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Schutzhund

"Echte" Schutzhunde werden vor allem im Wachdienst und bei der Polizei eingesetzt. Die Basis-Ausbildung steht in Form von Schutzhundesport aber auch dem Laien offen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Schutzhunde sind stark gefordert.

Krone des Hundesports

Viele Hundebesitzer bezeichnen die Ausbildung zum Schutzdienst, also die Erziehung der Verteidigungsbereitschaft aus dem natürlichen Kampftrieb, als Krone des Hundesports. Sie beurteilen den Hund in erster Linie nach seiner Schärfe und Härte. Dabei ist der Schutzhundesport viel mehr, es ist die Gebrauchshundeausbildung schlechthin.

Was muss ein Schutzhund lernen?

Was wird von einem so genannten Schutzhund bei der Ausbildung verlangt? Er muss z.B. eine Fährte von 400 bis 800 Schritten Länge "ausarbeiten" und dabei bis zu drei Gegenstände finden können. Dazu kommen die Leistungen in der Unterordnung: Leinenführigkeit und Unbefangenheit, Freifolge, Sitzübung, Ablegen in Verbindung mit Herankommen, das Bringen eines Gegenstandes auf ebener Erde und im Sprung über eine Hürde, später sogar zusätzlich über eine Kletterwand, das Voraussenden mit Hinlegen, das Ablegen unter Ablenkung sowie die Überprüfung der Schussgleichgültigkeit. Und als natürlich auch der eigentliche Schutzdienst. Die Übungen bestehen aus Streife nach dem Helfer, Stellen und Verbellen, und dann erfolgt ein Überfall auf den Hund, und wenn der Helfer ruhig steht, muss der Hund ihn nur bewachen. Diese "Ruhephase" des Hundes nutzt der Helfer, um zu fliehen. Der Hund darf erst dann die Verfolgung aufnehmen, wenn er vom Hundeführer die Weisung erhält, und muss dann auf Distanz den Helfer stellen und dessen erneuten Angriff abwehren.

Schutzhunde sind stark gefordert

Der Hund wird bei diesen Übungen sehr stark belastet, da er aus Reizsituationen sofort wieder zurück in das gehorsame Verhalten gerufen wird. Die Überprüfung stellt hohe Anforderungen an das Triebverhalten, die Selbstsicherheit und Belastbarkeit des Hundes. Ob sich ein Hund für diese Ausbildung für den privaten oder beruflichen Einsatz eignet, hängt ganz entscheidend ist das Wesen des Hundes ab: Ausgeglichenheit, Nervenstärke und Selbstbewusstsein, gepaart mit unabdingbarem Gehorsam, gehören zu diesen Voraussetzungen.
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