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Nahrungsergänzungsmittel für den Hund vorsichtig dosieren

Der Heimtiermarkt boomt – vor allem auf dem Sektor der Futtermittel. Doch Vorsicht: Manche Produkte schaden mehr, als sie nützen!
 
 
© Gerd Pfaff/pixelio.de
Weniger Zusatz ist für den Hund oft mehr.

Zuviel des Guten ist ungesund

Das Gerücht, dass industriell gefertigtes Futter den Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen nicht deckt, hält sich hartnäckig und lässt viele Hundehalter zu entsprechenden Zusatzpräparaten greifen. Doch damit schaden sie dem Hund eher. Viele Präparate können bei Überdosierung negative Folgen haben. Frau Dr. Tina Hölscher, Tierärztin der aktion tier e.V., hilft, die Spreu vom Weizen zu trennen: "Grundsätzlich enthalten Produkte, die mit dem Schlagwort Alleinfuttermittel gekennzeichnet sind, alles was die Tiere brauchen. Aber weil in unseren Futtermitteln eben schon alles drin ist, muss man mit Nahrungsergänzungsmitteln sehr vorsichtig sein."

Mangel kann nur der Tierarzt feststellen

Hochdosierte Vitaminprodukte oder auch Mineralstoffmischungen können Tiere krank machen. Derartige Zusatzstoffe brauchen nur Vierbeiner, die einen nachgewiesenen Mangel haben. Und den kann nur der Tierarzt sicher feststellen. Wer also glaubt, dass seinem Hund etwas fehlt, sollte das Geld nicht sofort in Zusatzpräparate, sondern lieber in eine Untersuchung beim Tierarzt investieren.

Vitamine können das Skelett schädigen

"Besonders die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K kann der Körper nicht alleine ausscheiden. Füttert der Besitzer diese Vitamine extra zu, kommt es langfristig zu so genannten Hypervitaminosen. Hierbei entstehen ernste Schäden am Skelett. Das Haut- und Haarkleid werden brüchig und trocken", warnt Frau Dr. Hölscher vor gut gemeinten Fütterungsfehlern.

Weniger Zusatz ist für den Hund oft mehr

Tierbesitzer sollten sich genau informieren, was Sie Ihrem Tier verfüttern. Nahrungsspezialisten wie Reptilien stellen hier besonders hohe Anforderungen an ihre Halter. "Je enger sich die Fütterung an dem orientiert, was die Tiere auch in freier Wildbahn fressen würden, umso bekömmlicher ist der Speiseplan in aller Regel", so die Faustregel der Tierärztin. "In Punkto Nahrungsergänzungsmittel für Tiere ist weniger jedenfalls oft mehr." (Text: Marzena Fiok)
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