Kreta - eine Lieblingsinsel für Hunde? | PARTNER HUND Magazin

Kreta - eine Lieblingsinsel für Hunde?

Urlaub auf der griechischen Insel Kreta wurde getestet von Familie Hahn und der einjährigen Zwergpudelhündin Nina. An der Südküste der Insel herrscht eher tropisches Klima und so war es im September noch sehr heiß, teilweise bis zu 40 Grad. Lesen Sie hier den ausführlichen Reisebericht.
 
Kreta - eine Lieblingsinsel für Hunde? © pixabay.com/balzacan (CC0 Public Domain)
Der Flug nach Kreta dauert ca. 2,5 Stunden.

Kreta - eine Lieblingsinsel

Kreta ist meine Lieblingsinsel und ich kenne nach vielen Besuchen fast jedes Fleckchen. Auch im vergangenen Jahr zog es meinen Mann und mich wieder dorthin, diesmal nach Mirtos, einem Dorf an der Südküste, westlich von Ierapetra. Doch diesmal war unsere einjährige Zwergpudelhündin Nina mit dabei.

Wir buchten im Reisebüro nur den Flug München–Heraklion und einen Mietwagen. Das Quartier wollten wir uns selbst besorgen. Unser Zwergpudelchen Nina durfte mit ins Flugzeug. Wäre sie größer als Taschenformat gewesen, hätten wir sie im Frachtraum der Maschine in einer Transportbox unterbringen müssen. Das Reisebüro hatte unsere Nina auch bei der Fluggesellschaft angekündigt. Das muss sein, weil nicht mehr als 2–3 Hunde zugleich im Passagierraum sein dürfen. Danach stand einer Mitnahme des Hundes nichts mehr im Wege und Nina schlummerte in ihrer Spezialtasche (vom Zoofachhandel) 2,5 Stunden lang friedlich dem Ferienziel entgegen ... und meine Nervosiät war völlig umsonst gewesen.

Am Ziel angekommen, stand unser Mietwagen schon am Flughafen bereit. Nach einer zweistündigen Fahrt waren wir am Ziel. Blauer Himmel, blaues Meer und die weißen Häuser von Mirtos begrüßten uns. Es war überhaupt kein Problem, außerhalb der Hauptsaison dort ein Zimmer zu finden. Fast jedes Haus im Ort bietet Privatzimmer an. Wir entschieden uns für das big blue“, eine Pension am Rande des Dorfes, in Hanglage, mit einem traumhaften Blick über die Häuser und das Meer. Ein bisschen abgewohnt war unser Appartement allerdings, aber die eigene Terrasse mit herrlicher Aussicht entschädigte uns dafür. Die Besitzer der Pension, die Familie Daskalakis, besitzt selbst einen Hund, der den ganzen Tag über im Schatten döste.

An der Südküste der Insel herrscht eher tropisches Klima und so war es im September noch sehr heiß, teilweise bis zu 40 Grad. Nina und ich standen täglich um 6 Uhr früh auf und liefen auf der kleinen Straße am Meer entlang, so lange, bis die Sonne glutrot aus dem Meer emporstieg. Danach kehrten wir mit frischen Brötchen vom Bäcker, der nur drei Minuten von unserem Quartier entfernt war, in unsere Ferienwohnung zurück und genossen unser Frühstück, das wir uns in der appartementeigenen Küche zubereiteten und auf der Terrasse schmecken ließen. Mit unserem gemieteten Auto fanden wir in ca. drei Kilometern Entfernung am Strand ein lauschiges Plätzchen mit Baum, der uns den ganzen Tag über Schatten spendete. Schön war auch, dass wir dort fast den ganzen Tag alleine blieben. Hundert Meter weiter, in Tertsa, fanden wir eine Taverne, in der wir uns mittags schmecken ließen, was die Wirtin täglich frisch auftischte. Der Wirt freute sich über jeden Gast und wir fühlten uns dort wie zu Hause beim köstlichen Hauswein und bei Stifade, einem sehr guten Fleischgericht. Wenn wir abends durch unser Dorf schlenderten, dann lernte Nina auch die einheimischen Hunde von Mirtos kennen. Die Freude über die Bekanntschaft mit einem Touristenhund blieb allerdings einseitig. Die griechischen Hunde erschreckten sich eher vor unserer Kleinen und zogen sich zurück.

Schluchtaufwärts in die Berge

Abends probierten wir stets eine andere der elf Tavernen von Mirtos aus. Das Essen war überall gut und preiswert und kein Autolärm und keine Hektik störte die friedliche Atmosphäre. Der Hund war in allen Tavernen gern gesehen; die Einheimischen waren sogar ausgesprochen angetan von unserem Pudelchen. Nina ihrerseits gewöhnte sich notgedrungen an die vielen Katzen, die jedes Lokal belagerten und um Futter bettelten. Von all unseren Ausflügen gefiel uns die Wanderung durch die nahe gelegene Sarakinasschlucht (ca. 11/2 Std.) am besten. Ausgangspunkt ist das Dorf Mithi. Von dort geht es Richtung Males, bis die Straße zu einem Flußbett hinabführt. Bei der Staumauer beginnt die abenteuerliche Wanderung schluchtaufwärts. Das Wasser der Siktiberge überwindet hier in dieser Klamm die letzte Barriere auf dem Weg zum Meer. Wer den ganzen Weg geht, muss auch mal durchs Wasser waten. Am Ende ist man in völlig verschlafenen Gebirgsdörfern, wo es keine Autos gibt, wo noch wie vor Hunderten von Jahren gelebt wird, wo Oliven in der Sonne trocknen und Touristen noch neugierig beäugt werden. Den Hundebesitzern, die nach Kreta fahren, würde ich empfehlen, als Reisezeit Anfang bis Mitte Mai oder den späteren September zu wählen. Da ist es an der Südküste angenehm warm, das Meer hat bereits/noch Badetemperatur und die Strände sind so gut wie leer. In der Hauptsaison gibt es nämlich viele überlaufene Strandabschnitte, insbesondere nahe der Touristenhochburgen, an denen Hundeverbotstafeln stehen. Außerdem ist es ratsam, einen Leihwagen zu nehmen. Ohne fahrbaren Untersatz ist man in Mirtos gefangen, denn Busse nehmen Hunde nicht mit und bei Taxis muss man geschickt verhandeln (Herr Leutsch von Kedros, siehe Infokasten, kennt Taxifahrer, die Hunde befördern). Mit Leihwagen aber lässt sich die Insel problemlos erforschen. Wir wünschen allen "Partner Hund"-Lesern einen erholsamen Kreta-Urlaub und hoffen, dass sie sich dort so wohl fühlen wie wir.

Weitere Info

Spezialreiseveranstalter für Kreta-Reisen mit Hund in Privatquartieren:
Kedros-Reisen
Harald Leutsch
P.O.B. 125
GR-74100 Rethymnon/Kreta
Tel./Fax +30 831 0 54588
www.beepworld.de/members/marcogr
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren