Leonbergertreffen in Wien | PARTNER HUND Magazin

Leonbergertreffen in Wien

Eine Reise nach Wien lohnt sich zu jeder Jahreszeit, sagt Barbara Kropitz, die vor sechs Jahren mit ihrem Leonberger Argo dort hinzog.
 
© Barbara Kropitz
Wien ist auch mit Hund immer eine Reise wert!

Urlaub in der Hauptstadt Österreichs

„Um alle Sehenswürdigkeiten besuchen zu können, sollte man schon mindestens eine Woche einplanen und rechtzeitig buchen. Sehr viele Hotels und Ferienwohnungen nehmen auch gerne Familien mit Hunden auf. Wer campen will: Der Campingplatz in der Lobau liegt an der Donau, und auch hier dürfen Hunde mitgebracht werden. Leider darf man nicht alle Sehenswürdigkeiten mit dem Hund besuchen, der Schloss­park und das Schloss Schönbrunn sind für Hunde verboten, ebenso der durchaus sehenswerte Zoo. Dafür gibt es in Wien viele Hundezonen und Auslaufplätze, wo sich unsere Vierbeiner richtig austoben können. In Wien herrscht generell an allen öffentlichen Orten Leinen- oder Maulkorbpflicht! In den sehr gut organisierten öffentlichen Verkehrsmitteln müssen alle Hunde Leine und Maulkorb tragen.“

Die Sehenswürdigkeoten Wiens

„In diesem Sommer trafen wir wieder unsere Freunde aus Deutschland und Frankreich, die mit ihren Leonbergern und einem Golden Retriever die Stadt besuchen wollten. Am Stephansdom umringten uns im Nu viele Hundefreunde. Leonberger sind in Österreich selten, daher fällt man mit diesen majestätischen Hunden natürlich überall auf.  Den Dom haben wir dann abwechselnd ohne Hunde besucht, er ist wunderschön, und man sollte unbedingt eine Zeit lang dort verweilen, wenn möglich, sogar eine Führung mitmachen.
Weiter gingen wir durch die schönste Einkaufsmeile der Stadt, die Kärntnerstraße und den Graben, bis zum ehemaligen Regierungssitz der Kaiser: zur Hofburg. Zur Hofburg gehören unter anderem die Schatzkammer, die Burgkapelle, die Stallburg mit den Lipizzanern der spanischen Hofreitschule und die neue Burg, die heute das Museum für Völkerkunde und die Nationalbibliothek beherbergt. Die Stallungen der Lipizzaner kann man zusammen mit dem Lipizzanermuseum besichtigen. Einen Besuch auf dem Naschmarkt sollte man auf jeden Fall machen. Er ist der bekannteste Obst- und Gemüsemarkt Wiens und bietet noch viel mehr. Er liegt am Rand der Inneren Stadt zwischen Getreide- und Kettenbrückengasse. Am Nachmittag gingen wir mit den Hunden auf die Donauinsel. Diese Insel ist etwa 11 km lang und als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Stundenlang kann man dort mit dem Hund wandern oder Rad fahren.

Auf dem Leopoldsberg

Am nächsten Tag wollten unsere Besucher Wien von oben sehen. Das Wetter versprach eine gute Weitsicht, also fuhren wir auf den Leopoldsberg. Ehemals stand dort eine von den Babenbergern erbaute Burg, geblieben ist die Leopoldskirche. Von der Aussichtsplattform hat man einen Blick über Wien. Auf dem Berg ist ein schönes, altes Restaurant, die Hunde waren gern gesehen und wurden noch vor uns mit Wasser bedient! Wer in Wien mit seinen Hunden ein Restaurant besuchen möchte, wird viele Gartenrestaurants und Cafés finden, wo er gut bedient wird; ausgesprochene Touristenplätze sollte man aber trotzdem meiden. Für einen Besuch beim Heurigen fragen Sie einheimische Wiener nach den besten Plätzen. Als Heurigen bezeichnet man den diesjährigen Wein. Die Winzer schenken diesen Wein an 300 Tagen im Jahr in den „Buschenschänken“ aus. Diese liegen am Stadtrand von Wien: Grinzing, Sievering, Strebersdorf oder Nußdorf sind nur einige dieser Orte. Der Prater ist ein riesiges Waldgebiet, das einst dem Adel zur Jagd diente. Kaiserin Maria Theresia ließ ihn für die Allgemeinheit öffnen. Mir gefällt die 4,5 km lange Prater­allee im Mai sehr gut, wenn die alten Kastanienbäume blühen. Dann geht man über einen weißen Blütenteppich. Den Wienern dient der Prater zur Entspannung: Rad fahren, joggen oder einfach in der Sonne liegen! Viele Wanderwege sind extra für Hunde ausgeschrieben, dort dürfen sie frei laufen.“

(Barbara Kropitz)
 
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