Die 7 Todsünden der Hundeerziehung

Wenn Ihr Hund den Gehorsam verweigert, versteht er vermutlich gar nicht, was genau Sie von ihm wollen. Keine Sorge, Ihr Hund ist nicht dumm. Das Problem liegt vermutlich bei Ihnen. Diese Dinge sollten Sie bei der Hundeerziehung unbedingt vermeiden!
 
Fehler in der Hundeerziehung vermeiden © shutterstock.com / SeventyFour
Sie sagen "Sitz" und er legt sich hin? Dann haben Sie wohl einen oder mehrere Erziehungsfehler gemacht.
Sie rufen sich die Seele aus dem Leib, doch Ihr Hund spielt munter weiter? Sie sagen "Sitz" und er legt sich hin? Dann haben Sie wohl einen oder mehrere Fehler in der Hundeerziehung gemacht. Diese sieben typischen Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden.  


1. Dauerbeschallungs-Effekte vermeiden

Ihr Hund ist nicht schwerhörig. Wenn er das Kommando kennt, genügt ein einziger Ruf. Jedes weitere Wort ist überflüssig und untergräbt Ihre Autorität. Wenn Sie immer wieder "Hier!" brüllen, kommt er garantiert nicht. Sie sagen ihm ja laufend, wo Sie sind und dass Sie auf ihn warten (oder ihm sogar folgen?).
 

2. Wort und Geste sollten einander nicht widersprechen

Ihr Hund deutet Ihr Mienenspiel, Ihre Körpersprache und die Betonung Ihrer Worte – und kombiniert diese. Stimmen Ihre Haltung und Ihre Gesten nicht überein, haben Sie verloren. Wer zitternd vor Wut und "Komm her" säuselt, kann lange auf seinen Hund warten.


3. Nachlässigkeit und Vergesslichkeit sind tabu

Wenn Sie anfangs konsequent waren und jetzt nachlässig werden, weil er es jetzt "kann", hat er sie. Er wird bald gar nichts mehr tun. Gleiches droht, wenn Sie grundsätzlich jede brave Handlung mit einem Leckerli belohnen. Er wird nur noch "gegen Bezahlung" arbeiten wollen.


4. Mehrfaches Kommando führt nicht zum Ziel

Der Hund liegt, Sie gehen zurück und sagen dabei ständig "bleib!". Sobald Sie verstummen, rast der Hund Ihnen strahlend hinterher. Denn er hat gelernt: Nur solange das Kommando ertönt, darf er sich nicht rühren. Diesen Fehler sollten Sie daher unbedingt vermeiden.


5. Kommando zu früh verwirrt den Hund

Er hat sich entfernt, da rufen Sie "Bei Fuß!". Möglich, dass er es gehört hat, doch jetzt wird es ihn nur irritieren. Ähnlich wirkungslos sind "Hopp"-Kommandos fünf Meter vor dem Graben. Der Hund kann die Worte nicht mit ihrer Bedeutung verknüpfen. Kommandos müssen daher unbedingt im richtigen Moment gegeben werden. 


6. Lob zu spät verknüpft der Hund mit der falschen Aktion

Ein guter Hund will Anerkennung für das, was er getan hat. Doch es dauert, bis Sie das Leckerli aus der Tasche rauskriegen. Vor lauter Hektik schieben Sie es dem Vierbeiner in dem Moment in den Rachen, in dem er winselnd darum bettelt. Letzteres wird er jetzt vermutlich immer tun. Deshalb muss auch Lob immer im richtigen Augenblick gegeben werden. Besonders gut funktioniert dies mit einem Clicker


7. Innere Uhr und andere Äußerlichkeiten berücksichtigen

Auf dem Hundeplatz funktioniert Ihr Hund perfekt, zu Hause benimmt er sich wieder total daneben. Das sind die Gründe:
  1. Sie haben draußen zu wenig geübt, der Hund glaubt, dass er nur in der Hundeschule gehorchen muss.
  2. Sie sind nur im Kurs konsequent.
  3. Sie motivieren im Kurs mit Leckerlis und Spielzeug, außerhalb soll es plötzlich auch ohne funktionieren.
 
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