Yorkshire Terrier | PARTNER HUND Magazin

Yorkshire Terrier

Seinen Namen verdankt der kleine Terrier der Grafschaft Yorkshire in Großbritannien, wo er bereits Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet wurde. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Yorkshire Terrier.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Yorkie erfordert Konsequenz in der Erziehung.

Yorkshire Terrier

 
Widerristhöhe: 22 bis 24 cm
Gewicht: 2,4 bis 3,1 Kilo
Alter: 15 Jahre
Ursprungsland: Großbritannien
Fell: lang, glatt
früher: Gesellschaftshund
 
  • Bewegungsdrang: gering
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: gering
  • Klassifikation: FCI Gruppe 3: Terrier, Sektion 2: Zwergterrier
Seinen Namen verdankt der kleine Terrier der Grafschaft Yorkshire in Großbritannien, wo er bereits Ende des 19. Jahrhunderts gezüchtet wurde. Zu seinen Vorfahren sollen unter anderem der Malteser und der Sky Terrier zählen. Damals war der Yorkshire Terrier aber noch nicht als Begleiter der Damenwelt in Mode, sondern wurde hauptsächlich zur Ratten- und Kaninchenjagd eingesetzt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Yorkshire Terrier ist klein, kompakt und adrett, hat eine aufrechte Haltung und einen gut proportionierten Körper. Dieser ist durch ein langes und glattes Fell bedeckt, der Scheitel reicht von der Nase bis zur Rutenspitze. Das seidige und sehr feine Fell hat eine satte, goldene Tan-Farbe und darf laut Rassestandard nicht wellig sein. Die tan-farbenen Haare sind an der Wurzel dunkel und werden zur Spitze hin immer heller.

Verhalten und Charakter

Nur Unwissende bezeichnen ihn abfällig als "rennendes Haarteil“. Einen echten Yorkshire-Freund kann so etwas nicht erschüttern: Weiß er doch, dass sein kleiner Vierbeiner das Herz und den Mut eines Löwen hat. Wenn es darauf ankommt, ist der Yorkshire Terrier ein ganz großer Kämpfer, der Haus und Familie verteidigen wird. Er ist klein, zugleich aber ein richtiger Terrier. Er buddelt mit Leidenschaft und Ausdauer nach Nagern, kann mutig und ein ziemlicher Sturkopf sein und ist anderen Hunden gegenüber auch mal richtig frech. Die meisten Besitzer wissen, dass sich ihr Hund für viel größer hält, als er eigentlich ist.

Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis

Ein Yorkshire Terrier passt sich seiner Familie an. Wenn sein Mensch nicht viel von Bewegung hält, dann liegt er ebenfalls faul auf dem Sofa – was nicht heißen soll, dass er überhaupt keinen Auslauf braucht. Drei Mal täglich muss auch er vor die Tür, außerdem braucht er Abwechslung und soziale Kontakte zu anderen Hunden, um glücklich zu sein. Wenn sein Besitzer sehr aktiv ist, läuft er auch meilenweit mit und erklimmt höchste Berge. Da in ihm das Blut eines echten Terriers steckt, sollte man ihn im Freien nicht aus den Augen lassen: Manchmal geht der Yorkshire noch ganz gerne auf die Jagd. Besser ist es also, ihn mit anderen Aktivitäten auszulasten.

Erziehung

Der Yorkie erfordert Konsequenz in der Erziehung. Obwohl er so klein ist, träumt er davon, die Rudelführung zu übernehmen. Oft sind gerade kleine Hunde sehr aggressiv, weil ihre Besitzer glauben, aufgrund der Größe auf eine ernsthafte Erziehung verzichten zu können. Das Gegenteil ist der Fall: Gerade kleine Hunde übertreiben es oft mit ihrem Dominanzgehabe, weil sie Angst haben, sonst nicht ernst genommen zu werden. Darauf muss man früh einwirken. Und ein Terrier muss unbedingt gut erzogen werden, egal wie klein er ist.

Pflege

Da diese Vierbeiner keinen Haarwechsel kennen wie andere Rassen, ist das ein erheblicher Pflegevorteil. Trotzdem muss das Haar regelmäßig gebürstet und von Dreck befreit werden, denn mit seinem langen Fell "sammelt" der kleine Terrier alles auf. Außerdem wird das feine Haar brüchig, wenn es nicht regelmäßig gebürstet wird, und sieht dann nicht mehr schön aus.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Da sich leider viele Züchter darin üben, den  Yorkie immer kleiner zu züchten, wird die Rasse auch immer anfälliger für entsprechende Krankheiten. So sollen Probleme mit den Gelenken und dem Gebiss häufiger auftreten, auch Störungen der Schilddrüse und Probleme mit den Augen werden gemeldet. Hier ist die genaue Überprüfung des Züchters und seiner Tiere anzuraten.

Hätten Sie's gewusst

Auch wenn der Hausbesitzer ein Hundehaltungsverbot ausgesprochen hat, darf sich der Mieter einen Yorkshire Terrier anschaffen, ohne eine Kündigung fürchten zu müssen. Wegen seiner geringen Größe ordnen Richter den Yorkie nämlich unter "Kleintiere" ein – und deren Haltung ist auf jeden Fall erlaubt. Ob dieser Trick dem Hausfrieden dienlich ist, ist allerdings eine ganz andere Geschichte.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

1. Deutscher Yorkshire-Terrier-Club e.V. Peter Schwahlen
Am Wiesenbusch 24 a
45966 Gladbeck, Deutschland
Tel.: 0 20 43 94 89 56
Fax: 0 20 43 94 89 66
E-Mail: info@yorkshire-terrier-club.de
Internet: www.yorkshire-terrier-club.de

Club für Yorkshire-Terrier e.V. Roman Alraun
Am Karpfenteich 11
31535 Neustadt, Deutschland
Tel.: 0 50 72 78 48 60
Fax: 0 50 72 78 48 60
E-Mail: cytwebdesign@aol.com
Internet: www.clubfueryorkshireterrier.de

Klub für Terrier e.V. Geschäftsstelle
Schöne Aussicht 9
65451 Kelsterbach, Deutschland
Tel.: 0 61 07 75 79-0
Fax: 0 61 07 75 79 28
E-Mail: info@kft-online.de
Internet: www.kft-online.de
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