Dackel

Die ersten kleinen "Dachshunde" wurden schon in der Literatur des 17ten Jahrhunderts beschrieben. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Dackel.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Dackel liebt lange Spaziergänge. Dabei geht es ihm aber nicht um viele Kilometer, sondern um ausreichend Zeit zum Schnuppern und Stöbern.

Dackel

 
Widerristhöhe: ab 30 cm
Gewicht: 3 bis 15 kg
Alter: 15 Jahre
Ursprungsland: Deutschland
Fell: kurz, lang
früher: Jagdhund (Baujagd, Stöberarbeit)
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 4: Dachshunde
Die ersten kleinen "Dachshunde" wurden schon in der Literatur des 17ten Jahrhunderts beschrieben. Sie wurden schon damals für die Jagd gezüchtet, speziell für die sogenannte Baujagd auf Fuchs und Dachs und auch für die Stöberarbeit im Untergrund. Entstanden sind die ersten Dachshunde und auch die "Teckel" vermutlich durch die die Verpaarung der Dachsbracke mit Spaniel und Wachtelhunden. Die Kurzhaar-, Rauhaar- und Langhaarvarianten kamen später durch weitere Einkreuzungen hinzu. Man geht davon aus, dass ersten Dackel erstmals zur Zeit der römischen Besiedlung in Deutschland gezüchtet wurden.

Allgemeines Erscheinungsbild

Kennzeichnend für den Dackel ist seine niedrige, kurzläufige und langgestreckte Gestalt. Laut Rassestandard sollte er außerdem sehr muskulös, mit aufrechter Haltung des Kopfes und einem aufmerksamen Gesichtsausdruck sein. Sein anderes Merkmal, die hängenden Ohren, dürfen nicht zu weit vorne angesetzt und nicht zu lang sein. Ein gesunder Dackel ist außerdem trotz der im Verhältnis zum langen Körper kurzen Gliedmassen sehr beweglich und flink. Die Hunde gibt es in verschiedenen Größen (zwischen 3 und 10 Kilo), in drei Fellvarianten (Langhaar, Rauhhaar, Kurzhaar) in vielen Farbvariationen sowie auch mehrfarbig oder gestromt.

Verhalten und Charakter

Für die Baujagd braucht man nicht nur kurze Beine, sondern auch Mut, Selbständigkeit und Durchhaltevermögen. Diese angezüchteten Eigenschaften haben dem Dackel den Ruf eines vielseitigen Jagdhundes eingebracht – und den eines großen Sturkopfs. Trotzdem ist er ein Hund für Jedermann: auch wenn sein Eigensinn manchmal zu Problemen führt, ist er doch von ausgeglichenem Temperament und hat ein freundliches Wesen. der Dackel wird sein menschliches Rudel mit Begeisterung bei allen Aktivitäten begleiten, liebt ausgedehnte Spaziergänge genauso wie Spiele und Schmusestunden. Ein reines Schoßhündchen wird er allerdings nie. Zugleich bauen Dackel eine besonders intensive Beziehung zu ihren Besitzern auf.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Dackel liebt lange Spaziergänge. Dabei geht es ihm aber nicht um viele Kilometer, sondern um ausreichend Zeit zum Schnuppern und Stöbern. Vernachlässigen sollten Sie die Spaziergänge auf keinen Fall: Trotz kurzer Beine braucht dieser Hund Bewegung. Er ist nämlich ein ausgesprochener Feinschmecker und setzt sonst schnell viel "Hüftgold" an. Da der Dackel außerdem ein ausgesprochen intelligenter Hund ist, sollten sie ihm zur Abwechslung mehrere "Reviere" anbieten und ihn auch zu Hause mit diversen geistigen Herausforderungen auf Trab halten.

Erziehung

Bei der Erziehung dieses Hundes sind Geduld, Konsequenz und starke Nerven gefragt. So muss der Besitzer mit drei Herausforderungen fertig werden. Erstens: der Dackel ist nach wie vor ein passionierter, feinnasiger und flinker Jagdhund. Diesen Trieb gilt es möglichst früh in den Griff zu kriegen. Zweitens: Dieser Hund ist ausgesprochen schlau und extrem stur. Führungsschwäche erkennt er sofort und nutzt diese auch aus. Drittens: Der Dackel kann so charmant sein, wie kein anderer Vierbeiner. Dem Dackelblick zu widerstehen, erfordert viel Standhaftigkeit.

Pflege

Der Dackel sollte auf jeden Fall regelmäßig gebürstet werden. Dabei gilt: Je länger das Fell, desto härter sollte die Bürste sein. Ein Langhaardackel muss mehrmals in der Woche gekämmt werden, um Knötchenbildung im Fell vorzubeugen. Ab und zu sollte man das Fell auch ein wenig schneiden lassen. Wichtig bei allen Dackeln ist außerdem eine regelmäßige Kontrolle und intensive Pflege der empfindlichen Ohren. Durch seine geringe Höhe ist der Dackel außerdem empfindlicher bzgl. des Befalls durch Ungeziefer, das Fell sollte daher häufiger kontrolliert werden.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Dackel sind sehr anfällig für Bandscheibenprobleme und rheumatische Erkrankungen. Dackel sollten bei Treppen grundsätzlich getragen werden, sonst besteht eine erhöhte Gefahr der Dackellähme. Auch Netzhauterkrankungen und Gehörgangsentzündungen können auftreten.

Hätten Sie's gewusst

Dackel eignen sich nicht nur für die Jagdarbeit zu Lande, sondern auch zu Wasser! Sie stöbern nicht nur gerne das Wild im Grünen auf, sondern apportieren auch begeistert die Beute aus dem Wasser. Dackel, die nicht bei einem Jäger leben, freuen sich auch über Bälle als Alternative zu geschossenen Enten. 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Deutscher Teckelklub e.V.
Prinzenstr. 38
47058 Duisburg
Deutschland
Tel.: 02 03 33 00 05
Fax: 02 03 33 00 07
E-Mail: info@dtk1888.de
Internet: www.dtk1888.de
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