Winterliche Urlaubsideen: von ganz sportlich bis ganz faul | PARTNER HUND Magazin

Winterliche Urlaubsideen: von ganz sportlich bis ganz faul

Glitzernder Schnee, eine prächtige Bergkulisse und rundherum nichts als Natur. Das macht richtig Lust auf Urlaub – finden Sie nicht? Und da die meisten Hunde Schnee lieben, spricht eigentlich nichts dagegen, den Vierbeiner mitzunehmen. Auf Skipisten sind Hunde zwar verboten, trotzdem lässt sich auch das managen. Suchen Sie sich einfach ein Feriendomizil, das sowohl Skipisten als auch Winterwanderwege ganz in der Nähe hat. So können Sie zwischen den Abfahrten einen „Einkehrschwung“ machen und mit dem Vierbeiner Gassi gehen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Winterliche Urlaubsideen: von ganz sportlich bis ganz faul!

Mit zwei Skiern und vier Pfoten

Dank erfolgreicher Athleten wie Ex-Biathlon-Star Magdalena Neuner oder Langlauf-Ass Tobias Angerer hat sich auch das Langlaufen zur Trendsportart entwickelt, sodass allerorten gespurte Loipen entstehen. Zwar sind nicht überall Hunde an den Loipen erlaubt, trotzdem können Sie dieses Wintervergnügen sehr gut mit dem Vierbeiner teilen. Viele Winterregionen richten nämlich für ihre vierbeinigen Gäste spezielle Hundeloipen ein, die meisten gibt es in der Schweiz. Eine Übersicht der Langlaufgebiete finden Sie auf www.langlauf.ch . Hundeloipen sind mit dem Kürzel HL gekennzeichnet. Vielfach sind das kleinere Loipenabschnitte, wo beim Spuren ein extra Teller oder ein Brett mitgezogen wird. So können Hunde sicherer laufen, ohne in den Schnee einzusinken. Skating-Loipen eignen sich wegen des Fahrstils nicht für den Hund. Langlauf ist auch für den Hund eine anstrengende Sache. Beginnen Sie daher frühzeitig mit dem Training, indem Sie Spaziergänge ausdehnen oder ihn beim Nordic Walking mitnehmen. Damit der Hund die Loipenspur nicht zerstört, muss er leinenführig sein und gut auf Kommando hören. Am besten lassen Sie ihn auf der Loipe abgewandten Seite laufen, um den "Gegenverkehr" nicht zu behindern.

Unterwegs wie einst die Trapper

Ein weiteres tolles Naturerlebnis und ebenfalls immer mehr im Trend sind Wanderungen auf Schneeschuhen. Die Ausrüstung ist preiswert, und Schneeschuhe sind leicht zu handhaben. Sie sollten allerdings nicht unterschätzen, dass solche Touren ziemlich kraftaufwändig sind. Der Hund sollte daher mindestens 15 Monate alt, körperlich gesund sein und zumindest mittlere Kondition haben. Legen Sie die Wanderung anfangs auf höchstens eineinhalb Stunden an, mit einem austrainierten Hund von drei bis acht Jahren können Sie je nach Schneebeschaffenheit auch zwei oder drei Stunden marschieren, natürlich mit Pausen zwischendurch. Kurzhaarige Hunde brauchen dafür unbedingt eine Wärmeschutzdecke oder einen Outdoor-Overall, da sie schnell auskühlen. Vor allem große und schwere Hunde sinken im Tiefschnee oder Bruchharsch tief ein, sodass das Laufen für sie sehr anstrengend wird. Wählen Sie daher eine Strecke, wo der Schnee gut trägt, oder laufen Sie auf einem Forstweg. Greenhorns können auch auf geführten Schneeschuhwanderungen erste Eindrücke sammeln. Außerdem macht es zusammen mit Gleichgesinnten noch mehr Spaß.

Rodeln mit dem Hund

Sind Sie ein großer Rodelfan? Wenn Sie diesem Hobby frönen wollen, müssen Sie das Gefährt absolut unter Kontrolle haben, bevor Sie den Hund mitnehmen. Bei hartem Schnee oder Eis können Sie nämlich durchaus Geschwindigkeiten von 50 bis 60 Stundenkilometern erreichen. Wichtige Voraussetzung ist außerdem, dass der Hund auch ohne Leine auf Ihr Kommando hört. Ist er angeleint, kann es nämlich zu bösen Unfällen kommen. Passen Sie das Tempo unbedingt dem des Hundes an. Ziehen Sie beim Hochlaufen (da ist die Leine sinnvoll) den Rodel nicht in der Mitte der Bahn, sondern in den Innenkurven und rechnen Sie mit Gegenverkehr. Einen kleinen Hund transportieren Sie bergab am besten im Rucksack, nicht auf dem Schoß. Natürlich sollten Sie das erst mal auf kleineren Hügeln trainieren und ihn langsam an das ungewohnte Gefühl gewöhnen. Wählen Sie möglichst einsamere Bahnen, damit Sie sich, den Hund und andere nicht gefährden.

Wellness für Zwei- und Vierbeiner

Sollten Sie mehr Wert auf Entspannung als auf Schnee und sportliche Betätigung legen, ist Urlaub mit Wellness-Behandlungen genau das Richtige für Sie. Suchen Sie Hotels aus, die eine große Auswahl an Wohlfühlbehandlungen sowie ein individuelles Verwöhnprogramm anbieten. Ideal sind Unterbringungen, die rund ums Haus ausreichend Spazier- und Wanderwege haben. Einige Hotels locken sogar mit einem extra Hunde-Wellness-Bereich.

In Hotels gibt es aber zunehmend auch Hundesitter, die das Gassigehen übernehmen – natürlich gegen Entgeld – sollten Sie das eine oder andere winterliche Vergnügen ohne Ihren Hund gestalten wollen. In manchen Hotels werden sogar Kurse angeboten, bei denen sich das eine mit dem anderen verbinden lässt. Für welche unserer Urlaubsideen Sie sich auch begeistern werden, wir wünschen Ihnen und Ihrem Hund einen tollen Urlaub!


Text: SASKIA BRIXNER


 
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