Körpersprache in der Hundeerziehung

Menschen und Hunde "sprechen" zwei unterschiedliche Körpersprachen. Zwar können sie teilweise intuitiv erkennen, was der andere meint. Meistens sind aber beide überfordert.
 
 
Körpersprache in der Hundeerziehung © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Menschen senden falsche Signale an den Hund.

So kommunizieren Sie mit dem Hund

Etwa 95 Prozent der Probleme zwischen Mensch und Hund entstehen bei der Kommunikation, schätzen Experten. Dabei sind Caniden echte Vollprofis auf diesem Gebiet: untereinander verständigen sie sich hauptsächlich über Körpersprache und Mimik. In Windeseile haben sie auch unsere "Darstellung" analysiert und wissen ganz genau, ob wir gut gelaunt oder wütend sind – mit verstellter Stimme allein kann man den Hund nicht täuschen. Leider merken die Vierbeiner auch, ob wir Angst vor ihnen haben oder unsicher sind. Das kann fatale Folgen haben: entweder nimmt uns der Hund nicht ernst oder er versucht aufgrund unserer Unsicherheit sogar, uns zu dominieren.

Menschen senden falsche Signale an den Hund

Die menschlichen Leistungen auf diesem Gebiet sind bei weitem nicht so herausragend: Wenn wir Angst vor einem Hund haben, bleiben wir stehen und starren ihn an - anstatt demütig zur Seite zu blicken. Wenn wir ihn nett finden, beugen wir uns über ihn und betatschen seinen Kopf – anstatt in die Knie zu gehen und seine Brust zu kraulen. Aus Hundesicht sind wir eine einzige große Bedrohung. Wenn Sie sich mit dem Thema Körpersprache zwischen Mensch und Hund bisher noch nicht auseinandergesetzt haben, senden Sie vermutlich ständig verwirrende Botschaften an Ihren Vierbeiner. Wenn Sie sich selbst gar in den oben genannten Beispielen wieder erkannt haben, dann hilft nur noch eines: schnell in die nächste Buchhandlung und einen dicken Ratgeber zu diesem Thema kaufen!

(Text: Marzena Fiok)
 
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