Ein Häuschen an den Dünen in Dänemark | PARTNER HUND Magazin

Ein Häuschen an den Dünen in Dänemark

Lange Spaziergänge am Strand und viel Platz zum Toben in den Dünen. Ulrike Schwanke, Peter Hey und die Mischlingshündin Joy verbringen ihren Urlaub gerne in Dänemark. Lesen Sie hier die Reisereportage,
 
Ein Häuschen an den Dünen in Dänemark © Image courtesy of graur razvan ionut at FreeDigitalPhotos.net
Ein Häuschen mit Hund an den Dünen in Dänemark.

Urlaub in Dänemark

Vorab: Wir fahren schon seit drei Jahren nach Dänemark, immer wieder in dieselbe Region an der Nordsee, denn die Gegend ist wunderschön und lädt zu langen Spaziergängen mit dem Hund ein. Zu "unserer" Reisezeit, Ende August/Anfang September, halten sich dort nicht mehr so viele Urlauber auf und so kommt es selten zu Komplikationen. Ich muss anmerken, dass alle Bemerkungen, Joy betreffend, wenn sie mal nicht an der Leine war, ausnahmslos von Touristen ausgingen.

Ausgezeichnete Manieren

Die Dänen mögen Hunde sehr, sind außerordentlich freundlich und tolerant. Unsere Joy hat übrigens ausgezeichnete Manieren. Sie kann uns überallhin begleiten. In jedes Restaurant, in jede Kneipe und sogar ins Kino. Nur in ein türkisches Kebab-House durfte sie nicht mit. Auch in den Museen war die Mitnahme eines Hundes nicht gestattet. Unser beliebter Urlaubsort ist Langerhuse. Über die Elbe nehmen wir die erste Fähre des Tages um 6 Uhr in Wischhafen/Glücksstadt, weil der Elbtunnel in Hamburg äußerst staureich ist. So erreichen wir schon am frühen Nachmittag das Dan-Center in Vrist, wo wir die Schlüssel für unser Ferienhaus abholen. Vor dem Einzug gehen wir noch schnell in den Minimarket zum Einkaufen. Vieles bringen wir von zu Hause mit, denn die Preise in Dänemark sind wesentlich höher als in Deutschland, vor allem für Alkohol, Tabak, Kaffee, Sprit. Joy freut sich jedesmal rasend, wenn wir unser Gepäck ins Haus bringen, weil sie weiß, dass der erste lange Spaziergang am Strand bevorsteht. So ein Ferienhaus an der dänischen Nordseeküste, das bedeutet: nicht eingezäunte, naturbelassene Grundstücke, die nahe am Strand liegen und einen weiten Ausblick bieten. So kann unser Hund schon von weitem sehen, ob sich ein vierbeiniger Freund nähert. In Dänemark besteht für Hunde eine generelle Leinenpflicht. Es gibt jedoch Stellen, an denen Hunde frei laufen dürfen, vorausgesetzt, dass sie unter Kontrolle des Halters sind. Das ist einmal der Strand in der Zeit vom 1. September bis 31. März und dann die "Hundewälder", stadtnahe Waldflächen oder Randgebiete, wo die meisten Wildtiere ausgewandert sind. Dort muss man lediglich Rücksicht auf andere Wandergäste und deren Hunde nehmen.

Wasserscheue Hundedame

Zu unserer Urlaubszeit aber durfte Joy am weiten weißen Strand nach Herzenslust rennen, buddeln, mit anderen Hunden spielen. Mit dem Bad im Meer hat unsere wasserscheue Hundedame nicht viel im Sinn. Allerdings hielten auch uns Wassertemperaturen so um die 16 Grad und Quallen vom Schwimmvergnügen ab. Ein paar Retriever genossen aber die Wellen. Unsere Ausflüge führten uns zum Strandgutmuseum nach Torsminde (wo der Hund im Auto bleiben musste), nach Vejlby Klit, wo ein Vergnügungspark der dänischen Art (mit Fjordpferden, Angelmöglichkeiten, Minigolf usw.) besucht wurde, nach Lemvig, wo wir uns Fahrräder ausliehen, nach Bovbjerg, wo wir eine Bernsteinschleiferei besichtigten. Natürlich wollten wir auch Rom und Paris besichtigen, zwei kleine Orte, die man auf dem Weg von Lemvig nach Struer passiert. In der 1 Stunde entfernten Stadt Skive stellten wir fest, dass Fast Food in Dänemark genauso schlecht schmeckt wie bei uns und noch viel teurer ist. Generell sind die Preise in Dänemark deutlich höher, Essen gehen allerdings kostet etwa soviel wie hier. Ein schöner, für Joy schauriger Ausflug war der nach Moenstedt, wo wir eine Kalksteinhöhle besichtigten. Für 35 dkr pro Person und erlaubter Hundebegleitung sieht man dort riesige Hallen, die aus dem Fels gehauen wurden. Kleine Bäche plätschern neben dem Weg. Joy war sehr ängstlich in den kühlen, in schauriges Dämmerlicht getauchten Räumen. Hinter den Felsvorsprüngen vermutete Joy wohl Verdächtiges, denn zunächst wurde jede fremde Gestalt angekläfft. Erst in der kleineren Höhle von Daugbjerg fand Joy plötzlich Gefallen am Höhlenklima. Dort reift auch Wein und Käse. Beides mussten wir natürlich verkosten. Den Rückweg nahmen wir über Holstebro, wo weitere Höhlen viel Interessantes und Wissenswertes bergen. Am 7. Tag unseres Urlaubs war die Ferienzeit zu Ende, wir reinigten das geräumige Haus und verabschiedeten uns mit dem Versprechen: "Wir kommen wieder im nächsten Jahr."

Weitere Info

Prospekte und Informationen
Dänisches Fremdenverkehrsamt
20008 Hamburg
Tel.: 040/320210
Fax: 32021111
www.visitdenmark.com
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