Bernhardiner | PARTNER HUND Magazin

Bernhardiner

Auf der Passhöhe des Großen St.Bernhard auf 2.469 m boten Mönche jahrhundertelang Reisenden und Pilgern einen Zufluchtsort. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Bernhardiner.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Bernhardiner sind weltweit als Rettungshunde aus den Schweizer Bergen bekannt.

Bernhardiner

 
Widerristhöhe: 65 bis 90 cm
Gewicht: 70 bis 80 Kilo
Alter: 10 Jahre
Ursprungsland: Schweiz
Fell: mittellang, leicht gewellt
früher: Begleit-, Wach- und Hofhund
 
  • Bewegungsdrang: mittel
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: mittel
  • Klassifikation: FCI Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen. Sektion 2.2: Molosser, Typ Berghunde
Auf der Passhöhe des Großen St.Bernhard auf 2.469 m boten Mönche jahrhundertelang Reisenden und Pilgern einen Zufluchtsort. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts hielten sie dort zur Bewachung und zum Schutz des Hospizes große Berg- und Bauernhunde. Diese wurden innerhalb weniger Generationen nach einem festgelegten Idealtyp zum "Bernhardiner" gezüchtet. Die Hunde wurden auch als Rettungshunde für verirrte Reisende eingesetzt, und ihr Ruf als mutige Lebensretter verbreitete sich schnell in ganz Europa. Die Begeisterung für diese Hunde beschleunigte auch die offizielle Anerkennung. Heinrich Schumacher von Hollingen bei Bern begann als Erster 1867 für seine Hunde Abstammungsurkunden auszustellen. Seit 1884 wird der Bernhardiner auch im "Schweizerischen Hundestammbuch" (SHSB) geführt, seit 2. Juni 1887 ist der St .Bernhardshund offiziell als schweizerische Hunderasse anerkannt und der Rassestandard als verbindlich erklärt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Es existieren zwei Varianten des St.Bernhardshundes, kurz Bernhardiner genannt. Es gibt ihn mit kurzem Fell, dem sogenannten Stockhaar, und mit  mittellangem Haar, das glatt oder auch leicht gewellt sein kann. In beiden Fällen ist das Fell weiß und rot, am Kopf kann es auch ein wenig schwarz sein. Der Bernhardiner ist von beachtlicher Größe, hat einen imposanten Kopf mit einer breiten Nase und einen muskulösen Körper.

Verhalten und Charakter

Der Bernhardiner ist ein ruhiger und gemütlicher Geselle, der mit Kindern und Erwachsenen, aber auch anderen Haustieren problemlos zurechtkommt. Er kann sehr verschmust und faul sein, aber auch sehr beständig, wenn er ein Ziel vor Augen hat. Ein Bernhardiner braucht viel Platz und verabscheut räumliche Enge. Seine Menschen will er am liebsten aber ständig um sich haben. Für seine Familie würde er alles tun, Aggression ist allerdings nicht sein Ding. Er weiß, dass er auf Eindringlinge in der Regel allein schon durch seine Erscheinung wirkt.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Als Junghunde tollen Bernhardiner gerne herum, später begnügen sie sich mit ruhigen Spaziergängen. Als Begleiter beim Joggen oder Radfahren sind sie nicht geeignet, für Ausdauersportarten u.ä. sind sie einfach zu schwer und zu träge. Trotzdem muss der Hund die Möglichkeit haben, sich bewegen zu dürfen, wann immer er will. Sonst besteht die Gefahr, dass Muskeln und Sehnen verkümmern.

Erziehung

Der Bernhardiner mag es, wenn man ihn vor Herausforderungen stellt und er das "Publikum" durch sein Können beeindrucken kann. Er ist aber nicht nur lern – sondern auch unterordnungswillig – insofern ist die Erziehung kein großes Problem. Nur vernachlässigen darf man sie auf keinen Fall: Ein unerzogener Hund dieser Größe kann schnell zur Gefahr für sich und andere werden.

Pflege

Das kurze Fell ist nicht pflegeaufwendig, die längere Variante sollte häufiger gebürstet werden. Augen und Ohren müssen regelmäßig gepflegt werden. Wichtig ist bei diesem Hund, dass er ein weiches Lager hat, das seinem Gewicht gewachsen ist, damit er keine Druckstellen bekommt.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Rassetypische Krankheiten sind Hauterkrankungen, Augenprobleme und Hüftgelenksdysplasie. Auch Knochenkrebs kann beim Bernhardiner wie bei allen sehr großwüchsigen Hunderassen vorkommen. Zudem besteht eine erhöhte Gefahr, eine Magendrehung zu erleiden.

Hätten Sie's gewusst

Bernhardiner sind weltweit als Rettungshunde aus den Schweizer Bergen bekannt. Der Berühmteste dieser Hunde war wohl Barry, er soll mindestens 40 Menschen gerettet haben. Wegen seiner Popularität wurde der Bernhardiner lange Zeit auch als "Barry-Hund" bezeichnet. 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Bernhardiner Club Deutschland e.V.
1.Vorstand Marianne Russ
Ferchenbachstr. 102
80995 München
Tel: 089-1504496
E-Mail: annegret.russ@gmx.de
www.bernhardiner-club.de

St. Bernhards-Klub e.V.
Dagmar Lehmann
Mühlentor 11 a
14793 Ziesar
Tel: 033830/60353
E-Mail: Info@Bernhardiner.de
www.bernhardiner.de
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren