Madeira: Mit dem Hund auf die Insel | PARTNER HUND Magazin

Madeira: Mit dem Hund auf die Insel

Mit dem Hund auf eine Insel? Warum nicht! Günter Hempel und Dackelhündin Silka waren gemeinsam auf Madeira, der portugiesischen Insel im Atlantik. Lesen Sie hier die Reisereportage der beiden.
 
Madeira: Mit dem Hund auf die Insel © pixabay.com/rothpetra19620 (CC0 Public Domain)
Ab auf die Insel! Madeira mit dem Hund? Warum nicht!

Unser kleines Problem, dass der Hund unter der Balkonbrüstung unseres Apartments hätte durchkriechen und aus dem 5. Stock fallen können, wurde sofort gelöst. Zunächst bekamen wir von der Rezeption ein langes Brett zum Verbarrikadieren der Öffnung, aber schon nach kurzer Zeit kamen Handwerker und verglasten die lange Front, sodass unser neugieriger Hund risikolos den Weitblick bekam und nach Herzenslust Menschen, Hunde, Katzen, Schiffe und Wellen beobachten konnte. Dass der fast stündlich zwischen Hotel und Funchal verkehrende Pendel-Bus unsere Silka mitnahm, war uns inzwischen klar, aber wir wollten die Insel auch mit Linienbussen erforschen. Schon mutiger geworden, zeigten wir den Hund in seiner Reisetasche vor – und wurden hereingewinkt. Hundebeförderung auf Madeira war also kein Thema mehr für uns.

Genussvoller Weitblick

Besondere Freude bereiteten unserer Dackelhündin die Wanderungen an den Levadas. Madeira ist grüner und im Gebirge auch wasserreicher als zum Beispiel die Kanaren. Das Wasser wird in offenen Rinnen mit wenig Gefälle zu den Bananenfeldern und Terrassen-Äckern herabgeleitet. An solchen Einfassungen kann man bequem emporlaufen und wenn man erst oben ist, herrliche Ausblicke genießen. Silka betrachtete den Betonrand als Rennstrecke. Begeisterte Bergwanderer wie wir stiegen aber auch höher hinauf. In 1500 Metern befindet sich die Hochebene Paul da Serra, auf der man kilometerweit wandern kann. Empfehlenswert ist auch der Gipfelpfad vom Pico do Arreeiro (1818 m) zum Pico Ruiivo (1862 m), der eindrucksvolle Ausblicke über die Insel freigibt. Unsere faulen Tage verbrachten wir am Strand. Im November und Dezember kann man sogar noch gut im Meer baden, bei Wassertemperaturen um die 20 Grad. Natürlich muss man die einheimischen, frei lebenden Hunde Madeiras erwähnen. Es geht ihnen sehr schlecht. Sie laufen ihre Runden zu Gaststätten, bekommen auch gelegentlich ein paar Abfälle zu fressen – aber ihr Hunger ist groß. Ich kochte ihnen zweimal die Woche Nudeln mit Fleisch, damit sie sich einmal richtig satt fressen konnten. Wir hoffen sehr, dass Hundefreunde unsere Taten fortsetzen.
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