Gesundheit

Häufige Operationen beim Hund - Kosten und Versicherungsschutz

Eine Operation ist bei Hunden leider keine Seltenheit und kann Halter mit enormen Kosten konfrontieren. Egal ob Kreuzbandriss, Tumore oder Magendrehung: Vierstellige Tierarztrechnungen kommen schnell zustande. Bei Unfällen und komplizierten Notoperationen kann der finanzielle Aufwand inklusive Nachsorge und Therapie sogar 10.000 Euro und mehr betragen. Um sich vor existenzbedrohenden Summen zu schützen, sind Hundehalter mit einer OP-Versicherung gut beraten. Welche Eingriffe besonders häufig erforderlich sind und worauf bei der Policen-Auswahl zu achten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 
Die häufigsten Operationen bei Hunden und was sie kosten © Counselling/pixabay.com
Eine Operation kann schnell teuer werden

Häufige Operationen beim Hund - Kosten und Versicherungsschutz 

Eine Operation ist bei Hunden leider keine Seltenheit und kann Halter mit enormen Kosten konfrontieren. Egal ob Kreuzbandriss, Tumore oder Magendrehung: Vierstellige Tierarztrechnungen kommen schnell zustande. Bei Unfällen und komplizierten Notoperationen kann der finanzielle Aufwand inklusive Nachsorge und Therapie sogar 10.000 Euro und mehr betragen. Um sich vor existenzbedrohenden Summen zu schützen, sind Hundehalter mit einer OP-Versicherung gut beraten. Welche Eingriffe besonders häufig erforderlich sind und worauf bei der Policen-Auswahl zu achten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.


Tumore und Zahnextraktion

Tumore treten bei Hunden sehr oft auf und die Entfernung gilt als die häufigste Ursache für operative Eingriffe. Der Großteil der Betroffenen leidet unter Hauttumoren. „20 - 30 % aller Hauttumoren des Hundes sind bösartig“, heißt es unter  tierklinik-hofheim.de . Um die Tiere heilen zu können, ist frühzeitiges Handeln unerlässlich, weshalb Hundebesitzer die Haut ihrer Schützlinge regelmäßig kontrollieren sollten. Auch am Gesäuge sowie Lidrand sind Tumore des Öfteren nachweisbar. Bei einer Tumoroperation muss mit rund 400 Euro gerechnet werden. In schweren Fällen übersteigen die Kosten jedoch ohne Weiteres die 1.000-Euro-Marke. Auch das Ziehen eines Zahns zählt zu typischen Operationen beim Hund. Mindestens 200 Euro fallen dabei an. Ursache für die Zahnextraktion können Entzündungen am Wurzelkanal, beschädigte Zahnwurzeln oder Milchzähne sein, die nicht ausfallen. Das regelmäßige Füttern von speziellen Kauartikeln zur Zahnpflege oder die manuelle Reinigung des Gebisses dienen der Prävention. Bei der Auswahl der Zahnpflege-Leckerli ist darauf zu achten, dass keinerlei Zucker enthalten ist. Obwohl das selbstverständlich sein sollte, sind im Handel zuckerhaltige Artikel erhältlich.


Kreuzbandriss und Gelenkoperationen

Wenn ein Hund unter starken Schmerzen leidet und lahmt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Kreuzband gerissen ist. Bei älteren Hunden reißt die Sehne am Knie öfter, weil die Arthrose das Risiko für Risse steigert. Aber auch Jungtiere können sich einen Kreuzbandriss beim wilden Toben oder einer blöden Bewegung beim Rennen einhandeln. Ob tatsächlich operiert werden muss, entscheidet der Tierarzt nach der Untersuchung. „Chirurgische Behandlungen unterteilen sich in OP-Techniken, die das erkrankte Band ersetzen sollen und denen, die durch einen Schnitt im Schienbein und Neuausrichtung der auf das Kniegelenk wirkenden Kräfte helfen“, wird unter  kleintierklinik-menzel.de  erklärt. In manchen Fällen liegt lediglich ein Riss der Sehne vor, welcher durch strenge Einschränkung der Bewegungsfreiheit des Patienten geheilt werden kann. Bei einer Operation sind Kosten ab 1.500 Euro üblich. Eine Operation der Gelenke kann bedingt durch eine Hüftknochen- oder Ellenbogendysplasie erforderlich werden und schlägt mit Kosten ab 1.000 Euro zu Buche. 


Bauchhöhlen-OP

Die  Magendrehung  ist der Albtraum jedes Hundebesitzers. Schließlich handelt es sich um einen akuten Ernstfall, der tödlich enden kann, sollte nicht rechtzeitig ein Tierarzt eingreifen. Eine Not-Operation ist in der Regel die einzige Rettung. 1.200 Euro und mehr kann ein derartiger Eingriff kosten. Zum Vorzubeugen, müssen Hunde nach dem Fressen stets ruhen. Damit sich die gefährliche Magendrehung nicht nachts ereignet, wenn die Halter schlafen und die Beschwerden ihres Vierbeiners unbemerkt bleiben, sollte die letzte Fütterung möglichst früh am Abend stattfinden. Wie sich eine Magendrehung erkennen lässt, erläutert Tierarzthelferin Stefanie Essing im Video:

 


Amputationen und Knochenbrüche

Bei Verkehrsunfällen kommt es gerne zu Knochenbrüchen, aber auch Amputation können die Folge sein, wenn Gliedmaßen schwer verletzt wurden. Gleichzeitig können Erkrankungen oder unglückliche Ereignissen beim Spielen mit anderen Hunden Frakturen und Amputationen auslösen. Die Behandlungskosten beginnen vielerorts zwischen 600 und 1.500 Euro.
Kommt es zu einem Verkehrsunfall, ist die notfall-medizinische Erstversorgung entscheidend. Auf der Internetseite  erste-hilfe-beim-hund.de  lesen Sie, wie Sie sich richtig verhalten. Was bei der Pflege von Hunden nach Operationen wichtig ist, haben wir  hier  thematisiert.




OP-Versicherungen – das sollten Halter wissen

Wie die Bezeichnung vermuten lässt, leistet eine OP-Versicherung ausschließlich bei Operationen. Impfungen oder ähnliche Tierarztleistungen sind nicht vom Versicherungsschutz umfasst. „Generell sind Kastration und Sterilisation von der Kostenübernahme ausgeschlossen. Ebenfalls sind Vorerkrankungen ausgeschlossen, welche zu einer späteren Operation führen können“, heißt es bei  hundeopversicherung-test.de . Die Webseite stellt aktuelle Tarife zur Hunde OP Versicherung gegenüber und bewertet diese. Als Testsieger geht hier die Agila hervor, die aufgrund der unkomplizierten Abwicklung von vielen Tierärzten favorisiert wird. Ebenfalls von vielen Versicherern ausgeschlossen, werden Erbkrankheiten und rassespezifische Beschwerden. Die folgende Liste macht auf zentrale Fragen aufmerksam, die potenzielle Versicherte vor Vertragsabschluss klären sollten: 
  • Wo liegt die Leistungshöchstgrenze
  • Welcher Satz der Gebührenordnung wird für die Erstattung herangezogen?
  • Wird die Nachbehandlung inklusive Klinikaufenthalt, Medikamente und Verbandsmaterial übernommen?
  • Ist eine Selbstbeteiligung vorgesehen?
  • Gibt es eine Wartezeit?
  • Besteht der Versicherungsschutz im Ausland?
  • Was kostet die Versicherung monatlich?
  • Sind Altershöchstgrenzen festgelegt?
Einige Versicherer setzen eine Voruntersuchung voraus. Auch dies ist ein vertragliches Element, das es zu prüfen gilt. Wann sich eine derartige Police lohnt, können Sie unserem  Ratgeber zum Thema Hunde-OP- und Krankenversicherung  entnehmen.
Fotos: 
Bilder 1-4: Counselling/ jaminriverside/ ceciliareyna/ moshehar - pixabay.com
 
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