West Highland White Terrier | PARTNER HUND Magazin

West Highland White Terrier

Der "Westie" ist klein und gelehrig, außerdem aktiv wie ein Großer, genauso unerschrocken und wachsam. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse West Highland White Terrier.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der West Highland White Terrier ist wohl einer der berühmtesten Werbehunde.

West Highland White Terrier

 
Widerristhöhe: ca. 28 cm
Gewicht: 8 bis 10 Kilo
Alter: 16 Jahre
Ursprungsland: Großbritannien
Fell: dicht, wetterfest, rauh, weiß
früher: Jagdhund
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: hoch
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 3: Terrier, Sektion 2: Niederläufiger Terrier
Diese Rasse wurde ursprünglich für die Jagd in den Highlands gezüchtet. Das weiße Fell sollte es erleichtern, den kleinen Hund auch zwischen Felsen und Gestrüpp zu erkennen. Als Begründer der Rasse wird allgemein die Familie Malcolm aus Poltalloch in Argyllshire benannt. Auf jeden Fall handelt es sich um eine alte Rasse: Hunde, die wie die heutigen Westies aussehen, sind schon auf Gemälden aus dem 19. Jahrhundert zu sehen. 1905 wurde in Schottland der erste West Highland White Terrier Club gegründet. Der damals aufgestellte Rassestandard hat sich seitdem kaum verändert.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der West Highland White Terrier ist kompakt und kräftig gebaut, hat eine breite Brust und ausgeprägte Muskeln. Das Deckhaar ist dicht, wetterfest, rau und weiß. Die Ohren sind klein und stehen immer aufrecht.

Verhalten und Charakter

Der "Westie" ist klein und gelehrig, außerdem aktiv wie ein Großer, genauso unerschrocken und wachsam. Zugleich aber freundlich und meistens ausgesprochen fröhlich und verspielt. In jedem fein gemachten West Highland White Terrier von heute steckt auch noch ein echter schottischer Arbeits-Terrier. Das Powerpaket ist immer zu Späßen und Streichen aufgelegt, wird begeistert Kunststücke lernen und die Kinder auf Trab halten. Langweilig wird es mit einem Westie nie.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Westie ist kein Hund für Stubenhocker. Er ist zwar klein, sein Bewegungsdrang aber vergleichsweise groß. Für Jogger oder Radfahrer ist er als Begleiter nur bedingt geeignet. Längere Strecken legt er lieber in gemäßigtem Tempo zurück, das ihm reichlich Gelegenheit zum Stöbern im Unterholz bietet. "Intelligentes" Hundespielzeug, das den Hund geistig fordert, ist für diese Rasse besonders gut geeignet.

Erziehung

Der Westie ist keine Gehorsamsmaschine und hat seinen eigenen Kopf. Sein Selbstbewusstsein ist deutlich größer als sein Körper. Erziehung gleicht bei diesem Hund diplomatischen Verhandlungen. Das muss man mögen und können. Vor allem die Rüden neigen dazu, ihre Kräfte zu überschätzen und sich mit deutlich größeren und stärkeren Hunden messen zu wollen. Hier ist der Besitzer gefragt, der dem "Westie" seine Wachsamkeit lässt und ihm gleichzeitig aber auch klarmacht, wer der Chef des Rudels ist.

Pflege

Der Westie braucht regelmäßige Fellpflege: Das abgestorbene Deckhaar fällt nicht von selbst aus, sondern muss regelmäßig getrimmt werden. Beim Trimmen werden die abgestorbenen Haare ausgezupft. Würde das Fell geschoren, dann würde sich Haarstruktur und Menge der Unterwolle zum Nachteil des Hundes entwickeln.
Deshalb sollte das Terrierfell regelmäßig durch Trimmen gepflegt werden.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Wie alle Terrier ist dieser Hund eigentlich sehr unempfindlich. Leider hat ihn die Werbung in den 90er-Jahren zu einem Modehund gemacht, und unseriöse Züchter setzten auf Masse statt Klasse, um die Nachfrage zu befriedigen. Danach traten Probleme mit den Gelenken, Zahnprobleme und Allergien häufiger auf. Deshalb sollte man den Züchter sehr sorgfältig auswählen – das gilt aber für alle Rassen.

Hätten Sie's gewusst

Der West Highland White Terrier war schon vor seiner Karriere als Werbehund prominent: Das Schottische Bahnbetriebswerk in Glasgow hatte ihn lange Zeit als Wappentier geführt, mit dem Bildnis des Hundes wurden sogar einige Lokomotiven geschmückt.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Klub für Terrier e.V. Geschäftsstelle
Schöne Aussicht 9
65451 Kelsterbach, Deutschland
Tel.: 0 61 07 75 79-0
Fax: 0 61 07 75 79 28
E-Mail: info@kft-online.de
Internet: www.kft-online.de
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