Deutsche Dogge

Unter Dogge verstand man lange Zeit einfach nur einen großen, starken Hund, der keiner bestimmten Rasse angehören musste. Beschrieben wurden solche Tiere schon vor mehr als 4.000 Jahren. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Deutsche Dogge.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Gesunde Doggen sind ruhig, gelassen, liebevoll, ausgesprochen anhänglich – und manchmal verdammt stur.

Deutsche Dogge

 
Widerristhöhe: 72 - 85 cm
Gewicht: 50 - 85 Kilo
Alter: 9 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: kurz
früher: Begleit-, Wach- und Schutzhund
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer, Sennenhunde und andere Rassen.
Unter Dogge verstand man lange Zeit einfach nur einen großen, starken Hund, der keiner bestimmten Rasse angehören musste. Beschrieben wurden solche Tiere schon vor mehr als 4.000 Jahren. Im Laufe der Zeit kristallisierten sich je nach Farbe und Größe der Tiere Namen wie Ulmer Dogge, Englische Dogge, Dänische Dogge, Hatzrüde, Saupacker und Große Dogge heraus. 1878 wurde beschlossen, sie alle unter dem Namen "Deutsche Dogge" zu erfassen. 1880 wurde anlässlich einer Ausstellung in Berlin erstmals auch ein Standard für die Deutsche Dogge festgelegt, der seit dem Jahre 1888 vom Deutschen Doggen-Club 1888 e.V. betreut wird.

Allgemeines Erscheinungsbild

Die Deutsche Dogge soll der Apoll unter den Hunderassen sein, auf den Betrachter wie eine edle Statue wirken. So fordert es jedenfalls der Rassestandard. Tatsächlich vermittelt dieser Hund dank seiner enormen Körpergröße, seiner gelungenen Proportionen und der aristokratischen Kopfhaltung ein Bild von Stolz, Kraft und Eleganz. Eine Dogge geht nicht, "sie schreitet". Und da sie hektische Bewegungen vermeidet, wirkt sie häufig wirklich wie eine Statue. Die Deutsche Dogge gibt es in den Farben Gelb, Gestromt, Schwarz-Weiß Gefleckt, Schwarz und Blau.

Verhalten und Charakter

Gesunde Doggen sind ruhig, gelassen, liebevoll, ausgesprochen anhänglich – und manchmal verdammt stur. Sie leiden, wenn sie von ihren geliebten Menschen getrennt sind, und reagieren besonders sensibel auf die Stimmungen ihrer Bezugspersonen. Trotz ihrer Größe gehen sie sehr sanft mit Kindern um, Fremden zeigen sie hingegen gern die kalte Schulter. Aggressiv werden sie eigentlich nie. Müssen sie auch nicht: Sie sind sich ihrer mächtigen Erscheinung durchaus bewusst und lassen diese im Zweifelsfall für sich sprechen.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Sie sind Lagerhunde, die durchaus laufen wollen. Meistens allerdings nicht so viel, wie man bei dieser Größe vermuten würde. Die meisten Doggen begnügen sich mit ausgiebigen Spaziergängen und in jungen Jahren auch gerne mit zusätzlichen Spielstunden. Als Sportkameraden für Langstreckenläufer sind sie aber weniger geeignet.

Erziehung

Bei der Erziehung dieses Hundes ist Fingerspitzengefühl gefragt. Sie haben da einen ziemlich großen Brocken vor sich, einen sensiblen und besonders sturen noch dazu! Versuchen Sie niemals, eine Dogge unter Druck zu setzen, sonst passiert da tagelang gar nichts mehr. Der Dogge müssen Sie das zu Erlernende eher "anbieten". Höchstwahrscheinlich wird sie sich auch darauf einlassen. Dieses Selbstbewusstsein hat auch positive Seiten: im Umgang mit anderen Hunden sind Doggen von Haus aus höflicher, Fremden gegenüber gelassener als andere Rassen.

Pflege

Das kurze Fell erfordert keine besondere Pflege, Ohren und Augen hingegen brauchen besondere Aufmerksamkeit. Noch wichtiger ist, dass bei der Aufzucht auf Futter und Belastung des Hundes genau geachtet wird, denn der Knochenbau ist bei schnell wachsenden Hunden immer ein Problem. Am besten vom Tierarzt und Züchter beraten lassen.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Die Dogge wird seit 100 Jahren immer größer und leider auch immer kurzlebiger. Herzklappeninsuffizienz, Augen- und Hautprobleme gehören zu den rassetypischen Krankheiten.

Hätten Sie's gewusst

Fast weiße Doggen werden immer seltener, und das liegt daran, dass es kaum noch gefleckte Doggen-Paare gibt. Denn nur gefleckte Doggen können das Merle-Gen haben. Haben Mutter- und Vatertier nun das Gen, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass sie weiße, blinde und taube Welpen bekommen, bei 25 Prozent. Da diese nicht normal lebensfähig sind, gilt die sogenannte "Gefleckt-Gefleckt-Paarung" als Qualzucht und ist in Deutschland verboten.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Deutscher Doggen-Club 1888 e.V. Doris A. Zevens
Kalkarer Str. 80
47551 Bedburg-Hau, Deutschland
Tel.: 0 28 21 13 35 5
Fax: 0 28 21 89 95 13
E-Mail: info@doggen.de
Internet: www.doggen.de

Kynologische Gesellschaft für Deutsche Doggen e.V. Heiko Wagner
Bachgasse 10
55576 Sprendlingen, Deutschland
Tel.: 0 67 01 70 86
Tel.: 01 77 26 80 94 1
Fax: 0 67 01 39 60
E-Mail: kydd@kyddoggen.net
Internet: www.kyddoggen.com
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