In der Fränkischen Schweiz mit dem Hund wandern | PARTNER HUND Magazin
Reisetipps von den "Partner Hund"-Lesern

In der Fränkischen Schweiz mit dem Hund wandern

Mit ihrer Vielzahl an Flüssen und Seen, einzigartigen Felsformationen und bizarren Höhlen ist die Fränkische Schweiz für Hundehalter ein Erlebnis- und Wanderparadies. Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter, jede Jahreszeit hat hier besonderen Reiz. Eine Reisereportage von Patricia Dwucet.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Die Fränkische Schweiz hat zu für Mensch und Hund zu jeder Jahreszeit ihren besonderen Reiz.
Da wir in Fürth zu Hause sind, nutzen mein Freund Sven und ich fast jeden Monat einen Tag, um das Gebiet zwischen Fränkischer Schweiz und Fränkischer Seenplatte zu erkunden. Auch unseren Hunden macht es richtig Spaß, neue Ecken und Wege zu finden. Trotz seiner fast zehn Jahre hält unser Rottweiler Samba immer noch mit dem anderthalbjährigen Beauceron Hades und der fünfjährigen Westiemix-Hündin Luna mit. Auf unseren Ausflügen haben wir schon so einige „Lieblingsstrecken“ ausgesucht, wo sie auch in den Gaststätten herzlich empfangen werden.

Vom Werntal bis nach Greifenstein

Für diese wunderschöne Tour sollte man etwa drei bis vier Stunden einplanen – je nach Biergartenaufenthaltsdauer in der Burgklause. Beginnend bei Veilbronn im Leinleitertal geht es zunächst im Tal vorbei an der klaren Wernquelle, dann gleich den Berg hoch und der Ausschilderung folgend bis zum Aussichtspavillon. Vom dortigen Campingplatz kann man schon das Schloss Greifenstein erblicken. Im Biergarten sind auch Hunde willkommen, im Schloss leider nicht.

Von Pottenstein bis ins Klumpertal

Umschlossen von Felsen und steinigen Bergvorsprüngen bietet Pottenstein eine herrliche Wanderkulisse. Wegen der zahlreichen „Verlockungen“ unterwegs sollte man einen Ganztages-Ausflug einplanen. Parken kann man gegenüber der Tankstelle an der Hauptstraße. In Richtung der kleinen Ortschaft Schüttersmühle läuft man einen urigen Waldpfad entlang am Bach, wo Hunde sich jederzeit abkühlen können. Nun geht’s vorbei an einer Sommerrodelbahn, von wo aus man dem Waldweg bis hin zur Teufelhöhle folgt, einer der größten Tropfsteinhöhlen Bayerns. Hunde dürfen bei der 45-minütigen Führung mit hinein. Wegen der konstanten Temperatur von unter zehn Grad aber bitte nicht vergessen, eine warme Jacke einzupacken! Weiter dem Waldweg folgend kann man sich im Örtchen Schüttersmühle im gleichnamigen Gasthaus mit gut bürgerlichem fränkischen Essen stärken. Von dort aus orientiert man sich an den Wegweisern ins Klumpertal, wo sich nach kurzer Wegstrecke der Blick auf eine malerische Bach- und Seenlandschaft öffnet. Nach einer Umrundung geht es auf derselben Strecke zurück. Im unterhalb von Pottenstein gelegenen Campingplatz Bärenschlucht ( www.baerenschlucht-camping.de ) kann man übrigens direkt am Fluss in traumhafter Landschaft auch mit Hund einen Zeltplatz buchen.

Von der Riesenburg zur Kuchenmühle

Beim Aufstieg zur Riesenburg sind zwar einige Treppen zu erklimmen, dafür wird man oben mit wunderschönen Steinkulissen belohnt. Hunde sollten beim Aufstieg besser an der Leine bleiben, und wegen der Rutschgefahr sollte man den Ausflug auch nicht gerade zur eisigen Winterzeit unternehmen. Hat man oben wieder Luft geholt, kann man linkerhand weiterlaufen und kommt dann wieder nach einem steilen Abstieg hinunter zur Straße. Geradeaus weiter über die Wiese geht es über eine Holzbrücke direkt am Fluss entlang. Man kreuzt eine Straße und trifft auf die therapeutische Einrichtung Haus Aufsesstal. Dort folgt man einem Wanderweg, an dem die Kuchenmühle bereits ausgeschrieben ist. Zwischen schönen Felsformationen hindurch gelangt man entlang der Wiesenauen zum Gasthaus „Kuchenmühle“, wo man sich im Biergarten für den Rückweg wappnen kann. Für den Hin- und Rückweg sollte man rund zwei bis zweieinhalb Stunden rechnen.

Entspannen an den Fränkischen Seen

Wer mal keine Lust auf Felsen und Berge hat oder für Tage, an denen es zum Wandern zu heiß ist, kann in der idyllischen Seenlandschaft der Fränkischen Seenplatte herrlich entspannen. Am Roth- und am Altmühlsee sind sogar extra Hundestrände eingerichtet worden, wo Vierbeiner ohne Leine frei im Sandstrand umherrennen und planschen können. In der Nähe gibt es auch mobile Strandcafés, wo man mit dem angeleinten Hund ein Bierchen trinken oder kleine Snacks zu sich nehmen kann. Am größten See, dem Brombachspeicher, sind Hunde zwar nur an der Leine erlaubt und im Strandbereich verboten, aber einen Besichtigungsbesuch ist er trotzdem wert. Am angrenzenden Igelsbachsee kann der Hund hinter dem Kletterwald dann auch wieder abgeleint werden und ins kühle Nass springen. Der Igelsbachsee kann auch als kleine Wanderung auf einem Schotterweg umrundet werden.

Kurztipps

  • Gößweinstein: eine der schönsten Ortschaften der Fränkischen Schweiz. In den meisten Gaststätten und auf der Burg sind Hunde willkommen, nur in der Basilika müssen sie vor den Toren warten.
  • Geisloch bei Münzinghof und Kuh- und Pferdsloch bei Tüchersfeld: tolle Höhlentouren in Eigenregie für Abenteurer. Taschenlampe und festes Schuhwerk sind ein Muss, Hunde sollten keine Klaustrophobie haben und eventuell ein Leuchti tragen
  • Hochplateau Walberla bei Kirchehrenbach: Aussichtsplattform mit hohem Aufstieg und schönen Wandermöglichkeiten. Am Fuße des Berges gibt’s eine hundefreundliche Gaststätte
  • Druidenhain bei Wohlmannsgesees: mystischer Ort mit unheimlicher Geschichte, die man fast spüren kann
  • Wildpark Hundshaupten: naturbelassene Wildparklandschaft zwischen Bächen und Felsen, wo man Wisente, Elche, Luchse und Wölfe hautnah beobachten kann. Hunde dürfen an der Leine mit. www.hundshaupten.de


Text und Tipps von Patricia Dwucet

 
Artikel aus Partner Hund Ausgabe 05/2015. Jetzt abonnieren!
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