Gesundheitsgefahren für den Hund im Ausland | PARTNER HUND Magazin
Wo lauern welche Gefahren?

Gesundheitsgefahren für den Hund im Ausland

Die Ansteckungsgefahr mit bestimmten Erkrankungen ist in einigen Gegenden/Ländern für Hunde besonders hoch. Wo lauern welche Gefahren?
 
Gesundheitsgefahren für den Hund im Ausland © animals-digital.de
Wo lauern welche Gefahren?

Babesiose

  • weltweit, v.a. aber in den Tropen und Mittelmeerländern, Vorkommen auch in Ungarn, Süd- und Westschweiz (Region Basel)
  • Blutparasiten-Krankheit (Anämie, Atemnot, Kreislaufstörungen, Fieber), die unterschiedlich stark verlaufen kann, von der Selbstheilung bis zum tödlichen Verlauf
  • Übertragung durch Zecken
  • Prophylaxe/Vorbeugung: Zeckenbekämpfung: Sie können Floh- und Zeckenhalsbänder mit auf die Reise nehmen. Besser ist es aber, das Tier bereits vor dem Urlaub mit einem medizinischen „Haarspray“ zu behandeln, dessen Wirkstoff in die Haut eindringt und über 4–6 Wochen kontinuierlich abgegeben wird. So ist Ihr Tier für mehrere Wochen gegen Floh- und Zeckenbefall geschützt. Fragen Sie Ihren Tierarzt nach dem Spray. Spezielle Impfung: Fragen Sie Ihren Tierarzt nach einer Babesiose-Impfung. Es gibt eine Impfung, die 2–3 Monate vor der Reise vorgenommen wird und den Hund vor einem tödlichen Verlauf der Infektion schützt, und eine Impfung, die den Hund rund 4 Wochen gänzlich vor einer Infektion schützt.

Leishmaniose

  • v.a. Mittelmeerländer; Vorkommen auch nördlich der Alpen (Genfer See, Paris, Normandie)
  • nicht heilbare, in Schüben verlaufende, oft tödliche Blutparasiten-Erkrankung (häufig schwere ekzemartige Hauterscheinungen ohne Juckreiz, gestörtes Allgemeinbefinden, Fieber)
  • Übertragung durch kleine Fliegen, v.a. Sandfliegen
  • Prophylaxe/Vorbeugung: Schutz vor Fliegen: Fliegenspray, Moskitonetze; Ansteckung durch Fliegen oft an Hautwunden gebunden, daher auf peinlichste Hygiene achten (Verbände anlegen)

Ehrlichiose

  • v.a. in tropischen und subtropischen Gebieten (südlich des 45. Breitengrades) Asiens, Afrikas und der Mittelmeerländer
  • Blutparasiten-Krankheit mit Fieber, Krämpfen, Lähmungen
  • kann ohne Behandlung abheilen oder aber geht in chronischen Zustand über. Hunde extrem geschwächt, daher besonders gefährdet für gefährlichere Krankheiten und tödlicher Verlauf möglich (Schäferhunde besonders anfällig)
  • Übertragung durch Zecken Prophylaxe/Vorbeugung siehe erste Spalte – bei „Zeckenabwehr Babesiose“

Hepatozoonosis (Hepatitis)

  • v.a. Afrika, Südostasien, Indien, im Mittleren Osten, Italien und Frankreich
  • Übertragung durch den Verzehr einer bestimmten Zeckenart (Rhipicephalus sanguineus)
  • Blutparasiten-Krankheit (Fieber, Immunschwäche, Apathie, Abmagerung), die einige Hunde unbeschadet überstehen, andere wiederum nicht überleben
  • Prophylaxe/Vorbeugung: siehe oben „Zeckenabwehr Babesiose“

Filariose/Herzwurm

  • Mittelmeerländer (v.a. Spanien!), Afrika, USA, süd-liches Kanada, Australien, Neuseeland
  • Herzwurm-Erkrankung ( 3–4 Monate nach Infektion gestörtes Allgemeinbefinden, Atemnot, „innerliches Ersticken“)
  • Übertragung vor allem durch blutsaugende Insekten/ Mücken
  • Prophylaxe/Vorbeugung: Schutz vor Fliegen/Mücken, siehe oben „Leishmaniose“; Vorbeugende Therapie mit speziellem Wurmmittel. Behandlung einmal bis 30 Tage vor, dann während und noch einmal bis 30 Tage nach der Reise („innere Entwurmung“). Die Herzwürmer werden dadurch abgetötet, bevor sie aus dem Blut ins Herz des Hundes wandern können.
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