Hundeunterbringung bei Freunden - So klappt es ohne Stress

Sind Sie für einige Zeit nicht zu Hause, können Sie Ihren Hund bei Freunden oder Verwandten unterbringen. Doch es gibt einige Punkte, die Sie beachten müssen, damit sich Ihr Vierbeiner dort auch wohlfühlt.
 
Hund bei Freund lassen © stock.adobe.com/glisic_albina
So geht es Ihrem Hund bei Freunden gut.
Wollen Sie in den Urlaub fahren, müssen Sie Ihren Hund nicht unbedingt in einer Tierpension unterbringen. Genauso können Sie den eigenen Vierbeiner bei Freunden oder Verwandten lassen. Davor müssen aber einige Vorbereitungen getroffen werden.
 

1. Einen Probetag vereinbaren

Der Hund sollte seine vorübergehende Unterkunft zuerst einmal erkunden dürfen. Bevor Sie ihn beispielsweise ein ganzes Wochenende bei Ihren Freunden lassen, sollte er zuvor einen Tag und eine Nacht dort ohne Sie verbracht haben. Ist er danach oder währenddessen übermäßig gestresst, können Sie es mit einem zweiten Probetag versuchen. Der Hund lernt so, dass Sie auch wiederkommen.
 

2. Der Hund muss den Aufpasser mögen

Es ist wichtig, dass sich Ihr Hund mit der Person versteht, die auf ihn aufpassen wird. Sollte bei dem Hundesitter ein anderer Vierbeiner leben, ist es ratsam, mindestens drei- bis viermal gemeinsam spazieren zu gehen. So können sich die Hunde besser kennenlernen. Tauschen Sie draußen auch einmal die Leinen, um zu sehen, wie Ihr Hund auf die Signale seines Sitters reagiert.


Sitter und Hund müssen sich verstehen.   ©stock.adobe.com/New Africa
 

3. Informationen über den Hund weitergeben

Jeder Hund zeigt bestimmte Verhaltensweisen , die einen Fremden vielleicht überraschen würden. Sie sollten den Betreuer über alle Gewohnheiten und typische Verhaltensweisen Ihres Hundes im Vorhinein aufklären. Es kann helfen, Fotos oder Videos des eigenen Hundes anzuschauen, um sich an alles Wichtige zu erinnern.
 

4. Wichtige Papiere übergeben

Es kann immer etwas passieren. Damit der Hundebetreuer im Ernstfall schnell handeln kann, sollten Sie ihm wichtige Papiere zu Ihrem Hund überlassen:
  • Heimtierausweis bzw. Impfpass
  • Adresse und Telefonnummer des Haustierarztes oder der Tierklinik
  • An welcher Stelle wurde der Hund gechippt?
  • An welcher Stelle wurde der Hund geimpft oder behandelt?
  • evtl. Tasso/Tierschutzbund-Adresse
  • Ihre Handynummer


Alle Papiere sollten gebündelt übergeben werden.    ©stock.adobe.com/New Africa
 

5. Routinen für den Hund beibehalten

Um Ihrem Hund die Zeit im fremden Heim so angenehm wie möglich zu machen, sollten Routinen beibehalten werden. Erklären Sie Ihrem Hundesitter, wann und wie oft der Hund gefüttert und wann und wie lange er Gassi geführt werden soll. Ist Ihr Hund weitere Rituale aus dem Alltag gewohnt, geben Sie diese ebenfalls an den Betreuer weiter.
 

6. Nur ein gesunder Hund kann abgegeben werden

Ein Tierarzt-Check einige Wochen bevor der Hund abgegeben wird, ist Pflicht. Impfungen müssen aktuell sein. Der Hund sollte außerdem gegen Flöhe und Zecken geschützt sein. Ist Ihr Hund chronisch krank und auf Medikamente angewiesen, müssen Sie für Vorrat sorgen. Informieren Sie den Sitter unbedingt über die Medikamentenvergabe.


Ein Gesundheits-Check ist vor Abgabe ein Muss.   ©stock.adobe.com/motortion
 

7. Reisegepäck für den Hund

Kommt der Hund bei Freunden unter, können Gegenstände von zu Hause ihm Sicherheit vermitteln. Deswegen sollten Sie Ihrem Hund folgende Dinge mitgeben:
  • Spielsachen
  • Decken
  • Körbchen
  • Napf
  • Leine, Halsband, Geschirr
  • Pfeife oder Clicker
  • Bürste, Kamm, Krallenzange
  • Handtuch
Halten Sie sich in an diese Tipps, schaffen Sie gute Voraussetzungen dafür, dass sich Ihr Hund bei seinem Sitter wohlfühlt. Wenn Sie wissen, dass es Ihrem Hund gut geht, können auch Sie mit gutem Gewissen in den Urlaub starten.