Englische Bulldogge

Bulldoggen haben einen eigenartigen Gang – sie "watscheln" ein bisschen, da die Vorderbeine weit auseinanderstehen. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Englische Bulldogge.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Wohl kaum eine Hunderasse hat einen so faltigen Charme wie die Englische Bulldogge.

Englische Bulldogge

 
Widerristhöhe: Bis 40 cm
Gewicht: Bis 25 Kilo
Alter: 10 Jahre
Ursprungsland: England
Fell: kurz, glatt
früher: Begleithund mit Abschreckungswirkung
 
  • Bewegungsdrang: gering
  • Erziehungsaufwand: gering
  • Pflegeaufwand: gering
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: pinscher und Schnauzer-Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen, Sektion 2.1.: Molossoide, doggenartige Hunde
Die Englische Bulldogge soll von den Molossern abstammen. Diese "Bullenbeißer" wurden im Mittelalter zur Volksbelustigung im Kampf gegen Stiere eingesetzt. Die Bezeichung "Bulldogge" tauchte im 17. Jahrhundert das erste Mal auf. 1835 wurde die Zucht der Tiere für diese Kämpfe untersagt, und damit verschwand auch die Bulldogge fast von der Bildfläche. Stattdessen begann man mit der Zucht eines neuen Bulldog-Typs, der sich durch ausgesprochen freundliche Wesenszüge auszeichnete. Die ersten Hunde wirden 1869 auf einer Ausstellung in Birmingham gezeigt, vier Jahre zuvor hatte man bereits den Rassestandard festgelegt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Bulldoggen haben sehr kurzes und glattes Haar, sind untersetzt, eher tief gestellt, breit gebaut, kraftvoll und kompakt. Das Fell kann weiß, gestromt, rötlich, ocker oder rehfarben sein.

Verhalten und Charakter

Wohl kaum eine Hunderasse hat einen so faltigen Charme wie die Englische Bulldogge. Und mag sie auch schnaufen wie eine alte Dampflok und grimmig in die Welt schauen, sie gehört sicher zu den geduldigsten und freundlichsten Rassen, die es gibt. Bulldoggen sind anhänglich und geduldig. Sie sind gute Wachhunde und als Familienhunde beliebt, weil sie gerne mit Kindern spielen und sehr liebevoll sein können. Obwohl Bulldoggen robust wirken, sind sie sensibel und können auf einen scharfen Tonfall ihrer Menschen empfindlich reagieren.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Da Bulldoggen zu Bequemlichkeit neigen, brauchen sie Menschen, die sich viel mit ihnen beschäftigen, damit sie nicht träge oder übergewichtig werden.

Erziehung

Dass Englische Bulldoggen nicht erziehbar sind, ist ein Vorurteil. Damit dies gelingt, ist allerdings in den meisten Fällen eher Flexibilität als reine Autorität seitens des Hundehalters gefragt. Das soll aber nicht heißen, dass man nicht konsequent sein muss, nein. Das soll nur bedeuten, dass man einer Bulldogge lieber trick- und leckerlireich den Sinn eines Befehles näherbringen sollte als mit Strenge.

Pflege

Das dichte, kurze Fell benötigt nur wenig Pflege. Ab und zu bürsten genügt.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Viele Bulldoggen haben mit Atemproblemen zu kämpfen, deshalb sollte man bei der Wahl des Züchters darauf achten, dass er auf "Gesundheit" und nicht "Schönheit" züchtet. Auch HD, Kniegelenkprobleme, ED und Herzerkrankungen können vorkommen.

Hätten Sie's gewusst

Besonderheiten: Bulldoggen haben einen eigenartigen Gang – sie "watscheln" ein bisschen, da die Vorderbeine weit auseinanderstehen.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Allgemeiner Club für Englische Bulldogs e.V. Veronika Naß
Mendelssohnstr. 20
15831 Mahlow, Deutschland
Tel.: 0 33 79 44 66 16
E-Mail: v-nass@versanet.de
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