Große Erfolge mit spielerischer Erziehung | PARTNER HUND Magazin

Große Erfolge mit spielerischer Erziehung

Ein Spielzeug ist in den Augen des Hundes nur dann viel Mühe wert, wenn es nicht immer erreichbar ist. Dies können Sie für die Erziehung ihres Hundes nutzen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Das begehrteste Spielzeug ist Ihres!

Die wichtigsten Lektionen auf einen Blick

In der Hundeerziehung kann Spielzeug große pädagogische Wirkung erzielen, wenn Sie es richtig einsetzen und Ihre schauspielerischen Talente trainieren. Neid ist keine rein menschliche Eigenschaft, sondern allen sozial lebenden Geschöpfen angeboren. Und bei Hunden stark ausgeprägt, denn „Besitz“ schafft Vorrechte und die wiederum steigern die Geltung unter ihresgleichen. Einem Höhergestellten die Beute abzujagen, ist also unter Hunden buchstäblich ein „erhebendes“ Gefühl.

Es ist also nur natürlich, wenn Ihr Hund sein Spielzeug nur so lange interessant findet, bis es ihm wirklich alleine gehört. Dann frisst er es entweder (wenn das möglich ist) oder er lässt es liegen. Wenn Sie Ihrem Hund also zum Beispiel einen Ball werfen und sich dann nicht mehr um ihn kümmern, wird das Ballspiel für ihn schnell langweilig und schlimmstenfalls reagiert er bald nur noch mit müdem Blick. Den Ball dagegen, den Sie immer wieder an sich „reißen“, wird er lieber jagen.

Das begehrteste Spielzeug ist Ihres

Wenn aber der Ball Ihnen gehört, wenn Sie ihn verteidigen und unbedingt behalten wollen, dann wird er plötzlich zum einzigen Ziel, zur begehrenswerten Beute, zu dem, was wirklich interessiert. Und um diesen – und nur diesen – Ball zu ergattern, ist ein Hund bereit, Ihre Wünsche zu erfüllen, sich voll auf Sie (bzw. Ihren Ball). zu konzentrieren. Ein ideales Erziehungsinstrument also, wenn Sie’s richtig anfangen.Suchen Sie sich ein gut in der Hand liegendes, leicht zu werfendes Objekt. Ball, Tau, Ring, Säckchen...

Nur ein braver Hund kommt zum Ziel

Und dieses Spielzeug haben Sie erst mal lieb, Sie spielen damit, freuen sich drüber, werfen und fangen es. Immer dann, wenn Ihr Hund Sie beobachtet. Aber Sie geben’s nicht her. Lassen Sie ihn ruhig nervös werden und seine Tricks ausspielen, Drehen Sie sich mit dem Ding, setzen Sie sich drauf, zeigen Sie’s ihm. Dann äußern Sie einen einfachen Wunsch, z.B. Sitz. Und werfen anschließend als Belohnung Ihr Spielzeug fort. Schnappt er’s, versuchen Sie’s ihm wegzunehmen. Lassen Sie ihm ruhig ein paar Minuten Genuss, bevor Sie die Beute wieder an sich nehmen. Denn dieses Spielzeug setzen Sie ab jetzt nur dann ein, wenn Sie „Unterricht“ geben. Ihr Hund merkt und versteht das schnell. Und wenn er das „Ding“, auf das er so scharf ist, ab und zu nach Herzenslust schütteln, reißen, beuteln und schleudern darf, haben Sie bald einen eifrigen Schüler. Sie können Ihr Spielzeug sogar in Notfällen einsetzen, um ihn an Ihre Seite zu locken, wenn Gefahr im Verzug ist.

Sicherheit geht vor

Achten Sie bei der Wahl des Spielzeugs darauf, dass es aus ungiftigem Material ist (auch innen), dass keine scharfen Ecken das empfindliche Hundemaul verletzen können und die Konsistenz der Stärke des Gebisses entspricht. Das Spielzeug muss so groß sein, dass der Hund es nicht verschlucken kann, und so klein, dass er es ohne Mühe aufnehmen und schleppen kann. Es darf nicht zu schwer sein, da sonst beim Fangen Verletzungsgefahr besteht. Und es muss den starken Hundezähnen standhalten, damit sie keine Stücke verschlucken. Sehr gut geeignet sind spezialbehandelte Hartgummiteile (wie unten), die es im Zoofachhandel und auf Hundeausstellungen in großer Auswahl gibt, darunter auch schwimmfähige Ringe für „Wasserratten“. (Text: Ursula Birr)
 
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