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Mit dem Hund auf Kreuzfahrt

Was genau macht ein Hund auf einer Kreuzfahrt? Wo geht er Gassi, wie kann er sich bewegen und herumtollen und wo bringt man ihn artgerecht unter? Erfahren Sie hier alles darüber.
 
Mit dem Hund auf große Kreuzfahrt © Pixabay: Skeeze
Bereiten Sie auch Ihren Hund auf die besondere Situation an Bord vor.

Hund an Bord – auf Kreuzfahrt mit dem besten Freund des Menschen

Hunde an Bord eines Kreuzfahrtschiffs – das klingt zuerst einmal kurios. Schiffskatzen gehörten ja immerhin jahrhundertelang zum Inventar eines jeden Schiffs. Und aus Piratenfilmen weiß man, dass sich auch ein sprechender Papagei auf der Schulter des Kapitäns immer gut macht. Aber was genau macht ein Hund auf einer Kreuzfahrt? Wo geht er Gassi, wie kann er sich bewegen und herumtollen und wo bringt man ihn artgerecht unter? Erfahren Sie in den nächsten fünf Abschnitten alles darüber, was Sie beachten müssen, wenn Sie mit Ihrem Vierbeiner zusammen die sieben Weltmeere bereisen möchten.


Welche Art von Kreuzfahrt soll es sein?

Generell ist solch eine Reise für den Hund nicht ideal. Der Stress, die unbekannte Umgebung und vielleicht auch noch Seekrankheit sind purer Stress für Ihren Hund. Gegen letzteres gibt es sogar spezielle Medikamente wie Maropitant oder Halkan. Achten Sie, wenn Ihr Hund unbedingt mitfahren soll, unbedingt darauf, dass Sie statt einer Atlantik-Überquerung vielleicht besser eine Minikreuzfahrt über ein paar wenige Tage buchen. Diese werden von allen großen Kreuzfahrtanbietern, also z. B. Royal Caribbean angeboten. Auch sollten Sie im Reiseprogramm darauf achten, dass regelmäßige Landgänge möglich sind.


Mein Hund kommt mit – was sind die Voraussetzungen?

Wenn Sie sich sicher sind, dass Ihr Hund wirklich gemeinsam mit Ihnen verreisen soll, dann besorgen Sie sich schnell die notwendigen Dokumente, die einen Hunde-Aufenthalt an Bord erst ermöglichen. Hierzu benötigen Sie den Nachweis, dass das Tier
  1. einen EU-Tierausweis besitzt
  2. gegen Tollwut geimpft ist
  3. gechippt ist, also einen Mikrochip implantiert hat
  4. kurz vor Reisebeginn eine Bandwurm- und Zeckenprävention erhalten hat
Zudem gilt: Das Wichtigste ist, dass Ihr Hund stubenrein ist. Und noch ein Hinweis für Besitzer etwas größerer Hunde. Listenhunde, auf Deutsch auch gerne als „Kampfhunde“ bezeichnet, dürfen nicht mit an Bord. Wichtig auch: Bringen Sie genug Hundefutter mit an Bord. Alleine die Küchen-Crew der Queen Mary II backt Ihrem vierbeinigen Liebling eigene Hundeplätzchen.


Zwinger statt Kabine

Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Hund bei den meisten Kreuzfahrtgesellschaften Kabinen-Verbot hat. Einige Anbieter haben einen eigenen Hundezwinger an Bord eingerichtet. Andere Fährlininen erlauben die Unterbringung im eigenen Wagen auf dem Autodeck. Hier findet dann auch, abseits von Landgängen und in einem eingegrenzten Areal, der Auslauf statt. Hinterlassenschaften sind dabei selbst zu bereinigen. Allerdings gibt es eine wichtige Ausnahme:


Das Service-Animal

Für bestimmte Tierarten gelten eigene Regeln. Service-Animals, also zum Beispiel Blindenhunde und in seltenen Fällen sogar Hilfsaffen ( Helping Hand Monkeys ) sind bei den großen Kreuzfahrtgesellschaften erlaubt. Schließlich soll an Bord der Schiffe barrierefreies Reisen für Menschen mit Einschränkungen möglich sein, um ein erstklassiges Urlaubserlebnis zu garantieren. Bei Royal Caribbean wird Blindenhunden eine 120 x 120 cm große Holzbox mit Zypressenmulch zur Verfügung gestellt. Zusätzlich finden sich an Bord moderner Schiffe wie z. B. der „ Freedom of the Seas “ alle Hinweisschilder, Aufzugsknöpfe und Speisekarten sowie die „Cruise Compass“-Bordprogramme auch in Brailleschrift.


Genaue und rechtzeitige Planung

Wenn Sie eine Kreuzfahrt mit Ihrem Haustier planen, ist die genaue Vorausplanung das A und O. Informieren Sie sich rechtzeitig über Preise, Vakanzen und Angebote, die Ihnen einen Urlaub mit Hund an Bord eines Kreuzfahrtschiffs ermöglichen. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund auch alle die Bedingungen erfüllt, die für einen Landgang in einem der europäischen oder außereuropäischen Häfen gelten. Bereiten Sie auch Ihren Hund auf die besondere Situation an Bord vor. Ihr Tier sollte, auch in Stresssituationen in der Lage sein, seine Aufmerksamkeit alleine auf Sie zu richten. Das Tier muss sich sicher fühlen in ihrer Gegenwart, damit es nicht panisch reagiert, wenn es auf große Gruppen anderer Passagiere trifft.
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