Australian Shepherd | PARTNER HUND Magazin

Australian Shepherd

Agil und aufmerksam, sportlich und schön – ein Australian Shepherd zieht die Blicke auf sich. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Australian Shepherd.
 
© Christiane Lang
Australian Shepherd Fine Vom Würdebach von Christiane Lang.

Australian Shepherd

 
Widerristhöhe: 46 bis 58 cm
Gewicht: 16 bis 32 Kilo
Alter: 15 Jahre
Ursprungsland: USA
Fell: viele Farben, halblang
früher: Hüte- und Wachhund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: hoch
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde), Sektion 1: Schäferhunde
     
Obwohl der Name Australian Shepherd übersetzt "Australischer Schäferhund" bedeutet, gilt es heute als sicher, dass sich die Rasse in den USA entwickelt hat. Allerdings waren es wohl Schäfer aus Australien, die bei ihrer Einwanderung in die USA um 1800 diese Hunde ins Land brachten. Dort gewann er schnell an Popularität als Helfer und Bewacher auf den Ranches und Farmen und wurde vor allem in Hinblick auf seine Leistungsfähigkeit weitergezüchtet. Das erste Zuchtbuch stammt aus dem Jahre 1950, von der FCI wurde die Rasse aber erst 2006 anerkannt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Auffällig an diesem mittelgroßen Hund sind die vielen Farben, in denen es den Australian Shepherd gibt: Rot, Red-Merle, Blue-Merle und Schwarz, mit weißen oder kupferfarbenen Abzeichen. Das Farbmuster kann geschimmelt, gefleckt, gesprenkelt oder marmoriert sein.

Verhalten und Charakter

Agil und aufmerksam, sportlich und schön – ein Australian Shepherd zieht die Blicke auf sich. Leider holen sich viele Menschen diesen Hund tatsächlich wegen der Optik, dabei ist er als Familienhund nur bedingt geeignet. Der "Aussi", wie er von seinen Fans genannt wird, will nicht nur mitlaufen, er will richtig arbeiten, und zwar jeden Tag. Bietet man ihm das nicht, sucht sich der Hütehund seine Aufgaben selbst – und treibt zum Beispiel die Kinder zusammen. Der Australian Shepherd ist ein intelligenter und lernfähiger Hütehund. Er ist kein Hund für „Anfänger“, denn er fordert sehr viel Abwechslung und Zuwendung von seinen Menschen. Für Leute, die einen ruhigen und anspruchslosen Gefährten suchen, wird dieser Hund schnell zu einer großen Belastung.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Joggen, neben dem Fahrrad oder dem Pferd herlaufen, mit anderen Hunden und den Kindern toben, Schafe hüten – der Aussi nimmt alles mit, was er kriegen kann. Und zwar gerne mehrmals am Tag. Der Hund will mindestens vier bis fünf Stunden pro Tag beschäftigt und bewegt werden, noch lieber absolviert er einen kompletten Arbeitstag. Wer diesen Hund halten will, muss einen Großteil seiner Freizeit in die Ausbildung und Beschäftigung des Tieres investieren. Deswegen eignet sich der Hund am besten für Menschen, die tatsächlich einen "Mitarbeiter" auf vier Pfoten benötigen.

Erziehung

Eigentlich ein leichtes Unterfangen: Der Hund will lernen, er begreift sehr schnell. Problematisch wird es nur, wenn dem Besitzer nichts mehr einfällt, was er ihm noch beibringen könnte. Gerade die hohe Intelligenz dieses Tieres kann zum Problem für den Besitzer werden: stupide Wiederholungen oder sinnlose Befehle wird er konsequent verweigern. Da der Hund von seinen Anlagen her dazu geschaffen ist, auch selbstständig zu entscheiden, kann es passieren, dass er Kommandos verweigert, wenn sie in seinen Augen keinen Sinn ergeben oder überflüssig sind. Auch wird er den Gehorsam verweigern, wenn er nicht ausgelastet ist, und sich selbst eine Beschäftigung suchen.

Pflege

Das Fell erfordert regelmäßiges Bürsten. Es sollte am besten täglich, mindestens aber zwei- bis dreimal pro Woche erfolgen.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Wie bei Collies kann es beim Australian Shepherd aufgrund eines MDR1-Defekts zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Medikamenten kommen. Auch Epilepsie und Probleme mit Hüft- und Ellbogengelenken kommen vereinzelt vor.

Hätten Sie's gewusst

Australian Shephards sollten nicht als Wach- oder Schutzhunde ausgebildet werden. Viele Züchter sind der Meinung, dass dies dem ausgesprochen freundlichen Wesen der Tiere schadet und zu – ansonsten unbekannten – unkontrollierten Ausbrüchen von Aggressivität bei dieser Rasse führt. 

Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH MITGLIEDSVEREINE

Club für Australian Shepherd Deutschland e.V. Claudia Bosselmann
Weiler 7
78199 Bräunlingen-Weiler, Deutschland
Tel.: 0 76 54 92 14 20
Fax: 0 76 54 92 13 93
E-Mail: cd.bosselmann@t-online.de
Internet: www.australian-shepherd-ig.de
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