Urlaubszeit mit Hund | PARTNER HUND Magazin
Wohin mit dem geliebten Vierbeiner?

Urlaubszeit mit Hund

Gerade Hundebesitzer fragen sich bei der Urlaubsplanung: Was mache ich in dieser Zeit mit meinem Tier? Denn nur wer diese Frage vorab für sich geklärt und die entsprechenden Vorkehrungen getroffen hat, kann den Urlaub entspannt genießen.
 
Urlaubszeit mit Hund © pixabay.com © HebiFot (CC0 1.0)
Wer den Urlaub einfach nicht genießen kann, wenn Bello nicht mit dabei ist, für den gibt es auch andere Möglichkeiten.
Ein Wochenend-Trip mit dem Hund in die nähere Umgebung stellt meist kein Problem dar und ist leicht zu organisieren. Aber wenn als Ziel der Reise ein fernes Land und ein längerer Aufenthalt geplant ist, kann der Hund oftmals nicht mitgenommen werden. Auch kann die lange Reise für das Tier – und damit auch für seinen Besitzer – zu stressig sein.

Die Suche nach einer geeigneten Betreuung

Auf der Suche nach einer geeigneten Unterbringung gibt es mehrere Möglichkeiten. Oft gibt es in der Tierarztpraxis Aushänge von Hundepensionen oder Privatpersonen, die Vierbeiner während der Urlaubszeit betreuen. Auch beim örtlichen Tierschutzverein können Unterbringungsmöglichkeiten erfragt werden. Neben der Hundepension ist auch die private Unterbringung eine Idee. Idealerweise gibt es in der Familie, im Bekanntenkreis oder in der Nachbarschaft einen tierlieben Menschen, dem es Freude macht, sich um den Hund zu kümmern. Wichtig ist, dass sich Mensch und Hund sympathisch sind. Sie sollten sich bereits kennen oder vor dem Urlaub bei Besuchen und Spaziergängen "beschnuppern" können. Ein wenig Erfahrung mit Hunden sollte Voraussetzung sein, damit es während der Betreuungszeit nicht zu Missverständnissen zwischen Mensch und Tier kommt.
 
Auch ein Blick in die lokalen Kleinanzeigen kann sich lohnen. Vom Student bis hin zum Rentner finden sich hier Leute, die Zeit und Spaß am Tiersitting haben und sich gegen ein vergleichsweise kleines Entgelt um das Tier kümmern. In den meisten Fällen ist der komplette Einzug des Hundes in sein temporäres Zuhause ratsam. Im Vergleich zur stundenweisen Betreuung kommt Ruhe in den Tieralltag und bei Unfällen kann sofort reagiert werden.
 
Das Prinzip des gegenseitigen Hundesittings ist auch eine Variante, hierzu ist das Internet eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Die Voraussetzung für beide Seiten muss natürlich sein, dass sich die Hunde gut miteinander verstehen.

Bei allen Varianten sollte es vor dem Urlaub eine Testphase geben. Ist Herrchen oder Frauchen noch in Reichweite, kann bei Angstzuständen gleich reagiert werden. Es empfiehlt sich, den Hund zunächst  nur für ein paar Stunden abzugeben. Funktioniert das ohne Probleme, kann auch ein ganzer Tag ausgetestet werden. Besteht der Hund schließlich auch den Wochenendtest, spricht nichts mehr gegen den Urlaub ohne Hund. Allerdings sollte die Reise nicht länger als 10 Tage dauern, alles andere wäre dem Tier gegenüber verantwortungslos. Eine zu lange Trennung von der Bezugsperson bedeutet immer Stress für das Tier. Eine Liste von Hundesittern und Tierpensionen, sortiert nach Postleitzahl, ist hier zu finden.

Das macht eine gute Hundepension aus

Der wichtigste Punkt auf der To-do-Liste des Hundebesitzers ist die frühzeitige Recherche und Anmeldung. In den Urlaubsmonaten sind Tierpensionen schnell ausgebucht. Je nach Standard der Unterkunft sind mit Kosten von 10 bis 30 Euro pro Tag zu rechnen. Ein Besuch vor Ort ist die beste Möglichkeit, sich einen Eindruck zu verschaffen. Diese Checkliste hilft, eine geeignete Betreuung zu finden:
 
• Sind die untergebrachten Tiere vor Ort entspannt oder gestresst?
• Gibt es eine große Spielwiese?
• Wie viel Stunden am Tag ist für Spaziergänge geplant?
• Ist genügend Personal vor Ort (Tag und Nacht)?
• Ist das Personal ausgebildet (nach Referenzen und Zertifikaten fragen)?
• Ist das Gelände sauber und gepflegt?
• Werden die Hunde einzeln im Zwinger gehalten oder sind sie Teil eines Rudels?
• Gibt es viel Abwechslung, individuelle Betreuung?
• Haben die Hunde genügend Rückzugsmöglichkeiten
   (Ein Hund braucht bis zu 20 Stunden Ruhe am Tag)?

Den Einzug in das Zuhause auf Zeit richtig vorbereiten

Um die Eingewöhnung angenehm zu gestalten, sollte der eigene Korb mit Decke mitgebracht werden. Das gewohnte Futter sowie das Lieblingsspielzeug dürfen auch nicht fehlen. Etwas, das nach Herrchen oder Frauchen riecht, sorgt für Wohlgefühl in der fremden Umgebung. Und ganz wichtig: Die Adresse vom Urlaubsort mit sämtlichen Kontaktdaten muss hinterlassen werden.

Die Alternative: Verreisen mit dem Hund

Wer den Urlaub einfach nicht genießen kann, wenn Bello nicht mit dabei ist, für den gibt es auch andere Möglichkeiten. Laut einer Meinungsumfrage vom Forsa-Institut nehmen fast die Hälfte der Hundebesitzer (42%) ihr Tier mit in den Urlaub, 19 Prozent tun dies zumindest gelegentlich. Wer mit Hund verreist, wählt das Urlaubsziel so, dass es für den Hund geeignet ist (69%). Dieses sollte nicht zu weit vom Heimatort entfernt liegen und mit dem Auto innerhalb von ein bis zwei Tagen erreichbar sein. Nord- und Ostsee, aber auch die Alpenregion können mögliche Reiseziele sein. Flug- und Bahnreisen sind mit Hund nicht zu empfehlen.

Normale Hotels sind für den Urlaub mit dem Hund ungeeignet, da sich andere Gäste durch das Tier gestört fühlen können. Es gibt aber spezielle Hundehotels auf dem Land, wo der Hund sich austoben darf. Auch für die Besitzer ist der Anschluss an gleichgesinnte "Hundemenschen" eine schöne Erfahrung.

Sehr angenehm sind Ferienhäuser. Hier kann der Tagesablauf komplett selbst gestaltet werden und Mensch und Tier fühlen sich gleich zuhause. Laut dem dänischen Ferienhaus-Anbieter ESMARCH sind Hunde gern gesehene Gäste. Sie können ohne Aufpreis mitgebracht werden. Im Vergleich zum Hotel gibt es im Ferienhaus für den Hund weniger fremde Geräusche und keine fremden Menschen (z. B. Housekeeping) im Wohnumfeld. Der Urlaub im Wohnmobil eignet sich nicht für agile Hunde, für ältere Vierbeiner mit weniger Bewegungsdrang kann er aber auch eine Variante sein.

So wird die Autofahrt für alle stressfrei

Bei einer Autofahrt sind Zwischenstopps jederzeit möglich. Viele Pausen mit kleinen Spaziergängen und viel Wasser sollten bei der Fahrtzeit miteingerechnet werden. Gerade in den heißen Sommermonaten empfiehlt es sich, in den frühen Morgenstunden zu starten und  den hinteren Bereich des Autos vor der Sonne abzudunkeln.

Check beim Tierarzt

Vor Reiseantritt sollten die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes geprüft werden. Ein Termin beim Tierarzt ist Pflicht. Er untersucht das Tier auf seine Fitness und frischt gegebenenfalls nötige Impfungen auf. In jedem Fall sollte der Hund gechipt oder tätowiert sein und seine Hundemarke mit Kontaktadresse am Halsband tragen. Darüber hinaus muss der Hund einen gültigen EU-Ausweis für Haustiere besitzen.

Fazit: Ist der Hund gesund und neugierig, fährt er gerne Auto und fühlt sich überall daheim, spricht nichts gegen einen Urlaub mit Hund.
 
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