Fellpflege im Winter

7 Tipps für ein gesundes Winterfell

Der Winter ist da! Jetzt braucht das Fell Ihres Hundes ganz besondere Pflege. Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Fellpflege in der kalten Jahreszeit unbedingt achten müssen.
 
Hund spielt im Schnee © shutterstock.com/dezy
Fellpflege ist im Winter besonders wichtig.
Hundehaar ist durchaus strapazierfähig - aber es leidet unter dem ständigen Wechsel von trockener Heizungsluft und feuchter Kälte draußen. Deshalb braucht das Fell im Winter eine angepasste Pflege. Mit unseren Tipps bleibt es glänzend, wärmend und gesund!
 

1. Baden ist verboten

Auch wenn Sie sonst öfter mal zum Shampoo greifen, um den Hund von Schmutz, dem typischen Hundegeruch und Staub zu befreien, sollten Sie das während der kalten Jahreszeit nur im echten Notfall tun. Das Deckhaar verliert durch das Bad seinen natürlichen Schutz gegen Nässe und lässt auch Kälte schneller nach innen dringen. Sollte Ihr Hund trotz Minustemperaturen in den nächsten Teich springen, rubbeln Sie in sofort danach gründlich ab – es droht eine Unterkühlung, da das Fell im Winter nur langsam trocknet.
 

2. Tägliches Bürsten

Vor allem die doppelt behaarten Hunde, die viel Unterwolle und langes Deckhaar tragen, wie beispielsweise der langhaarige Collie oder der hübsche Zwergspitz, müssen einmal täglich gründlich durchgebürstet werden. Sonst ist das Fell ungenügend belüftet und die Haut kann nicht „atmen“. Außerdem wechseln Hunde auch im Winter mehrfach die Haare: Die abgestorbene Unterwolle neigt zum Verfilzen. Dagegen wirkt die tägliche Bürstenmassage. Gut geeignet sind Drahtbürsten mit schrägen engmaschigen Zinken, die die Unterwolle greifen und totes Haar herausziehen.


Das Fell muss täglich gebürstet werden.       ©shutterstock.com/goodluz
 

3. Kein Trimmen und Scheren

Gut, wenn Sie das Fell Ihres Vierbeiners im Spätherbst noch einmal ordentlich in Form gebracht haben, denn jetzt braucht er jedes Haar. Gerade die Rassen, wie der gelockte Pudel oder der stolze Portugiesische Wasserhund, die getrimmt oder geschoren werden, haben ja keine oder nur wenig Unterwolle und brauchen das harsche oder krause Deckhaar als Schutz. Erlaubt sind kleine Korrekturen, wenn sich die Locken verfilzen, vor allem hinter den Ohren und im Nacken. Auch störende Stirnhaare, die in die Augen fallen, sollten Sie entfernen: Sie können bei der klirrenden Kälte steif werden.
 

4. Winterschnitt für Pfotenballen

Hunde, die zwischen den Pfotenballen normalerweise eine üppige Haarpracht haben, sollten auf diesen Schmuck während der schneereichen Zeit verzichten: In den Haaren bleiben Split und Streusalz hängen, reizen die Ballenhaut und können zu bösen Entzündungen führen. Also lieber keine „Schneeschuhe“, sondern Pfoten, die sich nach dem Spaziergang auswaschen lassen. Gegen Risse und spröde Ballen cremen Sie diese mit Melkfett, Vaseline oder Spezialsalbe aus dem Zoofachhandel ein.


Auch das Fell an den Pfoten muss angepasst werden.         ©shutterstock.com/WiP-Studio
 

5. Öle gegen Schneeklumpen

Wer lange Haare an der Brust, an den Pfoten und am Bauch hat, schleppt bei Schneefall schnell überflüssige Pfunde in Form von Schneeklumpen mit sich. Das belastet den Hund nicht nur körperlich, es tut ihm auch weh. Vorbeugen können Sie, wenn Sie vor dem Spaziergang Melkfett oder Öl ins Deckhaar geben. Das sieht klebrig aus, schützt aber vor dem Anhaften von Schnee. Die Alternative: ein Hundemantel oder Body, der Brust und Bauch bedeckt und den Schnee gar nicht erst an die Haare lässt.
 

6. Öl für spröde Haare

Der ständige Wechsel von trockener Heizungsluft und feuchter Kälte draußen strapaziert nicht nur den Körper, sondern vor allem das Haarkleid. Wenn das Fell spröde, schuppig oder trocken wird und die Haare brüchig sind, geben Sie ein paar Tropfen Lein- oder Fischöl in das Futter. Voraussetzung ist natürlich, dass Ihr Hund artgerecht ernährt wird, also keinerlei Mangelerscheinungen zeigt.


Die Ernährung kann sich auf das Fell auswirken.      ©shutterstock.com/Chendongshan
 

7. Immer gut abtrocknen

Bei Schneetreiben, Schneeregen oder Tiefschnee durchnässt ein Hund bis auf die Haut. Vor allem die dichte Unterwolle hält zu viel Nässe nicht stand und saugt sich voll. Weil Unterwolle unterm Deckhaar sehr lange braucht, um wieder zu trocknen, rubbeln Sie den Hund gründlich ab, wenn Sie wieder im Trockenen sind. Das gilt auch fürs Auto, sollte er drin warten müssen oder eine längere Fahrt überstehen.