Das Kommando "Bleib" | PARTNER HUND Magazin

Das Kommando "Bleib"

Sie wollen beim Gassigehen bei Gelegenheit schnell zum Bäcker. Hier erfahren Sie, wie Sie ihrem Hund beibringen, ruhig auf Sie zu wartet.
 
 
© Thomas Brodmann / animals-digital.de
Das Kommando "Bleib" ist wichtig für den Hund.

Hilfreich - Kombination mit anderen Kommandos

Am einfachsten erlernt Ihr Hund den Befehl „Bleib“ über die Grundkommandos „Sitz“ und „Platz“. Suchen Sie sich mit Ihrem Hund einen ablenkungsfreien Ort und lassen Sie Ihren Vierbeiner vor Ihnen absitzen oder abliegen. Lassen Sie den Hund angeleint, um die Verbindung und Aufmerksamkeit des Hundes beizubehalten. Kombinieren Sie dabei das „Sitz“ bzw. „Platz“ ab jetzt mit dem Wort „Bleib“.

Loben statt Schimpfen

Selbstverständlich dürfen Sie auch hier nicht mit Lob sparen. Schimpfen Sie aber nicht, wenn Ihr bellender Hund anfangs nicht in der gewünschten Stellung bleibt. Hier helfen nur Geduld, ein ruhiges aber bestimmtes „Nein!“ und das erneute In-Position-Bringen unter Verwendung der entsprechenden Worte  und Sichtzeichen.

Ausweitung von Ort- und Zeitfaktor

Neben dem Zeitfaktor wird allmählich auch die Entfernung zwischen Ihnen und Ihrem Schüler ausgeweitet. Schließlich sollte ihr vierbeiniger Freund in der Position verharren selbst wenn Sie außer Sichtweite sind. Erschweren Sie die Übung aber immer erst dann, wenn der vorausgegangene Schritt wirklich sitzt.

Verwendung von Sichtzeichen

Wenn Ihr  Vierbeiner das Hörzeichen hundertprozentig beherrscht, können Sie von nun an folgendes Sichtzeichen mit ihm üben: Ihre Handfläche zeigt am ausgestreckten Arm zu Ihrem Hund. Dies symbolisiert dem Vierbeiner ein Stopp bzw. ein Verharren in der momentanen Position. Wenn auch das sicher funktioniert, werden Sie das Hörzeichen mit der Zeit durch das Sichtzeichen ersetzen können.

Integration in den Alltag

Beherrscht Ihr Kamerad das „Bleib“ perfekt, können Sie es in Ihren Alltag integrieren. Auf Spaziergängen gibt es immer wieder Situationen, in denen sich das „Bleib“ bewährt. So wird die Beeren- oder Pilzsuche viel entspannter; trotzdem darf aber Ihr treuer Gefährte dabei sein. Möchten Sie auf einer Wanderung eine kleine Brotzeit einlegen? Kein Problem! Selbst Ein antrainiertes Stehen-, Sitzen- oder Liegenbleiben auf Befehl kann den Vierbeiner obendrein vor Gefahren schützen (z.B. Straßenverkehr, verstreute Glasscherben, das Auffinden kranker oder verletzter Wildtiere, Lagerfeuer, etc.). Dennoch sollten Sie Ihren Hund nie länger vor einem Laden sitzen lassen. Schließlich ist das eine gute Gelegenheit für Hunde-Diebstahl.

Hilfe bei Hundetrainern

Folgt Ihr Hund nicht so, wie in unserer Anleitung beschrieben und reagiert er auch nach dem dritten oder vierten Mal nicht auf das Kommando, nehmen Sie ruhig die Hilfe eines Hundetrainers in Anspruch. Es kann nämlich durchaus sein, dass Fehler beim Üben gemacht werden, die Sie nicht merken, einem professionellen Trainer aber sofort ins Auge stechen.
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren