Rhodesian Ridgeback | PARTNER HUND Magazin

Rhodesian Ridgeback

Der Rhodesian Ridgeback ist bis heute die einzige anerkannte Rasse, die aus dem südlichen Afrika stammt. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Rhodesian Ridgeback.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Rhodesian Ridgeback war und ist ein echter Laufhund.

Rhodesian Ridgeback

Widerristhöhe: 61 bis 69 cm
Gewicht: 29 bis 37 Kilo
Alter: 15 Jahre
Ursprungsland: Südafrika
Fell: kurz, dicht, glatt, glänzend
früher: Jagdhund, Wachhund, Begleithund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 6: Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
Die Urahnen des Rhodesian Ridgeback stammen von Hunden der Pioniere der Kap-Kolonie ab, die sich dann mit den domestizierten Hottentotten-Hunden vermischten. Diese hatten schon den Rückenkamm, für den die Rasse heute noch berühmt ist. Die ursprüngliche Aufgabe dieser Rasse war es, im Rudel Großwild – darunter auch Löwen –  aufzuspüren und in Schach zu halten, bis die Jäger nachkamen und die Tiere erlegen konnten. Der Rassestandard wurde 1926 offiziell anerkannt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Rhodesian Ridgeback ist ein mittelgroßer und besonders muskulöser Hund, der sich gerade durch seinen ruhigen Auftritt sofort Respekt verschafft. Sein Markenzeichen ist der Ridge, eine gegen den Strich wachsende Haarleiste auf dem Rücken. Das Fell des Rhodesian Ridgeback ist kurz, dicht, glatt, glänzend und besitzt keine Unterwolle. Das Haar kommt in verschiedenen Rottönen vor.

Verhalten und Charakter

An Mut und Tapferkeit mangelt es diesem Hund sicher nicht: In seinem Herkunftsland Afrika wurde er dafür gezüchtet, das Vieh vor Löwen und Leoparden zu beschützen und seinen Besitzer notfalls unter Einsatz seines Lebens zu verteidigen. Er gilt auch heute noch als sehr wachsam und würde für seinen Besitzer durchs Feuer gehen. Außerdem wird ihm ein sechster Sinn für Gefahr nachgesagt. Man könnte auch sagen, der Wachdienst macht ihm einfach Spaß. So mutig und kraftvoll er sich draußen auch zeigt: Im Haus ist er ein äußerst ruhiger, verschmuster und anhänglicher Zeitgenosse.

Bewegungs- und Beschäftigungsbedürfnis

Der Ridgeback wurde für die Jagd von Großwild in Afrika gezüchtet, musste dort kilometerweit laufen und am Ziel noch über genug Kraft verfügen, um das gejagte Tier zu stellen. Entsprechend groß sind Kraftreserven und Ausdauer dieses Hundes noch heute, er war und ist ein echter Laufhund. Er ist kein Hund für unsportliche oder zeitlich eingeschränkte Menschen, denn er braucht täglich mindestens zwei Stunden Bewegung, besser wären drei bis vier. Da er ein geborener Team-Player ist, eignet er sich auch für die Ausbildung als Fährtensuch- oder Rettungshund. Auch Hundesportarten sind für ihn ein großes Vergnügen.

Erziehung

Der Rhodesian Ridgeback ist ein kluger, sensibler und sehr eigenwilliger Hund. Anfänger sind mit seiner Erziehung sicherlich überfordert. Er muss gleichzeitig konsequent und liebevoll erzogen werden. Verfügt der Hundehalter nicht über die nötige Professionalität, können das angeborene Misstrauen des Hundes und sein Hang zur Dominanz zu einem Problem für seine Umwelt werden. Bei fachkundiger Erziehung wird er sich als entspannter und gutmütiger Begleiter zeigen, in dessen Gegenwart man sich immer sicher fühlen darf, aber keine unerwünschten Aggressionen fürchten muss.

Pflege

Die Fellpflege des Rhodesian Ridgebacks ist unproblematisch. Nur während des saisonalen Fellwechsels sollte man ihn regelmäßig bürsten, ansonsten reichen längere Abstände aus. Ein Augenmerk sollte man auf die Ohren haben, sie müssen regelmäßig gesäubert werden.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Erbkrankheiten sind bei dieser Rasse nicht bekannt. Vereinzelt sollen die Hunde eine Neigung zu Hautkrankheiten zeigen. Regelmäßig berichten Rhodesian-Besitzer außerdem, dass die Verdauung der Hunde sehr empfindlich ist und sie frische Zutaten oder Spezialkost besser vertragen als normales Futter. Leider war die Rasse auch in Mode. Die Massenzucht zeigt sich in vermehrten Fällen von HD, ED und Epilepsie. Auch Wesensmängel wie Aggression oder Ängstlichkeit treten auf. Deshalb: Kaufen Sie den Welpen nur bei einem VDH-Züchter!

Hätten Sie's gewusst

Der Rhodesian Ridgeback ist bis heute die einzige anerkannte Rasse, die aus dem südlichen Afrika stammt. Wichtig für die Erziehung: Er ist ein echter Spätzünder, ist erst mit zwei Jahren wirklich erwachsen und charakterlich stabil.

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Club zur Erhaltung der Laufhunde des Südlichen Afrika e.V.
Monika Cramer-Haar
Sonnenhalde 46
72138 Kirchentellinsfurt, Deutschland
Tel.: 0 71 21 90 87 45
Fax: 0 71 21 90 87 46
E-Mail: geschaeftsstelle@club-elsa.de
Internet: www.club-elsa.de

Deutsche Züchtergemeinschaft Rhodesian Ridgeback e.V. Barbara Caiado
Schillerstr. 9
97469 Gochsheim, Deutschland
E-Mail: dzrr.geschaeftsstelle@web.de
Internet: www.dzrr.de

Rhodesian Ridgeback Club Deutschland e.V. Verena Schmidt
Fritz-Reuter-Str. 68
44867 Bochum, Deutschland
Tel.: 0 23 27 3 62 09
E-Mail: schriftfuehrer@rrcd.de
Internet: www.rrcd.de
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