Zwergschnauzer | PARTNER HUND Magazin

Zwergschnauzer

Der Zwergschnauzer wird offiziell seit 1880 gezüchtet und soll Überlieferungen zufolge ursprünglich aus dem Raum Frankfurt am Main stammen. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Zwergschnauzer.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Zwergschnauzer war bei Bauern nicht nur als Wachhund, sondern auch als Katzenersatz beliebt.

Zwergschnauzer

 
Widerristhöhe: 30 bis 35 cm
Gewicht: 4 bis 8 Kilo
Alter: 14 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: rauhaarig
früher: Haus- und Begleithund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. (Sektion 1 Pinscher und Schnauzer)
Der Zwergschnauzer wird offiziell seit 1880 gezüchtet und soll Überlieferungen zufolge ursprünglich aus dem Raum Frankfurt am Main stammen. Es handelt sich um eine sehr alte Rasse: Hunde, die aussehen wie der Zwerschnauzer, wurden bereits auf Gemälden aus dem Mittelalter abgebildet. Sie sollen aus dem mittelalterlichen Biberhund und Schäferhunden entstanden sein und dienten als Wach- und Begleithunde. Als die Zucht der Rasse offiziell aufgenommen und beurkundet wurde, hat man den Zwergschnauzer noch als "rauhaarigen Zwergpinscher" bezeichnet.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Zwergschnauzer ist klein, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhaarig und elegant: eben ein verkleinertes Abbild des Schnauzers. Das rauhaarige Fell gibt es in folgenden Farben: Schwarz, Pfeffer-Salz, Schwarz-Silber, Weiß.

Verhalten und Charakter

Der Zwergschnauzer ist tatsächlich ein Schnauzer im Mini-Format: Er ist genauso wie der große Bruder sehr wachsam, folgsam und intelligent. Diese Eigenschaften werden durch das typische Temperament und Gebaren eines Kleinhundes ergänzt. Er ist also ein pfiffiger kleiner Kerl, der unterhalten werden will und im Gegenzug für eine Menge Spaß in seiner Umgebung sorgen wird. Langweilig wird es den Menschen mit diesem Begleiter sicher nicht. Zusammengefasst heißt das: Der Zwergschnauzer ist sehr lebhaft und aufmerksam, wachsam, aber auch freundlich und gefällig.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Das Bewegungsbedürfnis dieser Rasse ist ausgesprochen hoch. Das kleine Energiebündel liebt Spaziergänge, Ballspiele, Suchspiele, Apportieren, Fährtensuche, Laufen, Schwimmen und das alles bitte mehrere Stunden am Stück. Aufgrund seiner Intelligenz lernt er Kunststücke gerne und schnell. Solange er genügend Bewegung hat, kann er auch in einer Wohnung gehalten werden. Wer sich nicht mehrere Stunden am Tag mit ihm bewegen will, sollte lieber Haus und Garten mitbringen, wo sich der Zwergschnauzer auch selber beschäftigen und frei bewegen kann.

Erziehung

Der Zwergschnauzer ist sehr gelehrig, erwartet aber auch Abwechslung statt ewig gleichen Drill. Genauso wie seine großen Brüder reagiert er auf Grobheiten seines Besitzers sehr verstört. Dass er sehr verspielt ist und Training als eine Art Spielstunde betrachtet, erleichtert die Sache aber ungemein. Der Zwergschnauzer will seinem Menschen außerdem gefallen und wird deshalb begeistert mitarbeiten, ohne dass er dazu gezwungen werden muss.

Pflege

Man sollte den Schnauzer einmal in der Woche kämmen und regelmäßig trimmen. Die regelmäßige Fellpflege ist wichtig, damit die abgestorbenen Haare, die sich sonst in dem rauen Umfeld verfangen, entfernt werden. Dafür eignet sich eine härtere Bürste. Auch der Bart muss immer wieder in Form gebracht werden, damit der Zwergschnauzer sein typisches Aussehen nicht verliert.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Er neigt dazu, wenig Tränenflüssigkeit zu produzieren, was zu Entzündungen und Infektionen führen kann. Auch PL (lockere Kniescheibe) kann vorkommen.

Hätten Sie's gewusst

Der Zwergschnauzer war bei Bauern nicht nur als Wachhund, sondern auch als Katzenersatz beliebt. Er bewachte nicht nur das Vieh, sondern jagte mit Begeisterung Ratten und Mäuse. Der Bauer war nicht nur das Ungeziefer los, sondern sparte sich auch noch das Futter für seinen "Mitarbeiter".


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Pinscher-Schnauzer-Klub e.V. Geschäftsstelle
Barmer Straße 80
42899 Remscheid, Deutschland
Tel.: 0 21 91 9 83 04 11
Fax: 0 21 91 9 83 04 12
E-Mail: info@psk-pinscher-schnauzer.de
Internet: www.psk-pinscher-schnauzer.de
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