Mit Hund ins Gebirge | PARTNER HUND Magazin
Ratgeber

Mit Hund ins Gebirge

In den Bergen gelten eigene Regeln, die ein Wandersmann mit Hund unbedingt beachten sollte. Dabei ist eine gute Vorbereitung schon die halbe Miete auf dem Weg zum Gipfel.
 
Mit dem Hund zum Wandern © Thomas Brodmann / animals-digital.de
Gut gepackt auf auf Wandertour. Zubehör für den Hund, wie Leinen und Notfall-Apotheke gehören mit in den Rucksack

Damit die Bergtour nicht zum Alp-Traum wird

Wer mit seinem Hund einen Ausflug in die Berge plant, muss sich gut vorbereiten. So gehören in den Wanderrucksack nicht nur der eigene Proviant, Fernglas und Wanderkarte, sondern auch einiges Zubehör Ihres vierbeinigen Begleiters. An erster Stelle stehen natürlich Halsband und Leine. Besser noch als ein Halsband ist im Gebirge ein Geschirr. Nehmen Sie außerdem lieber zwei Leinen mit: eine lange zum Wandern und eine kurze für eine eventuelle Rast auf der Alm. An Halsband oder Geschirr sollten Sie unbedingt eine Plakette oder kleine Kapsel mit Ihrer Adresse anbringen: Machen Sie nur einen Tagesausflug, genügt Ihre Heimatadresse; verbringen Sie aber Ihre Ferien in den Bergen, empfiehlt sich zusätzlich die Urlaubsadresse mit der Dauer Ihres Aufenthaltes. Nicht vergessen dürfen Sie natürlich eine kleine Notfall-Apotheke für Herr und Hund: Neben einer Zeckenzange, Desinfektionsmittel, Heil- und Wundsalbe sind Pinzette, Pflaster und Verbandsmaterial wichtig. Außerdem ein spezieller Gummischuh, sollte eine Hundepfote durch die scharfkantigen Gebirgssteine verletzt werden. Da eine Wanderung nicht nur Sie hungrig und durstig macht, denken Sie auch an einen kleinen Snack, eine Wasserflasche und ein Schälchen für Ihren Vierbeiner. Planen Sie eine Mehrtagestour, vergessen Sie Futter, Decke oder Körbchen sowie Handtücher nicht, um den schmutzigen oder nassen Hund auch mal abputzen zu können.


Konditionstraining für Mensch und Hund

Zu einer guten Vorbereitung gehört ein angemessenes Konditionstraining. Trainieren Sie Ihren bellenden Begleiter mit immer länger werdenden Spaziergängen, die erst stundenweise ausgedehnt, dann Halbtagsausflüge und schließlich Tagestouren werden. Selbst wenn Sie schon ein geübter Bergfex sind, berücksichtigen Sie bitte unbedingt auch Größe und Alter Ihres Hundes. Für einen Welpen ist eine Bergtour beispielsweise noch zu anstrengend; trotzdem könnten Sie auch ihn in einem Rucksack mitnehmen und nur streckenweise laufen lassen. Erkundigen Sie sich unbedingt vor einer Tour genauestens über deren Schwierigkeitsgrad und die Beschaffenheit des Geländes. Richtige Klettersteige sind für Wanderungen mit Hund ungeeignet. Zwar können wir Zweibeiner uns auf solchen Routen anseilen und sichern, bei Hunden ist dies jedoch schwierig. Sind nun diese Vorbereitungen abgeschlossen, steht Ihrem Aufbruch nichts mehr im Weg. Beachten Sie aber noch, dass Ihr Vierbeiner nie mit vollem Magen wandern soll.
 
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren