Clicker | PARTNER HUND Magazin

Clicker

Die Clicker-Methode wird von vielen Hundetrainern als eine Art Allheilmittel angepriesen. Das ist sie nicht und wenn man sie nicht beherrscht, kann sie sogar Probleme verursachen.
 
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Der Clicker ist in erster Linie eine Ersatzbelohnung, genau wie ein verbales Lob.

Auf den Punkt gebracht

Der Mensch kann einem Hund nur vermitteln, was er möchte, wenn er zeitnah auf die Handlungen des Vierbeiners reagiert. Das heißt: das gewünschte Verhalten muss sofort belohnt werden, damit der Hund versteht, was er richtig gemacht hat. Nur leider ist das nicht immer möglich. Ein Beispiel: Laufen unsere Hunde beim Spaziergang ohne Leine, sollten sie regelmäßig Blickkontakt mit uns aufnehmen. Also müssten wir sofort belohnen, wenn sie es tun. Nur geht das nicht, weil sie sich von uns entfernt haben. Erfolgt die Belohnung nach der Rückkehr, verbindet der Hund sie nicht mit dem Blickkontakt.

„Klick-Klack“ bedeutet Belohnung

Die Lösung des Problems heißt "Clicker". Das ist eine Art Knackfrosch, der ein kurzes "Klick-Klack" von sich gibt, wenn man ihn drückt. Dieses Geräusch bekommt der Hund nun jedes Mal zu hören, wenn er ein Kommando korrekt ausgeführt hat. Damit er mit dem "Klick-Klack" ein positives Gefühl verbindet, sollte anfangs auch immer ein echtes Leckerli folgen. Der Hund wird so recht schnell lernen, dass ein Click eine Belohnung ist und Sie können Ihren Hund auch aus der Entfernung erfolgreich erziehen.

Auf den richtigen Moment kommt es an

Es gibt Tiertrainer, die auf diese Methode "schwören" und das Clicker-Training preisen, als sei es die Lösung aller Erziehungsprobleme. Tatsächlich ist der Clicker in erster Linie eine Ersatzbelohnung, genau wie ein verbales Lob. Da ein "Fein!" leicht missverstanden werden könnte, wenn man es dem Hund hinterherbrüllen muss, empfiehlt sich hier doch der Einsatz dieses Hilfsmittels. Und weil es gar nicht so einfach ist, genau im richtigen Moment zu knacken, sollten Sie sich auch ruhig ein paar Übungsstunden bei besagten Clicker-Fans gönnen. Denn die Gefahr, dass Sie als Anfänger einen Tick zu spät drücken und damit prompt das falsche Verhalten bestärken, ist wirklich sehr groß. Nur lassen Sie sich bitte nicht einreden, dass Ihnen der Knackfrosch die Erziehung abnehmen kann.
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