Loben | PARTNER HUND Magazin

Loben

Lob als Belohnung hat viele Vorteile: man erwischt den richtigen Zeitpunkt zur Bestätigung leichter, es setzt beim Hund keinen Speck an und man hat immer genug davon dabei.
 
© animals-digital.de
Lob als Belohnung ist eine wunderbare Sache.

Hunde sind käuflich

Wenn Sie bisher davon geträumt haben, dass "Wautzi" aus Loyalität und Liebe zu Ihnen gehorcht, dann ist es jetzt Zeit aufzuwachen: Hunde sind käuflich. Nehmen Sie es nicht persönlich, Ihr Hund liebt Sie, ganz sicher. Aber er will für seine Arbeit trotzdem "bezahlt" werden. Die Währung dürfen Sie aussuchen: Leckerli, Spielzeug und überschwängliche Begeisterung stehen bei den Vierbeinern hoch im Kurs.

Auch immer mit Worten belohnen

Wenn er kleine Häppchen oder sein Gummi-Huhn als Motivation bevorzugt, dann freuen Sie sich, etwas gefunden zu haben, dass funktioniert. Trotzdem sollten Sie nicht vergessen, stets - und von Anfang an - auch mit Worten zu loben. Es geht vor allem darum, jederzeit eine Alternative zu haben: wenn der Hund beispielsweise Diät halten muss oder Sie das blöde Gummi-Ding zu Hause vergessen haben.

Lob als „Gutschein“ für ein Leckerli

Lobende Worte haben außerdem einen großen Vorteil: sie sind definitiv schneller als ein Leckerli! Da Belohnung unmittelbar nach dem richtigen Verhalten erfolgen muss, wird das Wort sozusagen zum "Gutschein" für das Leckerli (das übrigens - zumindest anfangs – tatsächlich so schnell wie möglich folgen sollte).

Belohnung aus der Entfernung

Die Bedeutung des verbalen Lobs wird besonders bei Kommandos deutlich, bei denen der Besitzer in einiger Entfernung vom Hund steht. Hier kann das Verhalten zwar unmittelbar mit einem "Fein!" belohnt werden, nicht aber mit Futter. Natürlich kann man seinem Hund ab und zu auch Leckerbissen kredenzen, wenn er etwas besonders gut gemacht hat. Doch das Befolgen der Befehle sollte nicht von der Futtergabe abhängig werden.

Entscheidend ist die Motivation

Je nach "Interessenlage" des Vierbeiners kann man das Lob auch mit Streicheln oder Herumtoben kombinieren. Entscheidend ist, dass der Hund sich motivieren lässt ohne dass Sie ein weiteres Hilfsmittel dazu brauchen.

Lob als Belohnung ist also eine wunderbare Sache. Aber bitte schmeißen Sie deshalb nicht gleich alle Leckerli und das Lieblingsspielzeug des Hundes weg! Unsere Vierbeiner sind kluge kleine Biester, die mit allen Tricks arbeiten und es ist absolut legitim, dass Sie dasselbe tun.
 
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren