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Pro & Contra Barfen

"BARFEN" liegt im Trend, ist aber gar nicht so einfach: wer das Futter für seinen Hund selbst zusammenstellen will, muss auf die richtige Zusammensetzung der Nährstoffe achten.
 
 
Barfen liegt im Trend. © Peter Smola/pixelio.de
Barfen soll die Ernährung eines wild lebenden Fleisch- bzw. Beutefressers imitieren.

BARF-Fütterung

"BARFEN" klingt einfach und sehr gesund: Der Mensch stellt das Futter für seinen Hund aus frischen, rohen Zutaten zusammen. Das Ziel ist, die Ernährung eines wild lebenden Fleisch- bzw. Beutefressers zu imitieren. Auf diese Weise möchte man den Bedürfnissen des Hundes als Beutetier- bzw. Aasfresser gerecht werden. Doch wer seinen Hund so füttern will, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die BARF-Fütterung mit einigen Risiken verbunden ist.
So kann rohes Fleisch - Hauptbestandteil der BARF-Fütterung - Träger zum Teil tödlicher Krankheitskeime sein.

Barfen birgt Risiken

Viele "Barfer" begehen den Fehler, ihrem Hund ausschließlich Fleisch anzubieten. Dann sind wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Natrium sowie Spurenelemente und Vitamine nicht ausreichend vorhanden. Die für die Verdauung nötigen Ballaststoffe bekommt der Hund so überhaupt nicht. Rohes Grünzeug hinzuzufügen, löst das Problem nicht, denn viele Gemüse-Sorten werden für den Hund erst durch das Kochen verdaulich. Ein weiteres Problem bei der Herstellung einer eigenen Mischung ist der schwankende Nährstoffgehalt der einzelnen Komponenten. Die kann eine Privatperson selbst kaum ausreichend kontrollieren.

Erst den Tierarzt fragen

Wer den Wunsch hat, die Ernährung seines Hundes auf ein selbsthergestelltes Futter umzustellen, sollte Fragen bezüglich der Zusammensetzung mit dem Tierarzt oder einem der tierärztlichen Ernährungsinstitute der Universitäten klären, die entsprechende Beratungen anbieten. Nur so kann auch in problematischen Fällen eine optimale und gesundheitsfördernde Versorgung des Hundes erreicht werden.



Foto: © Peter Smola/ www.pixelio.de
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