Saluki | PARTNER HUND Magazin

Saluki

Es gibt den typischen Saluki eigentlich gar nicht: Die Optik der einzelnen Tiere ist stark unterschiedlich. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Saluki.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Als "heiliges Geschenk" Allahs soll der Saluki einst zur Erde geschickt worden sein.

Saluki

Widerristhöhe: 58 bis 71 cm
Gewicht: keine Angaben
Alter: 13 Jahre
Ursprungsland: Mittlerer Osten
Fell: lang, kurz, glatt
früher: Jagd- und Coursinghund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: mittel/hoch
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 10: Windhunde, Sektion 1: Langhaarige und befederte Windhunde
Es gibt den typischen Saluki eigentlich gar nicht: Die Optik der einzelnen Tiere ist stark unterschiedlich. Der Grund für die Typenvielfalt ist in der enormen Größe des Mittleren Ostens zu suchen, in dem der Saluki als Hetzhund seit Tausenden von Jahren eingesetzt wurde. Ursprünglich besaß hier jeder Volksstamm seine eigenen Salukis, die bei der Jagd auf Wild unverzichtbare Helfer waren und sich mit den Salukis der Nachbar kaum vermischten. Sie waren so kostbar, dass die Tradition nicht erlaubte, sie zu kaufen oder zu verkaufen. Sie durften lediglich als Ehrengabe verschenkt wurden. Als Geschenk fanden sie auch ihren Weg nach Europa, wo der britische Standard für Salukis 1923 erstellt wurde.

Allgemeines Erscheinungsbild

Die ganze Erscheinung des Salukis soll laut Rassestandard einen Eindruck von Anmut und Ebenmaß, großer Schnelligkeit und Ausdauer, verbunden mit Kraft und Gewandtheit vermitteln. Es gibt den Saluki mit langem und auch mit kurzem Fell. Die beiden Varianten sind in allen Merkmalen gleich, dem kurzhaarigen Saluki fehlt nur die sogenannte "Befederung". Das Deckhaar des Salukis ist glatt, mögliche Fellfarben sind unter anderem Weiß, Creme, Braun, Rotgold, Silbrig-Pfeffersalz, Tricolor, Weiß-Schwarz-Rotbraun-Gestromt und Schwarz.

Verhalten und Charakter

Der Saluki ist sanft, ruhig, sensibel und freundlich. Wegen seines freundlichen Charakters ist er als Wachhund nicht geeignet. Fremden gegenüber ist er zwar zunächst zurückhaltend, aber niemals aggressiv. Und schon nach kurzer Zeit legt er diese Schüchternheit ab und erweist sich als ausgesprochen anhänglicher Zeitgenosse, der seine angeborene Würde für ein paar Streicheleinheiten freiwillig über Bord wirft. Vor seiner Kraft und Energie müssen sich nur die Beutetiere fürchten, denen er bei der Jagd nachstellt, denn hier zeigt er sich als unerbittlicher Gegner. In seinem Heimatland, dem Iran, wurde er als wüstengängiger Jagd- und Hetzhund genutzt, bei uns ist er auch als freundliches und anhängliches Begleittier beliebt. Seinen Charakter kennzeichnen Sanftmut und Würde: Er ist zurückhaltend gegenüber Fremden und lässt sich ungern anfassen, gibt sich aber würdevoll und eigenständig.

Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis

Seinen Bewegungsdrang zu stillen ist die größte Herausforderung: Dieser Hund will rennen. Er ist der Dauerläufer unter den Hunden, der auch stundenlang neben dem Pferd herlaufen kann, ohne die geringsten Ermüdungserscheinungen zu zeigen. Es ist die Aufgabe des Menschen, dafür zu sorgen, dass dieser Hund dennoch ausgelastet wird. Es bietet sich an, sich nach Clubs umzusehen, die "Hunderennen" organisieren, bei denen diese Hunderassen sich voll ausleben dürfen. Da diese Rennen auf entsprechenden Bahnen und damit auf geschlossenem Gelände stattfinden, müssen sich die Halter auch keine Sorgen darum machen, dass der Saluki plötzlich wildern geht.

Erziehung

Die Erziehung und Ausbildung der un-aggressiven und zurückhaltenden Rasse fällt in der Regel leicht, der Saluki ist kein Typ, der inkonsequentes Verhalten sofort ausnutzt. Er ist sehr liebevoll im Umgang mit Menschen und Artgenossen und möchte genauso sanft von seinem Halter behandelt werden. Das einzige Erziehungsproblem ist der Jagdtrieb, hier müssen dem Hund unbedingt Alternativen angeboten werden.

Pflege

Der Saluki ist ein pflegeleichter Hund: Sein Fell muss nur ein- bis zweimal in der Woche gebürstet werden. Dabei sollten auch die Fransen an Rute, Pfoten und Ohren gekämmt werden, damit das Fell keine Knoten bildet.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Plötzlicher Herztod, Epilepsie und Zahnfehler kommen vereinzelt vor, sind aber nicht als rassetypische Krankheiten eingeordnet.

Hätten Sie's gewusst

Als "heiliges Geschenk" Allahs soll der Saluki einst zur Erde geschickt worden sein. Sagt zumindest die Legende, die man sich noch heute im Mittleren Osten über die Herkunft des edlen Hundes erzählt. 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Deutscher Windhundzucht- und Rennverband e.V. (DWZRV) DWZRV Geschäftsstelle
Hildesheimer Strasse 26
31185 Söhlde, Deutschland
Tel.: 0 51 29 89 19
Fax: 0 51 29 88 10
E-Mail: dwzrv@dwzrv.com
Internet: www.dwzrv.com
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