So schafft man Harmonie im Mini-Rudel | PARTNER HUND Magazin

So schafft man Harmonie im Mini-Rudel

Der Trend zum Zweithund hält an. Immer mehr Menschen leben mit einem Minirudel zusammen. Allerdings nicht unbedingt problemlos. Denn auch Experten sind uneins darüber, welche Konstellation die harmonischste ist.
 
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Wer harmoniert wirklich mit wem?

Wenn zum ersten Hund ein zweiter kommen soll

Hanuta, eine schoko-creme-farbene Mixhündin mit kastanienbraunen Abzeichen, hatten die Markdorfs aus Ischia mitgebracht. Ein Zufallshund, der den Haushalt erst einmal auf den Kopf stellte. Doch nach einem Jahr war die ganze Familie zu Hundefans geworden. Und weil Hanuta sich draußen mit allen Artgenossen prima vertrug, sollte ein zweiter Hund ins Haus. Aber was für einer? Ein Welpe, rieten die einen. Einen gleichaltrigen, die anderen. Einen Rüden, sagten die meisten. Eine Hündin, meinte die Minderheit. Gleich groß sollte er sein, war sich die Mehrheit der Ratgeber einig. Bloß nicht, warnten „Außenseiter“, das gibt garantiert Zoff. Lasst Hanuta einen Wurf haben und behaltet ein Jungtier, das geht immer gut, hörten die Markdorfs genauso oft wie „Nehmt einen Rassehund, da wisst Ihr genau, was Euch erwartet“ und „ Holt Euch doch genau so einen Mix noch einmal aus Ischia“.

Viele Tipps, keine Klarheit

So ziemlich jeder, den die Familie fragte, hatte eine andere Antwort. Und Markdorfs sind kein Einzelfall: Wer seinem Ersthund (und sich selbst) einen zweiten zur Gesellschaft schenken will, kann sich aus tausend Tipps den ihm genehmsten aussuchen. Eine „Harmonie“-Garantie gibt es in keinem Fall. Weder das Mutter-Tochter- noch das Mutter-Sohn-Verhältnis läuft immer ohne Querelen ab, noch ziehen Gegensätze sich unbedingt an. So wenig, wie „gleich und gleich“ sich gern gesellt.

Wer harmoniert wirklich mit wem?

Markdorfs haben einen ungewöhnlichen Weg gewählt. Sie stellten sich dem örtlichen Tierheim als „Pflegefamilie“ zur Verfügung, nahmen vierbeinige Gäste auf Zeit auf und blieben am dritten hängen. Einem kastrierten Rüden, älter als Hanuta, wesentlich kleiner und eigentlich ein „Giftzwerg“. Doch zwischen dem bunten Mix aus Ischia und dem zähen Zwergschnautzer-Mischling aus dem Tierheim war es Liebe auf den ersten Blick. Liebe, die sich auch im Alltag nicht verschlissen, sondern noch gesteigert hat. (Text: Ursula Birr)

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Thomas Brodmann / animals-digital.de
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