Futter-Belohnung | PARTNER HUND Magazin

Futter-Belohnung

Weniger ist manchmal mehr – insbesondere, wenn man Leckerli als Motivationsmittel nutzt. Aber um Erfolge zu erzielen, muss auch das Timing passen.
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Das Leckerli wird zur Motivation!

Erziehung mit Hilfe von Leckerlis

Mit den Erziehungsmethoden für Hunde ist es so ähnlich wie mit Diäten für Frauen: Es gibt unzählige davon und jedes Jahr taucht ein neuer "Guru" auf, der angeblich weiß, wie es wirklich funktioniert. Vergessen Sie all diese Typen und achten Sie lieber darauf, dass die tägliche Kalorienmenge eine gewisse Grenze nicht überschreitet. Das gilt für Sie und natürlich auch für ihren Hund: Die Gabe von Leckerbissen als Belohnung und zur Motivation ist nämlich eine beliebte Erziehungshilfe, die ohne das nötige Fingerspitzengefühl ganz schön auf die Hüften gehen kann – die des Hundes, versteht sich.

Der richtige Zeitpunkt ist entscheidend

Das Prinzip dieser Methode scheint einfach: positives, also richtiges Verhalten wird bestärkt, falsches nicht bestraft, sondern schlicht ignoriert. Aber es gibt eben auch hier einiges zu beachten. Oder kennen Sie die richtige Antwort auf die Frage: Wann gebe ich meinem Hund ein Leckerli? Der Zeitpunkt ist nämlich entscheidend und den richtigen zu erwischen, ist in der Praxis gar nicht so einfach!

Beispiel: Kommando „Sitz“

Nehmen wir als Beispiel den Befehl "Sitz!" und gehen davon aus, dass der Hund noch keine Kommandos versteht, er sich also noch in der Lernphase befindet. So gilt es zunächst, ihn in sitzende Position zu bringen. Ein Trick ist, sich vor ihn zu stellen und seine Aufmerksamkeit nach oben, zum eigenen Gesicht, zu lenken. Er wird sich automatisch setzen, um besser hinaufschauen zu können. Nun kommt das Leckerli zum Einsatz. Zwei Dinge sind dabei wichtig: Erstens: den Befehl "Sitz!" für den Hund mit der Handlung des Hinsetzens in Verbindung zu bringen und zweitens: die Handlung als richtig zu belohnen. Das funktioniert folgendermaßen: Während der Hund sich aus eigenem Antrieb setzt, wird das entsprechende Kommando gegeben. Sobald er sitzt, wird mit z.B. einem hohen "Fein!" gelobt und sofort (!!) ein Leckerli gegeben.

Leckerli wird zur Motivation

Nach mehrmaligem Wiederholen wird der Hund in der Regel verstehen, was sein Mensch von ihm will. Er erkennt das Kommando und er weiß, dass es sich für ihn lohnt, es auszuführen. Der Leckerbissen ist also die Motivation des Hundes zu gehorchen. Auch das ist ein Punkt, den Sie dabei niemals vergessen sollten. Er tut es nicht für Sie, er tut es für die Wurst. Deshalb sollten Leckerlis als Erziehungshilfe hauptsächlich in der Lernphase genutzt und mit Lob als Motivation kombiniert werden. Nur so werden Sie erreichen, dass er auch folgt, ohne dass er dafür ein Leckerli bekommt.
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