Riesenschnauzer | PARTNER HUND Magazin

Riesenschnauzer

Der Riesenschnauzer lebte ursprünglich als Hirten- und Wachhund auf den Almhöfen in den Alpen und verteidigte Fuhrwerke seines Herrn vor möglichen Angreifern. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Riesenschnauzer.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Riesenschnauzer ist der größte Abkömmling der Schnauzer-Familie.

Riesenschnauzer

 
Widerristhöhe: 60 bis 70 cm
Gewicht: 35 bis 47 Kilo
Alter: 12 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: halblang, rauh
früher: Gebrauchs- und Begleithund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 1 Pinscher und Schnauzer
Der Riesenschnauzer lebte ursprünglich als Hirten- und Wachhund auf den Almhöfen in den Alpen und verteidigte Fuhrwerke seines Herrn vor möglichen Angreifern. Auch als Treiber für Viehherden wurde er gerne eingesetzt. Seit der Jahrhundertwende werden seine Leistungsfähigkeit und seine hervorragenden Charaktereigenschaften in der Zucht weiter verfeinert. Seit 1913 ist der Riesenschnauzer als Rasse anerkannt, seit 1925 hat er auch die offizielle Bezeichnung Diensthund.

Allgemeines Erscheinungsbild

Dieser Hund hat nicht nur einen trotzigen Blick, sondern auch ansonsten ein kraftvolles und Respekt einflössendes Aussehen: Der Riesenschnauzer ist groß, sehr kräftig, leicht gedrungen und rauhaarig. Das Fell ist schwarz oder "pfeffer-schwarz" (sandfarben mit schwarz), die Unterwolle immer schwarz.

Verhalten und Charakter

Der Riesenschnauzer ist klug und widerstandsfähig, besitzt Kraft und Ausdauer. "Seinen" Menschen gegenüber zeigt er sich sehr anhänglich und gehorsam. Auch gegenüber Kindern zeigt er sich von seiner besten Seite. Leider hat der Riesenschnauzer seine Kraft nicht immer unter Kontrolle und übertreibt es manchmal auch beim Spielen. Vor allem die Rüden können echte Rabauken sein, deshalb sollten die Kinder schon etwas größer sein, bevor dieser Hund ins Haus kommt. Fremden gegenüber kann der Riesenschnauzer sehr gefährlich werden: Er ist ein besonders guter und engagierter Wachhund, der seine Umgebung aufmerksam beobachtet und kein Interesse daran hat, jedermanns Freund zu sein.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Er liebt Bewegung und viel Platz, wird seinen Besitzer beim Joggen, Reiten, Radfahren begleiten und glücklich sein, wenn ihm der Mensch zusätzlich auch noch eine Hundesportart und/oder eine Ausbildung gönnt. Der Riesenschnauzer sollte außerdem keinesfalls in einer Wohnung gehalten werden. Sein Temperament ist auch zwischen den Spaziergängen sehr stürmisch und ein solches Heißblut braucht viel Platz. Am besten ist er für das Leben auf dem Land geeignet.

Erziehung

Die Erziehung des Riesenschnauzers ist eine echte Herausforderung. Denn dieser Hund hat überdurchschnittlich viele positive Eigenschaften, aber leider auch einige schwierige Seiten. So muss ihm schon sehr früh beigebracht werden, dass nicht jeder außerhalb seines "Rudels" ein möglicher Feind ist – dieser Hund übertreibt es manchmal mit seiner Wachsamkeit. Auch der Jagdtrieb muss frühzeitig kontrolliert werden. Rüden neigen außerdem dazu, sich gerne mit anderen Hunden zu messen, vor allem, wenn diese ihnen ebenbürtig scheinen. Gleichzeitig hat der Mensch hier ein besonders sensibles Tier vor sich, der auf unnötige Härte oder Gewalt in der Erziehung verstört reagiert und dadurch problematisch werden kann. Der Besitzer muss also sehr behutsam und gleichzeitig durchsetzungsstark sein – keine leichte Aufgabe.

Pflege

Das Fell ist sehr hart und drahtig, außerdem sehr pflegeleicht. Es muss allerdings alle paar Monate getrimmt werden. Auch wegen seinem "Bart" sollte der Schnauzer etwa einmal pro Quartal zum Hundefriseur.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Knieerkrankungen, Knochentumore und Knorpeldefekte wurden bei Riesenschnauzern beobachtet.

Hätten Sie's gewusst

Der Riesenschnauzer ist der größte Abkömmling der Schnauzer-Familie. Eine besondere Beziehung hat diese Rasse zu München: Obwohl eigentlich für das Leben auf dem Land geschaffen, gehörten sie hier lange Zeit zum Stadtbild. Sie bewachten die Wagen der Brauereien und wurden deshalb auch als "Münchner Schnauzer" oder "Bierschnauzer" bezeichnet.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Pinscher-Schnauzer-Klub e.V. Geschäftsstelle
Barmer Straße 80
42899 Remscheid, Deutschland
Tel.: 0 21 91 9 83 04 11
Fax: 0 21 91 9 83 04 12
E-Mail: info@psk-pinscher-schnauzer.de
Internet: www.psk-pinscher-schnauzer.de
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