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Tipps für Hundehalter – Fitness steigern und Hund begeistern

Hunde brauchen viel Bewegung. Wie hoch der Drang ist, hängt vom Alter und der Rasse ab. Für aktive Menschen können Sie daher der perfekte Fitness-Partner sein. 
 
Hunde brauchen Bewegung © pixabay: 825545 (CC0 Public Domain
Viele Sportarten lassen sich gemeinsam mit dem Hund ausüben

Tipps für Hundehalter – Fitness steigern und Hund begeistern

Der Partner mit der kalten Schnauze ist oftmals treuer Begleiter in allen Lebenslagen. Gern kuscheln sich Hundebesitzer mit ihren vierbeinigen Freunden gemütlich auf die Couch oder entspannen sich im Sommer gemeinsam im Garten. Einen „faulen Hund“ gibt es in Wirklichkeit jedoch nur im Sprichwort. In Wirklichkeit kann der eigene Hund perfekt den persönlichen Fitness-Coach und Trainingspartner ersetzen.


Die vierbeinigen Abenteurer verfügen über einen natürlichen Bewegungsdrang. Gemeinsamer Sport kann dabei richtig viel Spaß machen.
 

Hunde brauchen viel Bewegung

Eigentlich sind Hundehalter per se bewegungsfreudige Menschen, denn ihr Freund auf vier Pfoten muss täglich vor die Tür. Allerdings nicht nur, um draußen sein Geschäft zu verrichten, sondern weil er über einen natürlichen Bewegungsdrang verfügt. Der Auslaufbedarf hängt hier von Alter und Rasse des Hundes ab. Hundesport und Bewegung sind aber in jedem Alter gut:
  • Welpen: Welpen und junge Hunde bis 9 Monate ermüden schneller als ihre ausgewachsenen Artgenossen, entwickeln aber einen enormen Entdeckungs- und Spieltrieb. Sie sollten mehrmals am Tag eine Runde von 15 bis 30 Minuten laufen, in die stürmische und ruhige Abschnitte eingebaut werden.
  • Ausgewachsene Hunde: Zweimal am Tag eine Stunde Auslauf gilt als Daumenmaß für erwachsene Hunde von durchschnittlicher Größe. Ob es etwas weniger sein kann oder viel dynamisches Spiel angeboten werden sollte, richtet sich nach Alter und Rasse des Hundes. Ein Mops benötigt hier wesentlich weniger Training als ein Windhund.
  • Senioren: Irgendwann kommt auch der beste Freund des Menschen in die Jahre und ist nicht mehr ganz so flott unterwegs. Während große Hunde durchschnittlich eine Lebenserwartung von 11 Jahren haben, werden kleine Exemplare teilweise über 17 Jahre alt. Wann die Zeit gekommen ist, einen Gang zurückzuschalten, zeigt ein Hund selbst an – wenn man ihn das Tempo bestimmen lässt.

 

Gemeinsam fit halten und Spaß haben

Es ist erstaunlich, wie gut selbst kleine Hunderassen mit ihren durchschnittlich sportlichen Besitzern mithalten können. Große Vierbeiner auszupowern , gelingt Herrchen oder Frauchen teilweise nur mit fahrbarem Untersatzes. Folgende Sportarten machen Hund und Halter gleichermaßen fit:
  • Joggen: Wenn der Mensch nur mäßig trainiert ist, kann gar ein Chihuahua mit ihm Schritt halten – joggen ist also perfekt für beide Parteien. Wer in freier Natur unterwegs ist, sollte seinen Vierbeiner dabei gut abrufen können oder ihn an eine spezielle Joggingleine nehmen. In der Brut- und Setzzeit von April bis Juli gilt für Hunde in Wald und Feld ohnehin an vielen Orten Leinenpflicht. Die Joggingleine wird um die Hüfte des Läufers geschnallt und verfügt über einen flexiblen Einsatz, der die Bewegungsübertragung absorbiert. Ohne Federung reicht im vollen Lauf allein das ruckartige Losspurten eines mittelgroßen Hundes, um den Läufer plötzlich zu Fall zu bringen.
  • Radeln: Mit dem Rad kann Mensch auch die ganz laufstarken Hunde müde machen und dabei selbst fit werden. Der Hund läuft entweder frei neben dem Fahrrad oder ist an einer speziellen Halterung angeleint. Kleine, ältere und sehr junge Hunde freuen sich, einen Teil der Radtour im Fahrradkorb oder im Anhänger zu verbringen. Auch hier gibt es spezielle Halterungen, die verhindern, dass Bello während der Fahrt abspringt.
  • Ballsport: Manche Hunderassen sind besonders geeignet für Spiele mit dem Ball – Retriever apportieren für ihr Leben gern, während Australian Shepherds geschickt im Fangen aus der Luft sind. Der Mensch kann dabei seinen Wurfarm trainieren oder mit seinem Vierbeiner Fußball spielen. Beliebt sind auch Frisbee-Spiele für Hunde, die neudeutsch „Disc Dogging“ genannt werden. Selten klappen diese Aktivitäten auf Anhieb; meist muss der Hund durch Belohnungen lernen, was von ihm verlangt wird.
  • Schwimmen: Perfekt für die heiße Jahreszeit – viele Hunderassen sind exzellente Schwimmer und begleiten ihre Besitzer liebend gern ins kühle Nass. Das kann entweder im nahegelegenen Badesee passieren oder an der Küste, wo es teilweise ausgewiesene Hundestrände gibt. Rücksichtnahme auf die anderen Badegäste und das Entfernen eventueller Hinterlassenschaften des Hundes sollten dabei selbstverständlich sein.
  • Dogdancing: Hier tanzen Hund und Herrchen nicht etwa einen Walzer, es geht vielmehr darum, zusammen bestimmte Bewegungsfiguren auszuführen. Der Hund läuft zwischen den Beinen des Besitzers vor und zurück, springt durch seine zum „U“ geformten Arme oder gar über die Schultern des knieenden Herrchens.

 

Was ist dabei zu beachten?

Bevor Mensch und Hund gemeinsam losspurten, sollten noch einige Aspekte berücksichtigt werden:
  • Sich nicht überbelasten: Für den Menschen gilt es, sich beim Hundesport nicht überzubelasten. Wer mit hochrotem Kopf und nach Luft schnappend durch den Wald rennt, hat schlichtweg keinen Spaß an der Unternehmung und schadet seiner Gesundheit. Zudem haben überanstrengte Hundehalter ihren tierischen Anhang in Gefahrensituationen eventuell nicht mehr so gut im Griff.
  • Welcher Hund für welchen Sport: Das Alter und die Rasse eines Hundes bestimmen grundlegend, wie viel Bewegung er maximal leisten kann. Bassets und Englische Bulldoggen sind schlichtweg nicht für kilometerlange Radtouren geschaffen, beweisen dafür aber in Such- und Zerrspielen ihre Qualitäten. Labradore sind für die Wasserjagd gezüchtet worden, schwimmen also für ihr Leben gern. Australian Shepherds und Jack Russel Terrier lassen sich häufig mit Bällen oder dem Erlernen von Kunststücken begeistern. Wer mit seinem vierbeinigen Freund viel Freude haben möchte, sollte sich in der Auswahl des Trainingsprogramms auch an seinen natürlichen Talenten orientieren.
Sicherheit: Wer mit seinem Hund in freier Natur aktiv ist, sollte gewährleisten, dass seinen Mitmenschen dabei kein Schaden entsteht. Läuft der eigene Hund ohne Leine, muss er perfekt „bei Fuß“ gehen können und schnell abrufbar sein – ansonsten kann es zu Kollisionen mit anderen Joggern und Radfahrern kommen. Dabei geht es nicht allein um die Unfallgefahr, sondern auch darum, dass nicht jeder Mensch begeistert ist, wenn 50 Kilo spielwütiger Schäferhund oder zwei giftig kläffende Zwerge auf ihn zustürmen.


Das Maß an Bewegungsdrang hängt mitunter auch immer von der Hunderasse ab. Windhunde und Huskys brauchen mehr Bewegung als ein Mops oder Pudel.


Fazit

Hunde lieben die Bewegung an der frischen Luft – das ist naturgegeben. Als Hundehalter kann man sich diesen Drang prima zunutze machen, um selbst fitter zu werden. Dann ist der eigene Vierbeiner nicht nur der Fußwärmer auf dem Sofa, sondern auch der Motivationscoach an der Joggingleine.

 
Fotos: 
sevenpixx (CC0-Lizenz)/ pixabay.com, Heis (CC0-Lizenz)/ pixabay.com
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