Mit dem Hund in Dalsland, Westschweden | PARTNER HUND Magazin

Mit dem Hund in Dalsland, Westschweden

Nordeuropa erkunden mit dem Hund - warum nicht? Lothar Schneider und seine Berner Sennenhündin Dana hat es bis nach Schweden verschlagen, nach Dalsland im Westen des Landes. Was die beiden dort erlebt haben, lesen Sie hier.
 
Mit dem Hund in Dalsland, Westschweden © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Urlaub mit Hund in Westschweden - warum nicht?

Die Faszination und Schönheit der nordischen Staaten ist immer wieder beeindruckend

So war es für uns klar, dass wir eines der nordischen Länder als Reiseziel wählen würden. In diesem Jahr sollte es Schweden sein und das Ferienhaus sollte hundefreundlich sein. Wir entschieden uns für ein altes Bauernhaus in Westschweden, genauer in Dalsland, westlich des Vänern-Sees.

Bereits im Januar begannen wir mit den Vorbereitungen für die Reise, die wir Anfang August starten wollten. An Formalitäten für den Hund ist nämlich einiges zu erledigen und auch die Schiffspassagen mussten rechtzeitig gebucht werden (erledigt das Reisebüro). Für die Überfahrt mitsamt PKW entschieden wir uns für die Fähren der TT-Line. Die Seereise dauert 165 Minuten und belastet Mensch und Tier so gut wie gar nicht.

Viele schöne Fährten rund ums Haus

Die Einreise nach Schweden verlief reibungslos. Der Zöllner im Trelleborger Hafen nahm das Formular über die durchgeführte Entwurmung von Dana entgegen, wünschte uns eine gute Weiterfahrt und schöne Tage. Auf der ca. 500 Kilometer langen Fahrt nach Dals-Ed mit Endpunkt Södra Böle, wo unser "Torp" lag, wurden mehrere Zwischenstopps eingelegt.

Am Ziel nutzte Dana sofort die Gunst der Stunde und unternahm Inspektionstouren rund ums Haus, zu den anliegenden Hügeln und durch die weiten saftigen Wiesen. Auch die ersten Elch-Fährten wurden gelesen. (Elche gingen nachts vor unserer Haustüre spazieren.) Alles war neu und hochinteressant. Man muss dazu wissen, dass die Grundstücke in Schweden kaum Umzäunungen haben. So erweiterte Dana ihr Territorium Tag für Tag und erfreute sich an ihrem Beobachtungsposten auf einem Hügel, wo sie alles gut überblicken konnte. Kam ein Wanderer des Weges, so wurde er von unserer friedvollen Berner Sennenhündin angemeldet und begrüßt. Die Weitläufigkeit der Natur und die anerkannten Regeln des "Jedermanns-Rechts" erlauben es in Schweden, sich mit dem Hund recht ungezwungen zu bewegen. Es sollte aber auch gesagt werden, dass es einen Leinenzwang in Gebieten mit hohem Wildbesatz gibt, der vom 1. März bis 20. August des Jahres gilt. Außerhalb dieser Zeit sollte der Hund so geführt werden, dass er jederzeit beherrschbar ist.

Unsere Dana entdeckte auf den Spaziergängen so viel Neues, fremde Gerüche, eine andere Vegetation, Kleintiere. Ob Kröten, Frösche, Schlangen, Heuschrecken oder Mäuse, sie versuchte, ob man mit diesen Wesen nicht ein Spiel riskieren könnte. Nach unseren Ausflügen mussten wir bei unserem Hund jedesmal eine "Leibesvisitation" vornehmen, ihn auf Zeckenbefall untersuchen. Da es viele dieser Parasiten gibt, gehört eine Zeckenzange unbedingt ins Gepäck des Hundes. Aber auch Flöhe hatte sich Dana geholt.

Darauf waren wir nicht vorbereitet, weil wir das Problem nicht kannten. Wir versuchten deshalb, eine Zoohandlung zu finden, die entsprechende Produkte anbietet. Das Touristenbüro zeigte uns den Weg. Die Hürde mit der Fremdsprache nahmen wir auch, denn mit der sprichwörtlichen Mentalität der Schweden, mit Geduld, Freundlichkeit und Zuvorkommenheit bekamen wir das Gewünschte. Da in solchen alten Bauernhäusern immer die Gefahr besteht, dass sich Parasiten in Holzdielen und Ritzen einnisten, ist es ratsam, auch Flohmittel in die Hundeapotheke zu packen.

Nicht alle Gaststätten sind hundefreundlich

Noch ein paar Bemerkungen zum Besuch von Gaststätten: Es gibt einige hundefreundliche Lokalitäten, wo der Hund problemlos eingelassen wurde und sogar eine Schüssel Wasser bekam. Wir haben aber auch Lokale kennen gelernt, die uns schon an der Tür zurückwiesen. Das Futter für Dana haben wir übrigens aus Deutschland mitgebracht, da uns bekannt war, dass das Markenfutter in Schweden doppelt so teuer ist wie bei uns. Hundefutter kann man aber in Geschäften und Supermärkten kaufen, die teilweise täglich bis 20 h, oft sogar bis 22 h geöffnet haben, auch samstags und sonntags.

Dalsland bietet mit seiner großartigen Landschaft, unendlichen Wanderwegen, erfrischenden Gewässern, seinen Sport- und Angelmöglichkeiten ein ideales Reiseziel. Wir hatten fast immer schönes Wetter. Es regnete witzigerweise nur donnerstags. Die netten und stets um den Gast bemühten Nachkommen der Wikinger tun ein Übriges, damit man sich in dieser Region wohl fühlt. Auch seine historischen und technischen Meisterleistungen machen Dalsland zu einer Reise wert. Dieses Stück Westschweden sorgt für Entspannung pur.

Unsere Dana wurde in den drei Wochen in ihrem Selbstbewusstsein bestärkt, das sich darin äußerte, dass sie an Wachsamkeit, Anhänglichkeit und Aufmerksamkeit dazugewann. Ein Hund gehört eben in die Mitte seines Rudels, auch und gerade während der Urlaubszeit.

Weitere Info

Prospekte und Informationen
Västsvenska Turistradet
Kungsportsavenyn 31–35, 5tr
S-41146 Göteborg
Tel. 0046/31/81 83 00
Fax +01
www.westschweden.com

TT-Line GmbH & Co.
Mattentwiete 8
20457 Hamburg
Tel. 040/3 60 12 11
www.tt-line.de
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