Neues aus der Trickkiste

In Folge II zeigen Ihnen die „Wunderhunde“, wie Ihnen Ihr Hund beim Aufräumen und Einkaufen helfen und „klettern“ lernen kann.
 

Trick: Stell dich & schieb

Wenn Ihr Hund die Vorübung unserer letzten Folge zum Skaten schon beherrscht, haben Sie für diesen Trick bereits einige „Bonuspunkte“ gesammelt. Wenn nicht, dann bringen Sie ihm mit dem Vorkommando „Auf und stell dich“ zunächst bei, die Vorderpfoten auf einen unbeweglichen Gegenstand zu stellen. Nehmen Sie ein Leckerchen in die Hand und motivieren Sie ihn damit, die Pfoten auf einen Baumstamm oder eine kleine Kiste zu stellen. Macht er das, wackeln Sie ein wenig mit der Box etc., damit er sich an die Bewegung gewöhnt. Klappt auch das, können Sie das Training mit einem richtigen Einkaufs- oder Kinderwagen – bei kleineren Hunden einem Puppenwagen – beginnen.
Kann Ihr Hund das Kommando schon, sollten Sie es trotzdem zum Einstieg nochmals mit einem niedrigeren Gegenstand wiederholen, bevor Sie richtig einkaufen gehen. Stellen Sie sich neben den Hund, geben Sie das Kommando „Auf und stell dich!“, schieben Sie den Wagen ein kleines Stückchen vorwärts, damit er sich mitbewegen muss, und halten Sie zur Motivation mit der anderen Hand ein Leckerchen in Nasenhöhe. Geben Sie dabei das Kommando „Schieben“. Wichtig dabei ist, ganz langsam Schritt für Schritt vorzugehen, damit er nur positive Erfahrungen macht. Halten Sie den Wagen daher anfangs gut fest, damit er nicht plötzlich nach vorne schnellt und der Hund „abstürzt“. Je besser das funktioniert, desto besser können Sie auf Distanz arbeiten und ihm schließlich nur noch die Richtung anzeigen, in die er schieben soll. Beherrscht er den Trick, können Sie einen anderen Hund in den Wagen setzen und diesen wegschieben lassen oder ihm beibringen, den Wagen einzuräumen. Lassen Sie Ihre Phantasie spielen.

Trick: Mach’s auf & zu

Diesen Trick können Sie mit einem kleinen Nachttischchen, aber auch mit jedem anderen Schränkchen üben. Damit das Öffnen nicht ganz so schwierig wird, binden Sie am besten eine feste Kordel an den Griff. Legen Sie etwas in das Schränkchen, was dem Hund sehr am Herzen liegt, und lassen ihn dabei zusehen. Vermutlich wird er alles daran setzen, um an den Ball, das Spielzeug etc. zu kommen. Er wird an der Tür kratzen, an dem Seil knabbern und irgendwann daran ziehen. Helfen Sie dann sofort mit und öffnen die Tür. Loben Sie ihn überschwänglich, geben das Kommando „Nimm dir’s“ und spielen Sie kurz mit ihm mit dem Gegenstand. Machen Sie dann ein paar Minuten Pause und beginnen Sie die Übung von Neuem.
Sitzt die Lektion, trainieren Sie das Zumachen. Hat er Pfötchengeben oder „Touch“ noch nicht gelernt, beginnen Sie mit einer Vorübung. Nehmen Sie ein Leckerchen in die Hand, machen eine Faust und lassen ihn daran schnüffeln. Halten Sie die Hand dann ein Stückchen über seinen Kopf, zeigen mit der anderen Hand darauf und geben das Kommando „Touch“ oder „Pfötchen“. Stellt er sich auf die Hinterpfoten, um dranzukommen, ziehen Sie die Hand kommentarlos weg, belohnen Sie ihn aber sofort, wenn er mit der Pfote Ihre Hand berührt. Klappt das, soll er andere Objekte und schließlich das Schränkchen touchen (berühren). Nehmen Sie ein Leckerchen, legen es in den Schrank, machen Sie die Tür zu, zeigen darauf und sagen „Touch“. Hat er die Tür mit der Pfote berührt, loben Sie direkt mit „Fein Touch“, öffnen Sie sie und geben ihm das Leckerchen. Wenn das sitzt, lassen Sie die Tür auf, nehmen ein Leckerchen in die Hand, zeigen auf die Tür und geben das Kommando „Touch“. Schließt er die Tür, können Sie das Kommando „Zu“ einführen. Geben Sie dann den Ball etc. in das Kästchen, lassen Sie Ihren Hund den Ball rausholen, und bevor die Belohnung kommt, in diesem Fall also ein kurzes Spiel, sagen Sie „Und zu“.

Trick: Leiter auf & ab

Halten Sie ein ganz besonderes Leckerchen in Höhe der ersten Stufe und locken Sie Ihren Hund, seine Vorderpfoten daraufzustellen. Sagen Sie parallel „Leiter auf!“. Führen Sie ihn so Stufe für Stufe nach oben. Die meisten Hunde gehen von selbst weiter. Springt er ab, beginnen Sie einfach von vorn. Nehmen Sie anfangs eine kleine Leiter, die oben eine breite Trittfläche oder ein breites Podest hat. Halten Sie die Leiter gut fest oder fixieren Sie sie gut. Rutscht sie weg oder fällt um, kann der Hund sich verletzen oder wird Angst haben und es nicht mehr versuchen wollen.
Ist er oben, lassen Sie ihn „Sitz!“ machen und belohnen ihn fürs weitere Sitzen, damit er sich an die Höhe gewöhnt. Sitzt er sicher, motivieren Sie ihn aufzustehen und geben dabei das Kommando „Auf und steh!“. Legen Sie dabei die Hand an seine Hüfte, weil ihm das Sicherheit vermittelt. Lassen Sie sie dort und veranlassen Sie ihn mithilfe eines Leckerli, sich einmal um die eigene Achse zu drehen. Geben Sie gleichzeitig das Kommando „Dreh dich!“. Hat er das, folgt das Kommando „Steh!“ Bleibt er sicher stehen, locken Sie ihn Stufe für Stufe mit einem Leckerli nach unten. Loben Sie ihn ganz toll, wenn er unten ist. Wichtig ist, dass er nicht springt oder mehrere Stufen auf einmal nimmt. Hat er Angst, heben Sie ihn notfalls runter. Klappen die einzelnen Phasen einwandfrei, können Sie die ganze Übung am Stück ausprobieren. Werden Sie aber nie zu übermütig und achten Sie immer darauf, dass Sie noch Hilfestellung geben können.

Kontakt:
Sabine L. Schäfer
Gräfinthaler Str. 9
66399 Mandelbachtal
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