Zwergpinscher | PARTNER HUND Magazin

Zwergpinscher

Zwergpinscher werden auch als Rehpinscher, Minipins, Minidobermann, Minipinscher und Miniaturpinscher bezeichnet. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Zwergpinscher.
 
© Hilla Heyn
Rot oder schwarz-rot sind die Farben der Zwergpinscher. In Deutschland sind Steh- oder Klappohren erwünscht.

Zwergpinscher

 
Widerristhöhe: 25 bis 30 cm
Gewicht: 3 bis 5 Kilo
Alter: 15 bis 18 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: kurz, glänzend
früher: Haus- und Begleithund
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer- Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
1895 wurde der erste Pinscher-Klub gegründet, der bis heute für den Rassestandard dieser Rasse verantwortlich ist. Bekannt und beliebt ist dieser Hund aber schon länger. So wurde der Zwergpinscher schon um die Jahrhundertwende in großer Zahl gehalten, und das Zuchtbuch von 1925 belegt bereits 1.300 Eintragungen. Aus den vielen Farbvarianten züchtete man, wie beim Deutschen Pinscher, die Farben Schwarz mit helleren Abzeichen und Einfarbig rote bis brauntönige Tiere heraus.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Zwergpinscher ist eine Mini-Ausgabe des Deutschen Pinschers mit einem muskulösen, quadratischen Körperbau. Fellfarben: Hirschrot, Rot-Braun bis Dunkel-Rot-Braun und Schwarzrot.

Verhalten und Charakter

Lebhaft, temperamentvoll, selbstsicher und ausgeglichen. Dies alles macht ihn laut Rassestandard zu einem angenehmen Familien- und Begleithund. Der Zwerpinscher ist aber trotz seiner geringen Größe sicher kein Spielzeug: Er ist extrem wachsam und hat eine niedrige Reizschwelle. Er ist ein aktiver und intelligenter Hund, der leider häufig unterschätzt wird. Eine Besonderheit dieser Hunde ist außerdem, dass sie sich bevorzugt an eine Person anschließen und dann auch nur diese als Rudeloberhaupt akzeptieren.

Beschäftigungs und Bewegungsbedürfnis

Wer den Zwergpinscher wie einen niedlichen Kleinhund behandelt, wird bald sein blaues Wunder erleben. Dieser Hund lechzt trotz seiner Größe nach Auslauf und Abwechslung. Zwar braucht er nicht so viel Auslauf wie ein großer Jagdhund, aber doch deutlich mehr als andere Hunde seiner Größe. Doch er will nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Sein Besitzer muss ihn nicht nur toben, sondern ihn auch arbeiten lassen. Wird ihm dies verwehrt, "bedankt" er sich in der Regel mit Verhaltensproblemen. Diese Rasse hat also ein großes Bewegungs- und Aktivitätsbedürfnis, dem man unbedingt gerecht werden muss. Wer sich das alleine nicht zutraut, kann sich gerne einer Gruppe anschließen, dort werden die Zwergpinscher sich hervorragend einfügen. Und Hundesportarten wie Dogdancing lieben sie ohnehin.

Erziehung

Der Zwergpinscher braucht eine klare Führung durch seinen Besitzer, Gehorsam sollte regelmäßig geübt werden. Zwei typische Probleme gibt es beim Zwergpinscher: seine Wachsamkeit und seine niedrige Reizschwelle. Wird er nicht richtig sozialisiert und erzogen, kann das bedeuten, dass man einen aggressiven Kläffer im Haus hat. Wer die Erziehung aber von Anfang an professionell anpackt – z.B. mithilfe einer Hundeschule – ,wird solche Probleme nicht haben, sondern einen aufmerksamen und sehr lernwilligen Hund erleben.

Pflege

Die Rasse hat ein kurzes und pflegeleichtes Fell. Das kurze Fell hat allerdings keine Unterwolle. Das bedeutet, dass man diesen Hund keinesfalls längere Zeit kalten Temperaturen aussetzen sollte. Alternativ sollte man dem Zwergpinscher für den Spaziergang eine Hunde-Jacke überziehen.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Eine Besonderheit dieser Rasse ist ihre Kälteempfindlichkeit, insbesondere die Ohren sind sehr gefährdet, Erfrierungen zu erleiden. Vereinzelt soll es auch Herzprobleme bei diesen Hunden geben. Auch PL (lockere Kniescheibe) kann vorkommen.

Hätten Sie's gewusst

Zwergpinscher werden auch als Rehpinscher, Minipins, Minidobermann, Minipinscher und Miniaturpinscher bezeichnet.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Pinscher-Schnauzer-Klub e.V. Geschäftsstelle
Barmer Straße 80
42899 Remscheid, Deutschland
Tel.: 0 21 91 9 83 04 11
Fax: 0 21 91 9 83 04 12
E-Mail: info@psk-pinscher-schnauzer.de
Internet: www.psk-pinscher-schnauzer.de
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