Das Kommando "Nein" | PARTNER HUND Magazin

Das Kommando "Nein"

Ob Ihr Hund nun wieder Ihren Lieblingssessel besetzt oder jeden Dreck vom Boden auffrisst. Ihr Hund muss verstehen lernen, was „Nein!“ bedeutet.
 
 
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Seien Sie konsequent, um Verwirrung zu vermeiden.

Die Ausgangssituation

Das Kommando „Nein!“ wird dem Hund nur dann erteilt, wenn ihm etwas verboten wird. Insofern lässt sich dieser Befehl nicht einfach so trainieren, wie beispielsweise „Sitz“. Sie müssen immer auf eine Situation warten, in der Ihr Vierbeiner etwas „Verbotenes“ macht. Dies geschieht bei einem neuen Hund aber recht häufig, vor allem beim Üben der anderen Kommandos.

Verbote im Vorfeld festlegen

Wenn Sie sich einen Hund anschaffen, sollten Sie sich im Vorhinein bereits darüber im Klaren sein, was Ihr Hund darf und was nicht. Manche Besitzer mögen es, wenn der kleine Vierbeiner sich zu Ihnen auf die Couch gesellt oder im Schlafzimmer schläft, andere lehnen das strikt ab.

Konsequenz, um Verwirrung zu vermeiden

Um den Hund bei Verboten jedoch nicht zu verwirren, müssen Sie konsequent sein. Wenn der Hund nicht in die Küche darf, während Mutter dort kocht, aber wieder herein darf, wenn Vater dort abspült, dann versteht das der Hund nicht. Sie sollten sich also auch mit den anderen Personen im Haushalt über die Regeln einig sein.

Verknüpfung mit anderen Kommandos

Sie können das Kommando „Nein!“ schon im Zusammenhang mit den anderen Befehlen trainieren. Zum Beispiel, während Sie Ihrem Hund „Sitz“ oder „Platz“ beibringen. Wenn Ihr Schüler das Kommando richtig ausführt hat, wird er gelobt. Sobald er sich aber  wieder erheben will, sagen sie mit fester Stimme „Nein!“ und dann je nachdem „Sitz“ oder „Platz“. Auf diese Weise verknüpft Ihr Hund „Nein!“ mit etwas, das er nicht machen darf und wofür es kein Leckerli gibt. Bestrafen sollten Sie Ihren Hund in keinem Fall!

Im Alltag

Nun fällt es Ihnen leichter Ihrem Vierbeiner in anderen Situationen verständlich zu machen, was Sie von ihm verlangen. Sobald er wieder Anstalten macht, Ihre Couch zu besetzen oder wieder an Ihrem Pantoffel kaut, geben Sie ihm durch ein klares und deutliches „Nein!“ zu verstehen, dass er damit aufhören soll. Lassen Sie sich dabei nie aus der Ruhe bringen. Sagen Sie aber nur dann „Nein!“, wenn Ihr Vierbeiner noch dabei ist, sonst kann er seine Handlung nicht mehr mit Ihrem Kommando verknüpfen.

Loben gegen Frustration

Nachdem Ihr Hund etwas verboten bekommen hat, bauen Sie wieder eine Aktion ein, bei der Sie Ihren Vierbeiner loben können. Zum Beispiel ein „Platz“ oder „Hier“. Damit verhindern Sie, dass Ihr Liebling 20mal an einem Tag gerügt wird und nur einmal gelobt. Dies geschieht im Welpenalter oft, um dem kleinen seine Grenzen zu zeigen. Es sollte aber vermieden werden, damit bei Ihrem Hund keine Frustration ausgelöst wird. Beobachten Sie daher Ihren Schüler genau. Dadurch bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie es Ihrem Hund geht und wann Sie ihn wieder mal loben sollten.

Professionelle Hilfe

Haben Sie dennoch Schwierigkeiten, Ihrem Hund verständlich rüberzubringen, was für ihn tabu ist, können sich Fehler beim Üben eingeschlichen haben. Dies kann aber nur eine professionelle Hilfe beurteilen. Sollte Ihr Hund anders reagieren, als wie bei uns beschrieben, suchen Sie einen Hundetrainer auf, der Ihnen Rat geben kann.
 
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