Hunde-Biathlon | PARTNER HUND Magazin

Hunde-Biathlon

Hunde-Biathlon ist eigentlich ein Vielseitigkeitswettbewerb für Diensthundeführer. Als Sport für jedermann ist diese Sportart ein Spaß für Menschen und Hunde, die Freude am Laufen haben.
 
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Fitness- und Teamförderung

Die Schweizer Armee wollte einen Vielseitigkeitswettkampf schaffen, in dem Sportler vieler Nationen ihre Kräfte messen können. Der Diensthunde-Biathlon besteht aus einem Geländelauf zwischen sechs und etwa elf Kilometern mit angeleintem Hund. Die Laufstrecke ist mit Fähnchen und Bändern deutlich markiert. Unterwegs muss man 15 natürliche und künstliche Hindernisse wie z.B. Überklettern einer kleinen Mauer, Kriechen durch Röhren, Übersteigen von Autos, den Hund über alte Autoreifen tragen, bewältigen. Die Fantasie eines Streckenbauers kennt kaum Grenzen. Es muss nur machbar und ungefährlich sein. Außerdem muss der Hundeführer auf dem Fahrrad mit angeleintem Hund eine Strecke von ca. 500 m zurück legen und mit der Pistole acht bis zehn Wertungsschüsse abgeben. Es dürfen dabei nur auf den Schießplätzen bereitgelegteWaffen und Munition verwendet werden. Weiterhin muss der Hund ein Wasserbecken, einen Teich oder ein spezielles Hindernis ohne Leine durchqueren und am letzten Hindernis die Flucht eines Scheintäters verhindern.

Was ist das Besondere am Hunde-Biathlon?

Alles zählt. Die Kondition des Hundes und des Führers, die Team-Arbeit, die Bereitschaft des Hundes zum Ziehen während des Laufes und die Treffsicherheit beim Schießen. Richterentscheide spielen hingegen keine Rolle.

Welche Hunde eignen sich für diesen Sport?

Ideal ist ein relativ schlanker, kräftiger, spritziger Hund einer größeren Rasse. Er sollte gut führbar und umgänglich sein. Beim Diensthunde-Biathlon ist ein ausgesprochener Schutztrieb unumgänglich. Hunde Biathlon ohne Schutzdienst, manchmal Sporthunde-Cross genannt, kann grundsätzlich mit jedem Hund bewältigt werden. Ein ganz kleiner Hund wird zwar kaum genügend ziehen können, hat aber Vorteile, wenn er z.B. über kurze Strecken getragen werden muss. Außerdem ist er bei den niederen Hindernissen und beim Untendurchkriechen vermutlich flinker. Ganz große und schwere Hunde haben sicher Einschränkungen in der Kondition und ihre Besitzer wahrscheinlich beim Tragen. Wenn man aber mit der Einstellung startet, dass Mitmachen vor dem Rang zählt, ist grundsätzlich vieles denkbar.

Wie sieht das Training aus?

Am besten geht man mit dem Hund öfters joggen. Dabei kann der Hund eine Art Schlittenhundegeschirr und eine Leine  um den Bauch herum gebunden haben. Dadurch können beim Laufen die Arme frei schwingen. Im Wettkampf soll der Hund dann kräftig auf Kommando ziehen. Das muss trainiert werden. Der Hund sollte links, rechts und, wenn es steil bergab geht, „langsam“ kennen. Es schadet nicht, den Hund beim täglichen Spaziergang gelegentlich auf einen Holzstoß springen zu lassen oder ihn durch eine Röhre zu schicken. Den Rest kennt er vom Hundetraining im Hundeklub. 

Was zieht man dazu an?

Die zivilen Anlässe werden in Sportbekleidung mit Turnschuhen ausgetragen. Im Diensthunde-Biathlon wird in Uniform bzw. im Arbeitsanzug (lange Hosen, T-Shirt und Turnschuhe) ohne Kopfbedeckung und Waffe gestartet. Die Startnummer muss während des ganzen Laufes gut sichtbar getragen werden. Der Diensthund ist mit normalem Halsband zu führen. Stachelhalsbänder oder Ähnliches sind nicht zugelassen. Das wird am Start kontrolliert.

Was sind die häufigsten Fehler?

Wenn man die Hindernisse zu hektisch passieren will, geht es sicher „in die Hose“. Es ist wichtig, die jeweilige Aufgaben ruhig anzugehen und dazu immer das passende Kommando zu verwenden, z.B. „Sprung“, wenn der Hund springen soll, oder „Tunnel“, wenn er durch eine Röhre oder ein anderes vergleichbares Hindernis kriechen soll.
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