Angst vor Gewitter – So können Sie Ihrem Hund helfen

Warum Hunde Angst vor Gewittern haben und wie Sie Ihrem Hund helfen können, mit dieser Furcht umzugehen, erfahren Sie hier.
 
Hund Angst Gewitter © stock.adobe.com/Photoboyko
Gewitter machen vielen Hunden Angst.
Braut sich ein Unwetter zusammen, bekommen viele Hunde Angst. Reißt Ihr Hund seine Augen auf und legt er seine Ohren zurück, ist das ein eindeutiges Zeichen von Angst . Genauso kann übermäßiges Hecheln, Gähnen oder Lecken der Lefzen auf Angst hinweisen. Manche Hunde verfallen bei Gewittern in Panik und zerstören dabei Gegenstände. Woher die Angst vor Gewittern kommt und wie Sie Ihrem Hund helfen können, lesen Sie hier.
 

Woher kommt die Angst vor dem Gewitter?

Hunde spüren, wenn der Luftdruck vor einem Gewitter abfällt, was sie verunsichern kann. Außerdem wirkt es auf viele Hunde bedrohlich, wenn sich der Himmel verdunkelt und Regen auf das Dach prasselt. Donner, Blitze und die Geräusche des Windes können zudem beängstigend wirken.
 
Außerdem kann sich Hundefell elektrostatisch aufladen. Elektrische Schläge könnten Hunde bei einem Gewitter zusätzlich belasten, wie der tierärztliche Verhaltensforscher der Tufts University, Nicholas Dodman erklärt. Diese Theorie konnte aber noch nicht eindeutig wissenschaftlich belegt werden.
 
Kelly Ballyntyne, Professorin am College of Veterinary Medicine der Universität von Illinois, hält es zudem für möglich, dass Hunde mit ihrer Nase Veränderungen in der Luft wahrnehmen können, bevor ein Unwetter losbricht. Auch das kann Hunde verängstigen. Außerdem wird auch die Veranlagung eines Hundes dafür verantwortlich gemacht, ob er sich vor Gewittern fürchtet oder nicht.
 

Während des Gewitters Sicherheit spenden

Rufen Sie Ihren Hund zu sich , noch bevor das Unwetter beginnt. Sie sollten während des Gewitters unbedingt bei Ihrem ängstlichen Hund sein, um ihm Sicherheit zu vermitteln.
 
Lassen Sie Ihren Hund frei entscheiden, wo er sich während des Gewitters verkriechen möchte. Viele Hunde verstecken sich beispielsweise unter dem Tisch. Findet Ihr Hund keinen Rückzugsort, können Sie ihm einen schaffen: Eine offenstehende Transportbox kann sich dafür eignen.
 
Um zu verhindern, dass sich das Fell des Hundes elektrostatisch auflädt, kann antistatische Hundebekleidung sinnvoll https://partner-hund.de/info-rat/alltag-mit-hund/tipps-fuer-alltagssituationen-mit-hund/warum-hundebekleidung-durchaus-sinnvoll-sein-kann sein, insofern der Hund sich darin wohlfühlt.
 

Sperren Sie das Gewitter aus

Geräusche, die Ihr Hund kennt, können ihn beruhigen. Übertönen Sie damit das Unwetter, ohne dabei eine für den Hund angemessene Lautstärke zu überschreiten. Der Fernseher, vertraute Musik oder andere bekannte Geräusche, wie die Spülmaschine, können helfen. 
 
Türen und Fenster sollten während des Gewitters unbedingt geschlossen bleiben! Ihr Hund sollte die Blitze nicht beobachten können. Außerdem muss er im Haus bleiben, denn er würde sich draußen sicherlich erschrecken und im schlimmsten Fall weglaufen .
 

Therapie gegen Angst

Bei starken Angstzuständen sollten Sie den Tierarzt um Rat bitten. Möchten Sie ätherische Öle oder andere Hausmittel zur Beruhigung für Ihren Hund verwenden, sollten Sie das zuvor unbedingt tiermedizinisch abklären lassen. Eine Verhaltenstherapie mit einem entsprechenden Experten kann bei Angsthunden sinnvoll sein.