund zuhause haben.


Hund und Kind – eine gute Kombination.       © shutterstock.com/Nina Buday
 

Ursachen sind bisher noch unerforscht

Unsere Vierbeiner tragen enorm zu unserer Gesundheit bei. Doch woran das genau liegt, ist bisher noch nicht eindeutig geklärt. Dass allein der Hund der Grund für das gesunde Leben seiner Besitzer ist, kann nicht bestätigt werden. Ebenso wenig, dass Hundehalter ihren überdurchschnittlich fitten Zustand lediglich der gesteigerten körperlichen Aktivität zu verdanken haben. Feststeht jedoch eines: Hunde machen uns glücklich und halten uns gesund.