Hundespiele, die Spaß machen

Hundespiele für drinnen und draußen

Nichts ist für einen Hund schlimmer als Langeweile. Mit etwas Kreativität können Sie allerdings leicht Abhilfe schaffen. Wir zeigen Ihnen hier fünf Hundespiele, die garantiert für gemeinsamen Spaß mit Ihren Vierbeinern sorgen – egal ob zu Hause oder im Freien.
 
Hundespiele: Für drinnen und draußen © Irina84 - stock.adobe.com
Hundespiele, die Spaß machen!

Ob groß oder klein - spielen ist für Hunde extrem wichtig! Bereits den einfachen Spaziergang können Sie für sich und Ihren Hund zu einem Abenteuer gestalten. Stellen Sie Ihrem Hund unterwegs immer wieder kleine Aufgaben oder animieren Sie ihn zu verschiedenen Hundespielen, die den Vierbeiner auch geistig fordern: Lassen Sie ihn Mäusestraßen entlang schnüffeln, veranstalten Sie Wettrennen, verstecken Sie Leckerli oder auch mal sich selbst und lassen Sie ihn suchen! Wenn gerade kein Ball zur Hand ist, kann man auch mal Tannenzapfen werfen. Am Wegesrand liegende Baumstämme eignen sich zum Drüberspringen oder vielleicht sogar zum Balancieren. Vor allem junge Hunde kann man schon damit begeistern, dass man eine Handvoll Laub in die Luft wirft und sie fangen lässt. Für zwei- und vierbeinige Ballfetischisten ist auch das Hunde-Fußball ein großer Spaß. Je mehr Bälle Sie hierfür auf das Spielfeld bringen, desto lustiger wird es.

Auch im Haus sind Ihrer Fantasie keine Grenzen gesetzt, Zerrspiele und Kunststücke kann man bei Schmuddelwetter doch prima auch zu Hause machen. Übrigens befindet sich auch in Ihrem Haushalt Hundespielzeug, auch wenn Sie es auf den ersten Blick gar nicht als solches identifizieren. Als Zerr- und Schleuderspielzeug haben sich beispielsweise die abgeschnittenen, jeweils mit einem Knoten versehenen Hosenbeine einer alten Jeans bewährt. Auch aussortierte Handtücher oder T-Shirts können Sie dazu umfunktionieren. Achten Sie jedoch immer darauf, dass sich keine Knöpfe oder andere verschluckbaren Teile an den Kleidungsstücken befinden. Zu einem länglichen Wulst zusammengeknotete Socken stellen einen tollen Dummy für Apportierspiele dar.

5 einfache Hundespiele für drinnen und draußen

1. Futtersuche

Suchspiele sind eine sinnvolle und artgerechte Auslastung für das Hundehirn. Und vor allem wenn diese Spiele in Verbindung mit Futter gebracht werden, ist der Hund sofort motiviert. Zudem lässt sich dieses Spiel nicht nur an der frischen Luft super umsetzen, sondern kann auch bei Schmuddelwetter für ausreichend Training sorgen. Und so geht’s:
Verstecken Sie Leckerlis oder selbstgebackene Hundekekse , sodass der Hund sie nicht gleich finden kann. Anschließend ermuntern Sie Ihren Hund – bestenfalls mit einem Signal – die Leckerlis zu suchen. Beachten Sie, dass Ihr Hund nicht auf Anhieb wissen wird, wo genau er suchen soll. Bieten Sie ihm daher ein wenig Hilfestellung, indem Sie ihm die Richtung weisen. Sobald er die Beute entdeckt hat, sollten Sie ihn ausgelassen loben.

2. Die Fährtensuche

Ähnlich wie die Futtersuche funktioniert auch die sogenannte „Fährtensuche“. Ihre vierbeinige Supernase darf bei den folgenden Vorbereitungen jedoch noch nicht mit dabei sein: Verteilen Sie zunächst in einem Raum ca. vier umgedrehte Kartons, die jeweils mit Duftlöchern versehen sind. Anschließend ziehen Sie mit einem aromatischen Leckerli eine Schleppe quer durch das Zimmer, an den Schachteln vorbei und um sie herum. Unter einem Karton lassen Sie schließlich die Spur mit dem versteckten Futterbrocken enden.
Nun holen Sie Ihren Hund und spornen ihn zum Suchen an. Kratzt er an dem richtigen Versteck, bekommt er das gefundene Fressen als Belohnung. Aber nicht nur Fressbares kann Ihr Vierbeiner im Haus aufspüren, auch Gegenstände oder Kleidungsstücke, die beispielsweise nach Ihnen riechen, wird Ihr bellender Schnüffler finden. Den Versteckmöglichkeiten sind dabei in einer Wohnung kaum Grenzen gesetzt: unter dem Sofa, Sessel, Stuhl oder auch Teppich, in alten Kissen, Decken oder Tüchern, die man auf den Boden legt.

3. Denkspiele

Hundespiele / Denkspiele für Hunde © alexei_tm - stock.adobe.com

Bei Denkspielen wird ein Stück Futter (oder auch ein Spielzeug) versteckt. Der Hund weiß wo es ist – kommt aber nicht auf direktem Wege heran. Dafür muss er sich erst genau überlegen, wie er den Mechanismus knackt. Im Fachhandel gibt es unterschiedlichstes Intelligenzspielzeug zu kaufen. Doch Sie können das Zubehör auch selbst herstellen. Ob Flaschen, Kartons oder Papprollen – in jedem Haushalt finden Sie Gegenstände, um Hundespiele selbst herzustellen. Seien Sie kreativ und beobachten Sie Ihren Hund dabei, wie er durch Wiederholungen trainiert und an seinen Aufgaben wächst. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr gut von Beginn an verstehen wird, wie er an seine Belohnung gelangt.

Achten Sie zudem darauf, dass Sie Ihren Hund nicht mit dem Intelligenzspielzeug alleine lassen. Er kann sich so stark darauf fixieren, dass es wirklich alles versucht, um an sein Leckerli zu gelangen. Rutscht das Spielzeug unter ein Möbelstück und ist dann unerreichbar, kann das für beide Parteien böse enden.

4. Agility-Spiele

Bei Agility handelt es sich um eine Hundesportart, bei der dem Vierbeiner viel Bewegung und Action geboten wird. Dabei werden die Fitness und der Geist des Hundes enorm gefördert. Und auch die Bindung zwischen Mensch und Hund stärkt sich bei diesem Training, denn hier muss auf das kleinste Signal gehorcht werden. Während des Agility-Trainings durchläuft Ihr Hund einen Parkour oder überspringt verschiedene Hindernisse. Dazu können Sie die verschiedensten Dinge nutzen, ganz egal ob an der frischen Luft oder im Wohnzimmer.
Damit Sie beide den Spaß an der Sache nicht verlieren, sollten Sie Ihren Hund niemals zu einer Übung zwingen. Locken Sie lieber mit Lob und Leckerlis oder steigen Sie einfach selbst über das Hindernis. Ihr Hund wird Sie dafür lieben! Und das zahlt sich sicher auch beim nächsten Spaziergang aus, wenn der Vierbeiner nicht von Ihrer Seite weicht, weil er auf keinen Fall verpassen will, welches Abenteuer Sie ihm wohl als nächstes bieten werden.

Für Hunde, die eine weniger gute Kondition haben, eignet sich alternativ auch das Obedience Training .

5. Sitz-Challenge

Im Alltag immer wieder eine kurze Gehorsamkeitsübung einzubauen, bringt nicht nur Abwechslung in den Trott des Hundes, sondern festigt auch die Signale. Das gute an der Sitz-Challenge ist, dass sie überall umgesetzt werden kann – ganz egal, ob Sie das Sitz-Training an einer Straße auffrischen wollen, oder Ihr Hund im Sitzen auf sein Fressen warten soll. Wichtig ist, dass Sie ihn nach einer erfolgreichen Durchführung immer wieder loben, auch wenn es sich bei dieser Übung um einen Grundstein der Erziehung handelt.

Und wer dem „Sitz“ mit der Zeit überdrüssig wird, kann das Ganze mit Kommandos wie „Platz“ und „Bleib“ noch erweitern.

 

 
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