Abenteuer-Tour durch Andalusien - Hunde inklusive

Mit ihren beiden Chihuahuas Krümel und Karl im Gepäck waren Nicole Störmann und ihr Freund Christian zehn Tage unterwegs durch Andalusien – mit Zug, Bus und "per pedes". Lesen Sie hier, was die vier auf Ihrer Reise alles erlebt haben!
 
Abenteuer-Tour durch Andalusien - Hunde inklusive © pixabay.com/134213 (CC0 Public Domain)
Abenteuer-Tour durch Andalusien - Hunde inklusive
Unsere beiden Chihuahua-Rüden Krümel und Karl lieben das Abenteuer genauso wie mein Freund Christian und ich. In unserer Heimat Köln machen wir häufig Ausflüge in die Natur. Das ist ein wunderbarerer Ausgleich zu unserem Berufsalltag als Koch beziehungsweise Bürokauffrau. Als wir unseren Urlaub planten, war von vornerein klar, dass wir nach Südspanien reisen wollten. Nicht nur die angenehmen, warmen Temperaturen zogen uns an, sondern auch die vielen Sehenswürdigkeiten und Nationalparks in Andalusien. Da wir uns möglichst frei in der Region bewegen und so flexibel wie möglich sein wollten, buchten wir lediglich den Flug nach Málaga. Denn so hatten wir die Möglichkeit und Freiheit, von Stadt zu Stadt zu reisen und nicht zehn Tage an einem Ort verweilen zu müssen. Der Flug von Düsseldorf aus verlief ohne Probleme. Zu unserer Verwunderung waren noch zwei andere kleine Hunde mit an Bord. Krümel und Karl interessierte das aber nicht, sie waren sehr müde und verschliefen den gesamten Flug von knapp drei Stunden. Danach waren die zwei Süßen sehr froh, die unbekannte Gegend zu erschnüffeln. In dem Hotel, welches wir uns bereits zu Hause ausgesucht hatten, war zum Glück noch ein Zimmer frei. Am nächsten Morgen machten wir uns als erstes auf den steilen Weg zur Festung Castillo de Gibralfaro. Denn die Burgruine ist eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Küstenstadt. Die zwei kleinen Hunde hatten „beim Aufstieg“ sogar mehr Ausdauer als ich. Oben genossen wir die Aussicht auf die gesamte Stadt.

Die Chihuahuas hielten gut mit

Nach einer ausgiebigen Pause liefen wir dann mehrere Kilometer entlang der Küste. Auf dem Weg sahen wir viele wilde Katzen, die sich sehr für Krümel und Karl interessierten und ihnen neugierig hinterher schauten. Irgendwann wird aber auch ein Chihuahua mal müde, und wir mussten beide tragen. Schließlich gingen auch uns die Kräfte aus. Also stärkten wir uns in einem Restaurant und schauten uns dann allmählich nach einem Hotel um. Dort fielen wir vier vor Müdigkeit sofort ins Bett. Am nächsten Morgen wurden wir mit einer wunderschönen Aussicht auf das Meer und den Strand überrascht. Die war uns Tags zuvor doch glatt entgangen. Dann machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Nerja. Busfahren mit Hund ist in Spanien allerdings manchmal etwas schwierig. Bei einem Fahrer mussten wird die Hunde tatsächlich in der Box unten in den Gepäckraum bei den Koffern einladen. Andere waren zum Glück nicht so streng, und wir konnten die Hunde einfach auf dem Arm mit in den Bus mitnehmen. In Nerja angekommen, machten wir uns auf die Suche nach dem Rio Chillar. Denn ich hatte im Internet gelesen, dass es entlang des Flusses einen traumhaft schönen Wanderweg gibt. Anfangs war der Fluss ziemlich schmal, im Laufe der Wanderung wurde er aber immer breiter. Der tapfere Krümel lief als Erster durchs Wasser, schließlich folgte auch Karl. Als es dann doch zu tief wurde, nahmen wir beide auf den Arm und kamen mit patschnassen Füßen am anderen Ufer an. Für mich war das die schönste Wanderung in unserem Urlaub.

Zugfahren war besser als der Bus

Am nächsten Tag ging es mit dem Zug nach Granada, weil das einfacher war als mit dem Bus. Die Hunde konnten bequem auf unserem Schoß liegen und schlafen. Hier gab es zum Glück kein Problem mit ihnen. Wir konnten sie einfach mit ins Abteil nehmen. In Granada hat uns vor allem das Arabische Viertel mit seinen vielen Geschäften fasziniert. Da wir gelesen hatten, dass man bei der Besichtigung der Alhambra keine Hunde mitnehmen kann, machten wir uns auf den Weg zur Aussichtsplattform “Mirador de San Nicolas“. Von hier aus hatten wir die tollste Aussicht auf die 740 Meter lange Burganlage, die zum Weltkulturerbe zählt, und das Hochgebirge der Sierra Nevada. Die nächsten Tage vergingen wie im Flug. Wir machten uns mit dem Bus auf den Weg nach La Zubia, und dieses Mal durften die Hunde sogar neben uns sitzen. Zu Fuß ging es dann zu einem hübschen Hotel in der Sierra Nevada. Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung,  und wir verbrachten dort zwei verregnete Tage. Mit dem Bus fuhren wir schließlich wieder zurück nach Granada. Weil an dem Abend kein Zug mehr nach Málaga fuhr, verbrachten wir hier eine weitere Nacht. Nach einem letzten Tag in Malaga, der zweitgrößten Stadt Andalusiens, ging es im Viererpack wieder nach Hause. Alles in allem war es ein erlebnisreicher Urlaub für uns alle Vier. Da man mit dem Bus aber nicht überall hin kommt, speziell die Nationalparks nicht erreichen kann und vor allem wegen der Hunde würde ich beim nächsten Urlaub lieber einen Mietwagen oder besser noch einen Camper nehmen.

Reise-Informationen von Nicole und Christian

Flug:
Bei AirBerlin können Hunde bis 6 kg (inkl. Tasche oder Box) in der Flugzeugkabine mitgenommen werden. Die Transportbox oder Transporttasche darf maximal die Maße 55 (L) x 40 (B) x 20 (H) Zentimeter haben. Eine Reservierung / Anmeldung ist erforderlich. Die Mitnahme eines Hundes kostet bei Kurz- und Mittelstrecken ab 30€. Beim JustFly-Tarif ist der Transport von Tieren ausgeschlossen. Außerdem muss der EU-Heimtierausweis vorgelegt werden, in dem bestätigt wird, dass der Hund gechippt sowie gegen Tollwut geimpft ist. Mehr unter www.bit.ly/1rSGhiD .

Hotel:
Hotels kann man über www.booking.com reservieren. Unter „Hotelausstattung“ findet man Hotels, in denen Haustiere erlaubt sind.


Von Nicole Störmann


Artikel aus Partner Hund Ausgabe 11/2014. Jetzt abonnieren!
 
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