Coton de Tulear | PARTNER HUND Magazin

Coton de Tulear

Offiziell anerkannt wurde diese Rasse erst 1970. Tatsächlich war der Coton de Tuléar da aber schon seit Jahrzehnten auch in Frankreich zu Hause. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Coton de Tulear.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Der Coton de Tulear ist ein Hund für alle Fälle.

Coton de Tulear

Widerristhöhe: 23 bis 30 cm
Gewicht: 3,5 bis 8 Kilo
Alter: 15 Jahre
Ursprungsland: Madagaskar
Fell: lang, weich, leicht gewellt
früher: Gesellschaftshund
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 9: Gesellschafts- und Begleithunde. Sektion 1.2: Coton de Tuléar
Offiziell anerkannt wurde diese Rasse erst 1970. Tatsächlich war der Coton de Tuléar da aber schon seit Jahrzehnten auch in Frankreich zu Hause. Man hatte diese Hunde einst aus Madagaskar mitgebracht, wo sie bereits auf eine lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken konnten. Allerdings war es der Begeisterung und dem züchterischen Einsatz der Franzosen zu verdanken, dass diese Rasse erst in ganz Europa und danach auch auf der ganzen Welt bekannt und beliebt wurde.

Allgemeines Erscheinungsbild

Ein kleiner Gesellschaftshund mit langem, weißem Haar und Hängeohren, die in der Fellmasse kaum noch zu sehen sind. Das Fell ist von baumwollartiger Textur, die dunklen, runden Augen haben einen lebhaften und intelligenten Ausdruck. Das laut Rassestandard typischerweise weiche und leicht gewellte Haar ist weiß.

Verhalten und Charakter

Der Coton de Tulear ist ein Hund für alle Fälle: Er ist von fröhlichem Wesen, ausgeglichen und sehr umgänglich mit Artgenossen und Menschen – und er passt sich perfekt jedem Lebensstil an. Er ist ein guter Familienhund, kommt mit Kindern und anderen Tieren bestens zurecht, kann aber auch als Begleiter in Single-Haushalten oder von älteren Menschen seinen Charme entwickeln. Egal wie die Lebensumstände aussehen: Seinen Besitzern ist dieser Hund treu ergeben, zeigt sich immer verschmust und verspielt. Manchmal entwickelt er auch unerwünschte Eigenarten. Die sind in 99 Prozent der Fälle aber auf Verzärtelung durch den Besitzer zurückzuführen.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Coton will stärker gefordert werden, als Sie glauben. Auch wenn er so klein und unschuldig aussieht, will er doch zeigen, was in ihm steckt. Ausgiebige Spielstunden, lange Spaziergänge und Agility-Kurse werden ihn begeistern. Die Schmusestunden auf dem Sofa fordert er anschließend aber ebenfalls ein.

Erziehung

Mit dem Coton de Tulear sollte man regelmäßig Gehorsamsübungen durchführen. Dieser Hund hat zwar keine Probleme damit, sich die Regeln, die der Mensch aufgestellt hat, zu merken, aber leider müssen die Besitzer durch solche Trainingseinheiten immer wieder daran erinnert werden, dass sie hier einen sehr klugen Hund und kein niedliches Stofftier vor sich haben.

Pflege

Das Fell benötigt intensive Pflege. Mindestens drei- bis viermal die Woche muss der Hund intensiv gebürstet werden, damit das Fell nicht verfilzt. Weil diese Prozedur sehr zeitaufwendig ist, ist es wichtig, den Hund schon im Welpenalter daran zu gewöhnen. Es gibt Besitzer, die das Fell in den Sommermonaten auch kurz schneiden lassen, allerdings gehen die Meinungen über Sinn und Optik dieser Prozedur bei den Fans der Rasse doch sehr auseinander.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Da der Coton de Tulear kein Modehund ist und deshalb auch nie ein Opfer der Massenzucht war, sind die meisten Linien sehr gesund. Rassetypische Krankheiten sind bisher nicht aufgefallen. Allerdings gibt es eine Besonderheit: Kälte und Regen machen diesem Hund nichts aus, auf Hitze reagiert er allerdings trotz des hellen Fells sehr empfindlich.

Hätten Sie's gewusst

In "besseren Kreisen" war der Coton de Tulear lange Zeit nicht nur wegen seiner guten charakterlichen Eigenschaften, sondern vor allem wegen seiner Seltenheit beliebt. Bis vor 20, 30 Jahren war dieser in Europa nur schwer zu bekommen und kostete ein kleines Vermögen. Auch heute muss man für einen Welpen aus guter Zucht mit mindestens 1.000 Euro rechnen.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Coton de Tuléar-Club e.V. Heidemarie Kuhlmey
Kleiner Ostring 99
70374 Stuttgart, Deutschland
Tel.: 07 11 6 33 58 99
E-Mail: sigb@debitel.net
Internet: www.coton1.de

Coton de Tuléar-Verein e.V. Oliver Banner
Hochstr. 38
45732 Waltrop, Deutschland
Tel.: 0 23 09 76 09 72
Fax: 0 23 09 76 09 73
E-Mail: geschaeftstelle@coton-online.de
Internet: www.coton-online.de
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