Alaskan Malamute | PARTNER HUND Magazin

Alaskan Malamute

Der Alaskan Malamute hat ein robustes Wesen und bevorzugt klare Ansagen – auch von seinem Halter. Erfahren Sie im Steckbrief alles zu Verhalten, Charakter, Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis, Erziehung und Pflege der Hunderasse Alaskan Malamute.
 
© Egon Schmid
Alaskan Malamute Aska von Egon Schmid.

Alaskan Malamute

 
Widerristhöhe: 58 bis 64 cm
Gewicht: 34 bis 38 kg
Alter: 11 bis 13 Jahre
Ursprungsland: USA
Fell: sehr dick
früher: Schlittenhund
 
  • Bewegungsdrang: hoch
  • Erziehungsaufwand: mittel
  • Pflegeaufwand: mittel
  • Zeitaufwand: hoch
  • Klassifikation: FCI Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion 1: Nordische Schlittenhunde
     
Der Alaskan Malamute ist eine der ältesten Schlittenhunderassen der Welt und das eher zufällige Ergebnis der Kreuzung verschiedener Hunderassen in Alaska. Dort halfen sie ihren Haltern unter anderem bei der Jagd und beim Fischfang und wurden für den Transport von Menschen und Lasten eingesetzt. Bei der Zucht legte man Wert auf die Widerstandsfähigkeit der Tiere, die Optik spielte nur eine untergeordnete Rolle, was die verschiedenen Fellfarben und Zeichnungen der Rasse erklärt.

Allgemeines Erscheinungsbild

Der Alaskan Malamute ist von imposanter Erscheinung, hat einen tiefen Brustkorb, einen breiten Kopf und einen ausgesprochen muskulösen Körper. Typisch für ihn sind eine aufrechte Haltung, gleichmäßige Bewegungen und ein extrem dickes Haarkleid. Hunde dieser Rasse können verschiedene Fellfarben aufweisen, gemeinsam haben sie aber alle die typische Kopfzeichnung, die sich wie eine Kappe über den Kopf erstreckt. Das Gesicht kann weiß, aber auch mit einem Strich oder einer sogenannten Maske gezeichnet sein. Auffällig ist auch seine behaarte Rute, die an einen wedelnden Federbusch erinnert.

Verhalten und Charakter

Der Alaskan Malamute guckt zwar manchmal scheinbar mürrisch, ist aber ein fröhlicher und aufgeweckter Geselle, der sich auch als Familien- und Begleithund eignet. Er kommt auch mit anderen Vierbeinern gut zurecht und kann gut als Mitglied eines Rudels gehalten werden. Er hat eine hohe Reizschwelle, das heißt: Diesen Hund bringt so leicht nichts aus der Ruhe. Seine Intelligenz und Gutmütigkeit helfen dem Halter ebenfalls bei der Erziehung. Ein totaler Ja-Sager ist er aber trotzdem nicht: Befehle, die ihm sinnlos vorkommen, wird er ignorieren.

Beschäftigungs- und Bewegungsbedürfnis

Der Alaskan Malamute hat einen extrem starken Bewegungsdrang. Allerdings hat er kein Interesse daran, Geschwindigkeitsrekorde aufzustellen. Stundenlang gleichmäßig dahintraben ist ihm lieber, also stellen Sie sich auf sehr lange Spaziergänge ein. Diese Eigenschaft ist angeboren, schließlich wurden dieHunde dafür gezüchtet, dass sie ihre Arbeit unermüdlich und effizient verrichten. Dieser Hund wurde für Kraft und Ausdauer gebaut und ist nur glücklich, wenn sein Halter ihm die Gelegenheit gibt, beides einsetzen zu können. Wer dazu nicht in der Lage ist, sollte die Finger von dieser Rasse lassen, denn dann werden Mensch und Hund nicht miteinander glücklich werden.

Erziehung

Der Alaskan Malamute hat ein robustes Wesen und bevorzugt klare Ansagen – auch von seinem Halter. Er wird keine Show vor Ihnen abziehen, und er erwartet die gleiche Ehrlichkeit von Ihnen. Sie müssen ihm zeigen, was richtig oder falsch ist und auch bei Ihren Aussagen bleiben. Ändern Sie ständig Ihre Erziehungsziele, kann das fatale Folgen für die Beziehung zu diesem Hund haben. Ein Malamute braucht unbedingt einen starken Rudelführer, der ihn mit Konsequenz und Liebe zu führen weiß. Zwar sind diese Hunde sehr menschenfreundlich und daher auch als Familienhunde gut geeignet. Wenn sie allerdings feststellen, dass ihr Halter zu schwach ist, um das Rudel zu führen, werden sie nicht zögern, diese Rolle zu übernehmen.

Pflege

Das dichte Fell muss täglich ausgiebig gebürstet werden, insbesondere in Zeiten des Fellwechsels muss die Prozedur unbedingt eingehalten werden. Baden sollte man diese Hunde nur in wirklich dringenden Fällen, da sonst der Säureschutzmantel der Haut Schaden nehmen kann.

Krankheitsanfälligkeit / Häufige Krankheiten

Da die Rasse auf Robustheit und Widerstandsfähigkeit gezüchtet wurde, gibt es keine spezifischen Rassekrankheiten. Allerdings sind die Tiere nicht für die heißen Temperaturen gemacht und leiden im Sommer extrem unter der Hitze. Das sollte man bei der Fellpflege und auch beim Tagesablauf berücksichtigen.

Hätten Sie's gewusst

Der Malamute wurde für das Ziehen von schweren Lasten auf vergleichsweise kurzen Strecken eingesetzt, der Husky zog weniger Gewicht über eine längere Zeit.


Hier erhalten Sie weitere Informationen zu einzelnen Hunderassen sowie Adressen von eingetragenen VDH-Züchtern.

Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH)
Geschäftsstelle
Westfalendamm 174
44141 Dortmund
Deutschland
Tel.: 02 31 56 50 00
Fax: 02 31 59 24 40
E-Mail: info@vdh.de
Internet: www.vdh.de

VDH-MITGLIEDSVEREINE

Deutscher Club für Nordische Hunde e.V. Sabine Betz
Hauptstr. 16
91456 Stübach, Deutschland
Tel.: (0 91 61) 8 82 49 32
Fax: (0 91 61) 8 82 49 33
E-Mail: geschaeftsstelle@dcnh.de
Internet: www.dcnh.de
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