Hund und Fahrrad | PARTNER HUND Magazin

Hund und Fahrrad

Fahrradfahren ist nicht nur für den Menschen gesund, auch der Hund freut sich, wenn er nebenherlaufen und mal richtig Gas geben kann. Allerdings sollte man es mit dem Fahrradfahren nicht übertreiben, weil der Hund sonst immer längere Strecken braucht, um ausgelastet zu sein.
 

Es beginnt mit dem Kommando „Bei Fuß“

Sie könnten das Pech haben, dass der Hund immer weiter und immer länger laufen muss, um richtig ausgelastet zu sein. Arbeitshunde wie Jagd- oder Hütehunde sind mit Laufen alleine ohnehin nicht zufrieden, weil es für sie eine stupide Angelegenheit ist. Solche Hunde sollten Sie zusätzlich beschäftigen. Deshalb empfehle ich statt Radfahren: Machen Sie lieber einen schönen interessanten Spaziergang in der Natur mit Gehorsamsübungen, Apportier- und Suchspielen, mit Schauen, Schnüffeln, Laufen, Gehen, Stehen, Hören, Beobachten ... das ist es, was das Hundehirn auslastet und den Hund letztendlich zufriedener und müder macht als ein Langstreckenlauf. Und für die eigene Fitness ist Bewegung zu Fuß doch auch besser. Aber nun zum Fahrradfahren mit dem Hund: Es beginnt bei Mensch und Hund zu Fuß mit einer Bei-Fuß-Übung an einer mindestens drei Meter langen Leine. Die Übung ist perfekt, wenn die Leine durch durchhängt. Wechseln Sie also so lange die Richtung, bis der Hund nicht mehr vorne, sondern neben Ihnen ist ... und dann loben, loben, loben und belohnen. Studieren Sie aber den Bei-Fuß-Befehl nicht auf diese fragwürdige turniermäßige Weise ein – also so, dass der Hund Sie dabei ansehen muss (wer kann schon vernünftig gehen, wenn er dabei schräg nach oben in die Luft guckt). Es genügt also, wenn der Hund lässig neben Ihnen geht bzw. joggt.

Zuerst muss alles beim Gehen klappen

Dann brauchen Sie noch unbedingt den „Stopp“- und den „Wir gehen weiter“-Befehl. Und, wie gesagt, das alles muss zu Fuß klappen (immer tüchtig loben und belohnen), bevor Sie aufs Fahrrad steigen. Und dann kann’s losgehen, aber bitte zunächst im Schritt. Tempo und Entfernung werden nur langsam gesteigert. Und bedenken Sie bitte: Da unten ist kein Fahrtwind (die Abgas- Konzentration ist stärker), der Hund hat Fell, und er kann nicht schwitzen. Er muss körperlich eine Menge leisten, während der Radfahrer nur lässig die Pedale bewegt.

Rücksicht auf Alter, Fitness und Hitze

Nehmen Sie Rücksicht auf sein Alter, seine Fitness und die Lufttemperatur, sonst wird so ein Radausflug zur Tierquälerei. Fahren Sie keine Langstrecken mit einem Hund, der nicht vollständig gesund und erwachsen, also mindestens 15 bzw. 18 (je nach Größe) Monate alt ist. Auf Nummer Sicher gehen Sie übrigens, wenn Sie am Hinterrad rechts einen „Springer“ (den gibt es im Versandhandel oder Zoofachhandel) anbringen lassen. Damit hängt der Hund sicher und genau dort, wo er soll, und Sie haben beide Hände fürs Lenkrad frei. So können Sie auch einmal eine Fahrt an einer Autostraße riskieren.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren