Eierlauf auf vier Pfoten

In unserer dritten Folge zeigen Ihnen die "Wunderhunde", welch tolle Tricks man rund ums Apportieren aufbauen kann.
 

Trick: Feg und räum auf

Zeigen Sie Ihrem Hund die Kehrgarnitur und lassen Sie ihn mit dem Kommando „Nimm und halte“ die Schaufel in den Fang nehmen. Als Nächstes muss er das Verbeugen zunächst ohne, dann mit der Schaufel lernen. Legen Sie die Hand an die Hüfte des Hundes, gehen Sie mit einem Leckerli vor der Hundenase nach unten und sagen Sie „Verbeugen“. Alternativ können Sie ihn auch einfach jedes Mal mit „Feines Verbeugen“ loben, wenn er sich morgens streckt. Irgendwann macht er es auf Kommando, um Ihnen zu gefallen.
Um ihm das Fegen beizubringen, brauchen Sie wieder eine kleine Eselsbrücke. Bringen Sie Ihrem Hund zunächst das Schleichen bei, indem Sie ihn ins Platz schicken, die Hand zart auf seine Schulterblätter legen und mit Kommando „Schleichen“ ein Leckerli von ihm wegbewegen. Er wird versuchen, hinterherzukommen ... Schneller geht es, wenn Sie ihn dabei unter einem Stuhl hindurchlocken.
Schleichen ist übrigens nicht gleich „Kriechen“. Beim Kriechen robbt der Hund über den Boden, beim Schleichen läuft er einfach nur geduckt.
Lassen Sie ihn dann mit dem Feger im Fang aus dem „Verbeugen“ direkt „schleichen“ und legen vor die Schaufel etwas Leichtes, z.B. ein zusammengeknülltes Blatt Papier, das groß genug ist, dass er es zwangsweise beim Schleichen mitfegt, aber leicht genug, dass er nicht die Lust verliert. Hat er gefegt und die Übung nach ein paar Mal verstanden, geben Sie nur noch Kommando „Feg“ und halten die Schaufel immer weiter weg.
Dann, um die Übung auch sauber zu beenden (im wahrsten Sinne des Wortes), lassen Sie den Hund die gefüllte Schaufel aufnehmen und schieben ihm zuerst, während er die Schaufel hält, mit dem Kommando „Halte und räum auf“ den Mülleimer darunter. Wichtig ist, hier noch kein Kommando „Aus“ zu geben, da er sonst die Schaufel in die Tonne fallen lässt. Erst soll aber der Müll in den Eimer. Hat das geklappt, gehen Sie immer weiter vom Mülleimer weg und schicken den Hund dorthin. Beherrscht er auch das, lassen Sie zum Schluss mit dem Kommando „Räum auf“ die Kehrgarnitur mit in den Eimer werfen.

Trick: Eierlaufen auf vier Pfoten

  1. Vorübung: Apportierholz halten
    Diese Übung dient als Vorübung für einige Tricks. Nehmen Sie den Apportierbock oder ein anderes Apportel, das etwas schwerer ist, und motivieren Sie Ihren Hund durch Beutespiele, danach zu fassen. Zeigt er Interesse, wird nicht mehr nur das In-die-Schnauze-Nehmen belohnt. Gehen Sie ein paar Schritte rückwärts und sagen „Bring’s in die Hand“. Kommt er, halten Sie die Hand unter das Apportel, sagen „Aus“ und belohnen ihn, wenn er das macht.
    Wichtig ist, die Belohnung nicht als Tauschobjekt einzusetzen. Das Leckerchen kommt erst ins Spiel, wenn er das Holz nicht vor die Füße legt, sondern es festhält. Bleiben Sie gerade stehen, halten Sie die Hand nach oben und geben das Kommando „Sitz“. Setzt er sich, halten Sie die Hand drunter, sagen „Aus“ und belohnen ihn.
    Zuletzt schicken Sie ihn los, das Holz zu apportieren. Sobald er damit kommt und sich setzt, warten Sie mit der Belohnung, damit er das Holz länger festhält. Anfangs sind das vielleicht nur zwei Sekunden, doch schließlich wird er kapieren, dass er es so lange halten muss, bis das nächste Kommando folgt.
  2. Eierlaufen auf vier Pfoten
    Hat Ihr Hund gelernt, ein Holz auf Kommando zu halten, können Sie mit dem eigentlichen Trick beginnen. Nehmen Sie anfangs einen möglichst großen Löffel. Da sich Metall nicht so gut anfühlt, umwickeln Sie ihn zunächst mit einem Plastikklebeband. Lassen Sie den Hund mit dem Löffel erst mal wie mit einem normalen Apportiergegenstand  herumlaufen, damit er sich an das Gefühl gewöhnt. Nehmen Sie dann ein leichtes Bällchen und kleben es mit Klebeband am Löffel fest, damit er Gewicht bekommt, der Ball aber trotzdem nicht runterfällt. Trägt er ihn, lassen Sie ihn damit absitzen und weiter halten.
    In einem nächsten Schritt entfernen Sie den Klebestreifen und legen den Ball, während er sitzt, frei auf den Löffel. Sobald er ausbalancieren kann, schicken Sie ihn ins Steh. Sollte der Ball runterfallen, kommentieren Sie das nicht. Legen Sie den Ball mit dem Kommando „Aufpassen“ erneut auf den Löffel. Gehen Sie ein, zwei Schritte weg, geben das Kommando „Komm und halte“.
    Klappt das, können Sie es anfangs mit einem hart gekochten, später mit einem rohen Ei versuchen. Je ruhiger Ihr Hund von Natur aus ist, desto leichter wird ihm natürlich die Übung fallen.
   

Trick: Pack die Badematte ein

Legen Sie vor den Augen des Hundes Leckerlis kreuz und quer auf eine Strandmatte, einen Teppich oder eine Wolldecke, während Sie diese(n) zusammenrollen und die Leckerlis dabei einrollen. Legen Sie die eingerollte Matte hin, zeigen Sie drauf und geben das Kommando „Stups auf“. Er wird die „Feinis“ suchen und mit der Nase die Matte aufrollen. Reduzieren Sie je nach Stand des Könnens die Belohnungen, bis er ohne eingerollte Leckerli die Matte aufstupst und anschließend belohnt wird.
Zeigen Sie im nächsten Schritt auf die aufgerollte Matte und geben das Kommando „Leg dich“. Als Hilfestellung können Sie den Hund auf der Matte ins Platz legen und mit einem Leckerli dazu bewegen, sich auf den Rücken zu drehen.
Hat er das verstanden, können Sie die Kombinationsübung versuchen: auf Distanz die Matte hinlegen, den Hund mit „Stups auf und leg dich“ schicken. Hat er gelernt, die Matte aufzurollen, sich draufzulegen und auf dem Rücken zu „sonnen“, folgt als Nächstes das Einpacken der Matte.
Legen Sie unter die bereits ausgerollte Matte Leckerlis, sodass der Hund diese wieder automatisch zustupst, um an die „Guttis“ zu kommen. Funktioniert auch das, lassen Sie ihn die Matte apportieren. Zu guter Letzt werden die einzelnen Übungen kombiniert. Der Hund holt seine Matte selbstständig, legt sie ab, rollt sie aus, legt sich drauf und wartet in bequemer Liegeposition. Auf Kommando steht er auf, rollt seine Matte ein und bringt sie Ihnen.

Kontakt

Sabine L. Schäfer
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