Spezieller Welpenkurs | PARTNER HUND Magazin

Spezieller Welpenkurs

Vor zwei Jahren haben Monika und Jens Gutmann ihre Welpenspiel-Stunden auf abgeschlossene Welpen-Erziehungskurse umgestellt und damit gute Erfahrungen gemacht.
 
© Hundeschule "modern dogs"
Dunnia Gross und ihr Pepe.
"Monty fängt im Auto schon zu quietschen an, so sehr freut er sich auf die Hundeschule“, erzählt Angelika Mühlbauer begeistert. Ausgelassen tobt der acht Monate alte Mops mit den anderen Halbwüchsigen herum und sammelt erste Erfahrungen auf dem Agility-Parcour. Wie viele andere Junghunde ist er von Welpenbeinen an bei „modern dogs“. Denn dort finden auch kleine Hunde immer passende Spielpartner und bekommen außerdem eine ganze Menge Grunderziehung vermittelt. „Anfangs haben wir normale Spielstunden abgehalten, wo jeder mit seinem Welpen kommen konnte. Doch das war ein ständiges Raus und Rein, man wusste nie, wer kommt, welche Kenntnisse er hat und ob man wieder bei Adam und Eva anfangen muss“, sagt „modern dogs“-Chefin Monika Gutmann. „Vor zwei Jahren haben wir daher auf abgeschlossene Welpen-Erziehungskurse über zehn Wochen umgestellt. Unsere Erfahrung zeigt, dass in einer Gruppe, die über einige Wochen zusammenbleibt, die Lernerfolge gut sichtbar sind.“Die Teilnehmer lernen sich kennen und müssen nicht immer wieder jemand neuen integrieren. So bleiben sie kontinuierlich am Ball und lassen kaum eine Stunde ausfallen.

Sicherheit im Umgang miteinander

Auch für die Hundebabys bietet dieses System viele Vorteile. Sie werden von der achten bis zur 16. oder 18. Woche je nach Alter, Größe und Temperament in verschiedene Gruppen von höchstens vier Teilnehmern eingeteilt. Dadurch haben sie Zeit, sich kennenzulernen und bekommen eine größere Sicherheit im Umgang miteinander. Der Trainer hat in den Kleingruppen die Entwicklung der Hunde und ihrer Menschen besser im Auge und kann schneller reagieren. Zu Anfang der Erziehungsstunde dürfen die Welpen herumtoben und die Gegend erkunden, dann werden ihnen auf spielerische Art und Weise erste Benimmregeln vermittelt.  Besonderer Wert wird auf das Zurückkommen gelegt, aber auch Leinenführigkeit und „Sitz“ stehen bereits auf dem Lehrplan. Alles läuft sehr spielerisch mit Futterbelohnung, ab der zweiten oder dritten Stunde wird auch geclickert. Je nach Wetter wird draußen oder in der Halle trainiert oder mit den Welpen ein Ausflug zu einem Pferdegestüt, dem Zoo oder in die Fußgängerzone gemacht, damit sie viele neue Eindrücke sammeln können. Großen Wert legen Monika und Jens Gutmann darauf, dass möglichst alle Familienmitglieder beim Training mitmachen. So bekommt der Hundenachwuchs von Anfang an von jedem die gleichen Anweisungen. Auch Kinder dürfen unter Aufsicht die ersten Übungen machen.

Erst Theorie, dann Praxis

Bevor es losgeht, müssen die Zweibeiner ein paar Theorieeinheiten absolvieren. So sind alle auf dem gleichen Stand, das Lerntempo kann Mensch und Hund angepasst werden, und „Anfängerfragen“ müssen nicht ständig von neuem durchgekaut werden. Jeder bekommt eine Theoriemappe, wo er alles nachlesen und den Übungsverlauf eintragen kann. „Obwohl wir früher schon einen Schäferhund hatten, haben wir sehr viel dazugelernt“, meint Angelika Mühlbauer rückblickend. Auch Sandra Englich ist sehr zufrieden. „Nero ist unser erster Hund, und wir hätten allein sicher einiges falsch gemacht“, berichtet sie. Stattdessen gab es kürzlich ein dickes Lob von den Schwiegereltern. „Sie waren ganz erstaunt, wie brav unser neun Monate alter Rüde an der Straße sitzen bleibt, und meinten, das hätten sie mit ihrem Dackel auch machen sollen“, sagt sie. Wie Angelika Mühlbauer und Sandra Englich ist auch Andrea Görlich „ihrer“ Hundeschule treu geblieben. Sie kommt mit Candis bereits seit zweieinhalb Jahren zu verschiedenen Kursen. „Der Kromfohrländer ist ja nicht gerade ein Anfängerhund, und so waren wir mit Candis anfangs echt überfordert“, erinnert sie sich. Inzwischen sind Andrea Görlich und ihre Hündin aber zu einem eingeschworenen Team zusammen gewachsen.

Begleitung für Hundebesitzer

Monika Gutmann und ihr Mann Jens sehen sich nicht als „Trainer“ oder „Ausbilder“, sondern eher als „Begleiter“ der Hundebesitzer. „Denn ausbilden und erziehen müssen die Halter ihren Hund im täglichen Miteinander selbst“, erklärt die Hundefreundin. Ob Welpe, Junghund oder ausgewachsen – perfekt muss bei modern dogs keiner sein. „Selbst mit dem besten Willen kann kein Hundehalter alles richtig machen, aber mit dem richtigen Grundhandwerkszeug kann man alles auf die Reihe kriegen“, meint sie. „Ich sage den Leuten nur, wenn ihr es eurem Hund gleich richtig zeigt, müsst ihr ihm nicht ständig hinterherrennen und immer wieder Pfui! sagen.“

(Text: Saskia Brixner)
 
Monika und Jens Gutmann haben ihre Hundeschule „modern dogs“ genannt, um deutlich zu machen, dass sie eine „moderne Ausbildung ohne Leinenruck, Herumschreien oder sonstige fragwürdige alte Methoden“ bieten. Da auch die Urlaubskurse großen Anklang finden und viele Hundefreunde zu Hause auf dieselbe Weise weitertrainieren wollen, baut Monika Gutmann in ihrer Heimatstadt Lüdenscheid gerade eine Filiale auf, die später von einer Mitarbeiterin übernommen werden soll.

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Dieser Artikel ist in unserer Zeitschrift Ausgabe 01/2008 erschienen.
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